[Der Prophet zieht weiter] Der Quitslinga [MI zur G7]

Diskussionen über die Questen und Hintergründe der Phileasson-Saga.
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Danzelot
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[Der Prophet zieht weiter] Der Quitslinga [MI zur G7]

Beitrag von Danzelot » 30.10.2008, 11:57

Ich habe demnächst den ersten Auftritt von diesem Quitslinga im Regengebirge vor mir und würde mich freuen, wenn jemand hier Erlebnisberichte oder Tipps zum Spiel geben könnte.

Ich stehe der Figur noch etwas skeptisch gegenüber, denn leider ist zu wenig über ihn beschrieben.

Achtung, MI zur Borbarad-Kampagne:

Ausserdem habe ich das Problem, das ich ja später die G7 leiten möchte und dann ein Quitslinga nicht unbedingt neu ist.
Spieler können dann in GM den Quitslinga eventuell zu schnell enttarnen, oder?


Kann man den Quitslinga auch gegen eine andere Figur austauschen, die den gleichen Effekt hat, d.h. "böse" ist und Bündnis lohnenswert?
Wenn ja welche?
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Eldarion Butterblume
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Beitrag von Eldarion Butterblume » 31.10.2008, 01:09

Also ich würde auf jeden Fall darauf verzichten, den Quitslinga zu enttarnen. Diese Wesen sind hochintelligent, es passt mMn nicht zu ihnen, dass sie einfach so zugeben, was sie sind. Stattdessen habe ich den Quitslinga schön brav seine Magier-Rolle spielen lassen, wobei er Illusionen quasi freizauberisch (ohne Formel, deutlich kürzere Zauberdauer) wirken konnte. Das allein reicht schon, um Verdacht zu erregen. Wer ein zusätzliches Verdachtsmoment möchte, kann auch seine Helden beobachten lassen, dass Ramon keinen Schlaf braucht o.Ä.
Wenn der Gruppenmagier dann irgendwann beschließt, den Typen mal zu analysieren, können 2 Dinge passieren:
1. Ramon bemerkt den Zauber und gaukelt dem Magier das zu erwartende Ergebnis vor (gewöhnlicher Astralkörper)
2. Der Zauber kann unbemerkt gewirkt werden. In diesem Fall sieht der Magier ein stark chaotisches Geflecht von
Kraftfäden, die (Magiekunde!) nur 2 Schlüsse zulassen: Entweder es handelt sich um einen Paktierer in einem schon
recht hohen Kreis der VErdammnis, oder aber um einen leibhaftigen Dämon.
Zu seiner Anwesenheit im Dschungel braucht Ramon dann natürlich eine halbwegs plausible Story. Er könnte beispielsweise behaupten, mit einer Expedition (deren Mitglieder allesamt von den Echsen gefangen genommen / getötet wurden) auf der Suche nach alten echsichen Artefakten / Kulturen gewesen zu sein.

Also ganz so einfach ist es dann doch nicht, Ramin zu enttarnen.

Wenn du ihn trotzdem ersetzen möchtest, würde ich einen Amazerothpaktierer vorschlagen. Dazu muss der Charakter fast gar nicht umgebaut werden (der gute Mann hat dann halt außer seinen Illusionen auch noch andere gildenmagische /borbaradianische Zauber im Repertoire).

Hoffe geholfen zu haben

Eldarion

P.S.: Pass auf, dass du Ramon nicht "ZU" glaubhaft spielst. Bei mir haben die Helden ihm quasi blind vertraut... :)
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Beitrag von Danzelot » 31.10.2008, 11:59

Ja, ich möchte ihn ja auch nur ungern enttarnt sehen. Das hängt natürlich von den Spielern ab, wäre somit grundsätzlich möglich.
Aber in GM hat der Quitslinga ja eine andere Funktion, da er dort jemanden direkt ersetzt. auch noch jemanden sehr hohen.
Ich finde das Setting in GM eben für den Einsatz eines Quitslinga viel besser gedacht und ausgearbeitet und habe nur die Bedenken, dass ein Quitslinga ja etwas besonderes sein sollte und nicht zu oft auftreten. Sonst wirds für die Spieler langweilig.

Im Endeffekt finde ich es ja besser, wenn sich die Geschichte am Spieltisch abspielt und der Meister nicht zu viel für sich behält, jedenfalls nicht so viel, dass die Spieler durch die Gegend tappen und nur auf das nächste Ereigniss warten, ohne den Zusammenhang oder die Gründe des Geschehens zu verstehen. Das ist halt in vielen alten Abenteuern leider der Fall.

Und da man ja versucht, Ramon nicht zu enttarnen, wie sollen die Spieler denn deuten, dass sie sich "mit dem Bösen" verbünden sollen?
Meine Gruppe forscht jedenfalls sehr gewissenhaft, und selbst wenn ihnen Ramon nur suspekt vorkommt, werden sie der Sache auf den Grund gehen wollen. (Ich denke da nur an die Idee, Abdul zu verhören unter dem Einsatz von Drogen)

Danke jedenfalls für deine Ideen, hat mir schon etwas geholfen.
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Beitrag von Eldarion Butterblume » 01.11.2008, 15:07

"Das Böse", mit dem die Spieler sich verbünden (sollen), könnte theoretisch auch Sszintiss sein.
Zumindest bei mir war sie keineswegs eine Geweihte mit reiner Weste. Die Tatsache, dass sie sich (mithilfe des Buches) der Quitslinga bedient, habe ich vielmehr so gedeutet, dass sie eher wenig mit H'Szint aka Hesinde am Hut hat, sondern Amazeroth näher steht als diesen Göttinnen. Das muss nicht zwingend bedeuten, dass sie einen Seelenpakt eingegangen ist, möglich ist es jedoch...
Sszintiss könnte den Helden ihre Hilfe anbieten, wenn diese ihr helfen, selbst Hohepriesterin des Tals zu werden. Ein solches Vorgehen passt mMn recht gut auf einen solchen Charakter.

Ansonsten, wie schon gesagt, kann man Ramon den Quitslinga auch durch Ramon den AMZ-Paktierer ersetzen. Das dürfte auch am wenigsten Aufwand sein.
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Beitrag von Danzelot » 11.06.2009, 19:25

Endlich haben wir das Abenteur im Tal angefangen. Letztendlich war Ramon wie im Abenteuer vorgesehen ein Quitslinga.
Ich habe das Tagebuch der Söldner um- und ausgeschrieben, denn ich fand es war ein weiteres 'Armutszeugnis' des Abenteuers von einem 'minutiös geführtem' Tagebuch zu sprechen, ohne das kleinste Handout. Allerdings habe ich das Tagebuch gemäß der Anregungen hier verändert (Achtung: MI zur Borbarad-Kampagne), und zwar in sofern, als dass X'chwar Kontakt mit Menschen hatte. Der wieder auferstandene Liscom von Fasar ist ihm begegnet und zeigte Interesse am Liber Zamorricam per Satinav (kommt im Abenteuer Albtraum ohne Ende, ist im Söldnertagebuch allerdings nicht namentlich, sondern nur als 'Buch' erwähnt). Er köderte Liscom damit und ließ ihn den Überfall auf Zza-Xel organisieren. Im Tagebuch ist verzeichnet, das Korobar für seinen Herrn Liscom die Söldner sucht und beauftragt. Einige Spieler haben Staub und Sterne bereits gespielt. Liscom selbst tritt im Tagebuch deswegen ausschliesslich unter seinem späteren Decknamen Ben Seychaban auf. Das habe ich deswegen so gemacht, damit in Alptraum ohne Ende der Name bereits bekannt ist und sowohl Korobar als auch Ben Seychaban etwas mehr Gewicht bekommen. Letztlich kommt Liscom über diesen Weg noch nicht ans Buch, denn das sollte von den Echsen an die Söldner übergeben werden. Anstelle dessen werden sie ja wie in der Phili beschrieben ermordet. Liscom tat also gut daran, jemanden vorzuschicken und hatte kein Risiko bei der Sache. An das Liber kommt Liscom dann irgendwie im Laufe der Zeit. Vielleicht bekommen die Helden tatsächlich bei X'chwar das Liber zu sehen. Jedenfalls werden sie die Zusammenhänge wohl erst in AoE durchblicken.

Die Zusammenhänge im Tal haben die Helden schon in der letzten Session weitestgehend durchblickt. Das Finale steht (nach einer längeren Pause) noch aus.

Zwei Probleme habe ich allerdings noch:
1. Wenn Ramon ein Quitslinga ist, und die Helden um gegenseitige Hilfe bittet, werden die Helden dann nicht zu Dämonenpaktierern und könnten so ebensowenig die Tempel betreten? Einer der Helden hat sogar einen Handschlag von Ramon abgerungen, er aht sich auch schon als 'gestaltwandelndes Wesen' geoutet.

2. Eine weitere Frage wäre, würde Szintiss in einer eventuellen Achaz-Gerichtsverhandlung davon berichten, das sie Xselfasr geschickt hatte, um Tsa-Xel zu warnen? Sie würde so ja preisgeben, dass sie von X'chwars Plänen wusste und anschilessend nichts weiter davon berichtete.

Für Tips und Anregungen oder Kritik bin ich weiterhin sehr dankbar.
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Beitrag von Eldarion Butterblume » 11.06.2009, 21:06

Zu 1.)
Uff, schwierig. Also einen Seelenpakt kriegen die Helden dadurch definitiv nicht, den muss man schon mit vollem Bewusstsein eingehen. Was man machen kann ist, zumindest dem Helden, der den Handel mit Ramon auch noch per Handschlag besiegelt hat, ein Mal des Frevlers zu geben. Das hindert den Helden nicht daran, den Tempel zu betreten und hat auch sonst kaum Auswirkungen.
Je nach dem, wie fies du bist, wäre auch ein Minderpakt möglich. :twisted:
Das kommt aber darauf an
- ob der Spieler damit klarkommt (manche Spieler reagieren recht empfindlich auf sowas)
- ob der Held es besser hätte wissen können (ein Magier/Geweihter/sonstiger Gelehrter sollte einem Gestaltwandelnden Wesen nicht blind vertrauen, bei
einem eher einfältigen Typen ist das schon nachvollziehbarer)
Allerdings sollte der Held in dem Fall auch die Möglichkeit bekommen, den Pakt wieder loszuwerden.

Im Falle eines Minderpaktes einfach dem Char eine passende schlechte Eigenschaft verpassen (passend zu AMZ währe evtl. eine erhöhte Neugier, evtl. Größenwahn) und ihm bei nächster Gelegenheit per Traum ein paar nette erzdämonische Einflüsterungen zukommen lassen.

zu 2.) keine Ahnung, allerdings wars bei mir so, dass die Helden nicht viel von der Verhandlung mitbekommen haben, da keiner von ihnen auch nur ansatzweise Rssah konnte.
So long...
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Beitrag von Danzelot » 12.06.2009, 11:50

Also zu 1.) Es handelt sich um einen tulamidischen Gaukler, und ja, eher ein einfältiger Typ. Ich bin auch deshalb auf die Frage gekommen, weil ich vor einiger Zeit den Roman 'Der Spieler' gelesen habe, und glaube dort gelesen zu haben, dass sich der Protagonist anfangs nicht völlig klar war über seinen Pakt. Er versucht beispielsweise einene Tempel zu betreten, um sich Gewissheit zu verschaffen. Ich würde dem Gaukler schon gerne eine schlechte Eigenschaft verpassen, aber in wiefern wäre das den anderern gegenüber gerecht, die ja quasi auch mitmachen, nur nicht die Hand geschüttelt haben. Glaube, der Spieler würde sich unfair behandelt fühlen. WO fängt man da an, wo hört man auf?
Zu 2.) Habe ich vielleicht an Ramon in Dolmetscher-Rolle gedacht, wobei ja nicht klar ist, ob er sich überhaupt dort aufhalten würde. Ich wäre sehr interessiert daran, zu erfahren, wie Du das mit der ganzen Verhandlung gemacht hast.
3.) Da fällt mir noch ein, die Helden konnten sich noch nicht dazu durchringen, das Buch der Namen zu stehlen. Sie haben es jedoch schon gesehen. Kann mri jemand sagen, wie man die Gruppe in die Richtung 'schubsen' könnte? Denn günstig wäre es ja, im Finale die Quitslinga auf der eigenen Seite zu haben. Bis jetzt hat Ramon nur verstärkt darauf plädiert (und ziemlich gewettert), und mir fällt nur ein, dass er sich demnächst sträuben könnte, den Helden weiterzuhelfen. (Er hat die im Abenteuer vorgeschlagenen Täuschungen in X'chwars Gestalt vorgenommen.) Noch Ideen?
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Beitrag von Eldarion Butterblume » 13.06.2009, 23:15

1.)Hm, ok, also rechtfertigen ließe sich der Minderpakt wohl bei der ganzen Gruppe. Allerdings ist es mit Sicherheit nicht so toll, eine Gruppe von AMZ-Paktierern zu leiten, zumal es, außer evtl. Shaya, auch keinen richtigen Gegenpol mehr gibt, der die Helden auf den rechten Weg bringen könnte.
Ich würde, denke ich, eher zum Mal des Frevlers tendieren (für alle), und - abgesehen von diversen Einflüsterungen in Träumen - den Helden auch im Wachzustand mal den ein oder anderen ketzerischen Gedanken in den Mund legen (oder durch den Kopf gehen lassen).
Der Magier z.B. könnte durchaus beunruhigt sein, wenn er, ganz entgegen seiner Art, plötzlich zu der Erkenntnis kommt, dass die "Allweise Hesinde" den Sterblichen doch viel zu wenig an ihrer Weisheit teilhaben lässt, und dass es doch jemanden gibt, der sein (mind. ebenso großes) Wissen viel bereitwilliger teilt. Ist es nicht Hesinde, die das Wissen um so viele Mysterien eifersüchtig hütet, während ihr "Gegenspieler" (welch Verleumdung, welch Verdrehung der Tatsachen) den Kundigen in immer tiefere Geheimnisse einweiht?
Solche und ähnliche Gedanken könnte man den Helden durch den Kopf gehen lassen, sodass sie spüren, dass etwas sie verändert hat, dass sie irgendwas falsch gemacht haben müssen...
Schlechte Eigenschaften kann man dann natürlich noch, je nach gusto, draufpacken. Dabei kann der Gaukler ruhig auf etwas mehr abkriegen, aber er sollte eben nicht der einzige sein, der die Suppe auslöffeln muss.

2.) Ok, Ramon könnte natürlich dolmetschen, allerdings habe ich ihn seine Rolle als Magier konsquent durchspielen lassen, was dann auch bedeutete, dass er allenfalls ein paar Brocken Rssah verstand.
Also ich hab das Finale damals so gelöst (bzw. meine Spieler haben es so geplant und ausgeführt):
Ein Spieler machte sich zusammen mit Phileasson zu dem Lager auf, in dem die Bettler gefangengehalten wurden. Zeitgleich schickte man Eigor und Raluf zum H'Szint-Tempel, um das Buch an sich zu bringen, während die anderen beiden Spieler die Verhandlung verfolgten.

Bei der Verhandlung gab es natürlich zunächst einmal 2 Parteien: X'Chwar und seine Anhänger (Ssirissa und der Charyb'Yzz-Priester) und Sszintiss (die erstmal alleine dastand, da die Zssah-Geweihtenschaft noch keinen neuen Hohepriester hatte und der Kha-Priester sich, wie üblich, neutral verhielt.
Im Zuge der Beweisführung (u.a. "beschwor" Ramon, auf vorherige Anfrage der Helden, den -illusionären- Geist des Söldnerführers, der X'Chwar als seinen Auftraggeber identifizierte) wechselte Ssirissa dann die Seiten, sodass es unentschieden stand.
Daraufhin forderte X'Chwar ein Gottesurteil, das über Recht und Unrecht entscheiden sollte. Während der Vorsteher des Krh-Tonchh-Tempels sich also seine Zeremonienrüstung und seine Waffen holen ließ (und seinen Priestern insgeheim Anweisung gab, im Falle seiner Niederlage den "Sohn des Krieges" zu entfesseln), wählte Sszintiss, in Ermangelung eigener Kämpfer, einen der Helden aus, den Kampf für sie auszutragen.
Währenddessen überwältigten Phileasson und der begleitende Held mit einem mutigen, schnellen und blutigen Überfall die Wachen der Bettler und machten sich schon mal auf den Weg Rcihtung Tal-Ausgang. Wenige Minuten später besiegte unser Ritter X'Chwar und trat sofort, zusammen mit dem Magier, den geordneten Rpckzug an (die Spieler hatten dem Spielchen die ganze Zeit schon nicht so recht getraut - zu Recht :twisted: )
Naja, der Rest ging recht schnell: Die Kr-ThonChh-Priester zogen ihre Waffen und verfolgten die Helden, und der Schlinger wurde losgelassen.
Das ganze Tal war auf den Beinen, um die Bettler inkl. Helden wieder einzufangen. Zum Glück hatten diese Vorsorge getroffen. Ein Fortifex aus dem Zauberspeicher, sowie ein tags zuvor gerufener Dschinn mit dem Auftrag, die Treppe hinter den Helden zu verbarrikadieren ließen die Sache unter sehr geringen Verlusten über die Bühne gehen. So musste der arme Schlinger halt Echsen futtern :)
Tjaja, so ungefähr war das... Damals... :lol:


3.) Tja, das Problem hatte ich auch. Bei mir liefs am Ende halt darauf hinaus (s.o.), dass Eigor und Raluf das Buch holen mussten, weil der Thorwaler Krieger und der Ritter wegen ihrer Prinzipien nicht stehlen wollten und der Magier sich zu fein war :D
Ist ja auch im Prinzip kein Problem. Die SCs müssen ja nicht alles machen.
Ansonsten hilfts vllt wirklich, wenn Ramon einfach mal gar nicht mehr weiterhilft.
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Danzelot
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Beitrag von Danzelot » 14.06.2009, 21:07

Ich danke Dir schonmal sehr für deine hilfreichen Tipps, auch wenn ich entgegen deinem Vorschlag ganz oben, Ramon nicht aus seiner Magierrolle herausfallen zu lassen, ihn nun doch mehr oder weniger preisgegeben habe. Ich denke, ich werde das mit dem Minderpakt/Mal des Frevlers ersteinmal überdenken.

Eventuell lasse ich es bei schlechten Eigenschaften (am ehesten NG, nicht oder gibts noch was besseres??) oder eben bei Träumen. Man könnte ja auch im Falle des Betretens des Tempels die schlechten Eigenschaften etwas anziehen, bzw. einige Proben zusätzlich erschweren (oder ganz im Gegenteil - davon befreien!). das mit den ketzerischen Gedanken find ich auch gut... mal sehen.

Hätte sich Ramon bei uns nicht 'geoutet', wären meine Jungs ziemlich übel gerade drauf losgetappt, sie brauchten seine Tipps und Hintergrundwissen, was er ja mit seinem Magier- / Medicushintergrund nicht plausibel untermauern konnte. Deswegen erübrigte sich das bei uns, aber ich habe nicht vor, ihn gänzlich preiszugeben.

Achso, eigentlich kann Ramon ja nicht einmal den Platz des Kr'tonch betreten (im Falle einer Gerichtsverhandlung), wegen des Dolmetschens meine ich.

Wenn Du Ramon Magier sein lassen hast, wie hat er den Helden verdeutlicht, dass sie das Buch stehlen müssen? Haben die anderen Quitslinga überhaupt nicht eingegriffen? Wie wurde Traubalir übergeben? Hast Du überhaupt den Vorschlag mit dem Schlangenfluch über die Diebe des Buches ausgespielt? Bin da eher skeptisch. Vor allem wenn mein zukünftiger 3. Gezeichneter das Buch stielt, was ziemlich warscheinlich ist. Fragen über Fragen ;-)

Gruß
Danzelot
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Beitrag von Eldarion Butterblume » 15.06.2009, 00:24

(am ehesten NG, nicht oder gibts noch was besseres??)
Obs besser ist, weiß ich nicht, aber evtl. würde Größenwahn noch ganz gut passen.
Fies wäre übrigens auch, die Helden bei einer unpassenden Gelegenheit mal besagte ketzerischen Gedanken laut aussprechen zu lassen (analog dem Nachteil Selbstgespräche) und sich dann an ihren erschrockenen Gesichtern zu erfreuen, wenn der entsprechende Held bemerkt, was er da gerade in Gegenwart des Geweihten o.Ä. gesagt hat...

Wenn Du Ramon Magier sein lassen hast, wie hat er den Helden verdeutlicht, dass sie das Buch stehlen müssen?
Ich habe ihn die Helden einfach eine sehr rührselige Geschichte über die Expedition, die er begleitet (und, zusammen mit einem Kollegen, geleitet und organisiert) hat, erzählen lassen. All seine langjährigen Kollegen und Weggefährten von den Echsen gefangen / getötet / grausam geopfert, er selbst mit keiner echten Existenzgrundlage, da all seine jahrelangen Forschungen umsonst waren.
So bat er die Helden, ihm ein gewisses Buch zu besorgen, dass, seinen Nachforschungen zufolge, vermutlich ihm H'Szint-Tempel zu finden sei, damit er das alles nicht völlig umsonst erlitten hätte, damit seine Freunde nicht ganz umsonst ihr Leben gegeben hätten etc.pp.
Naja, vllt nicht die originellste Story, aber meine Jungs habens ihm ohne auch nur kurz zu zweifeln, abgekauft.

Die anderen Quitslinga standen ja noch unter Sszintiss' Befehl (und der lautete Spionage), sodass die Helden zwar des öfteren das Gefühl hatten, beobachtet zu werden, aber nie die Ursache erfuhren.
Ansonsten haben die Dämonen sich zurückgehalten.

Tja, da das Buch wie schon gesagt von Raluf und Eigor gestohlen wurde, hatten die Helden bei der Übergabe nicht viel zu kamellen. Der treue Raluf jedenfallls übergab das Buch seinem Kapitän, der es wiederum gegen die Truhe mit dem Schiff eintauschte, nachdem die Flucht geglückt war (müsste am Fuß des Chap-Mata-Tapam gewesen sein, wenn ich mich nicht irre). Danach ist Ramon dann einfach verschwunden (wenn auch etwas verwundert darüber, dass die Helden keine Probleme machten, da er, ebenso wie ich als SL, eigentlich damit gerechnet hatte, dass bei einem mysteriösen schwarzen Buch die Helden-Alarmglocken anfangen zu läuten. Aber ich glaube die Helden hatten die Hosen so voll wegen dem Schlinger und den Flugechsen, dass sie einfach nur noch weg wolten aus der Gegend :D ).

Den Schlangenfluch habe ich gestrichen. Zum einen, weil ich mir nicht sicher war, ob Sszintiss AMZ nicht näher steht als H'Szint (wegen der von ihr beherrschten und benutzten Dämonen), zum anderen, weil für einen solchen Fluch (der nach heutigen Regeln vermutlich eh nicht mehr als ein Frevlermal wäre) ein bewusstes Verbrechen gegen eine eigene Gottheit vorliegen muss. Und die Identität H'Szint = Hesinde ist ja IT allenfalls eine (ketzerische!) Vermutung, die sich aufdrängen kann. Niemand weiß wirklich, dass die beiden Gottheiten dieselbe Entität sind.
Wenn man den "Fluch" beibehalten will, so würde ich vorschlagen, das Ganze ebenfalls über ein Mal des Frevlers abzuwickeln. Interessant wird es dann, wenn (wie bei dir) die Helden schon ein solches haben. Hier wäre dann evtl. eine Verstärkung der obengenannten Maßnahmen vertretbar.
Die "Minderpakt-Keule" würde ich hier aber nicht unbedingt anwenden wollen, obwohl man es sicherlich rechtfertigen könnte, aber ich glaub zumindest meine Spieler würden das nicht so wahnsinnig lustig finden... :)

Achso, eigentlich kann Ramon ja nicht einmal den Platz des Kr'tonch betreten (im Falle einer Gerichtsverhandlung), wegen des Dolmetschens meine ich.
Hm, ich weiß nicht... Ist der Platz denn auch geweiht? Und selbst wenn. Solange es kein Hesinde/H'Szint-geweihter Boden ist, sollte er keine größeren Probleme dort haben, oder?
[Ok, hab mal nachgeschlagen: Könnte tatsächlich ein Problem sein, wenn der Platz geweiht ist. Da hab ich damals aber auch nicht dran gedacht.
Gut, bei mittlerer Empfindlichkeit und einfacher Weihe wäre es noch geradeso erträglich (1W6 SP / SR), bei zweifacher Weihe gibts schon jede KR Schaden]
Man könnte es natürlich auch so drehen, dass alle Nicht-Echsen außerhalb des Platzes warten müssen und den Platz nur betreten dürfen, wenn einer der Tempelvorsteher dies verlangt (sie quasi in den Zeugenstand beruft).

Greetz
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Beitrag von Danzelot » 16.06.2009, 09:03

Okay, NG, Größenwahn, Selbstgespräche und ketzerische Gedanken, das ist doch eine nette auswahl :-)
Die Geschichte von Ramon finde ich gut, deine Spieler habens ja auch geschluckt. Hätte in meiner Gruppe sicherlich auch funktioniert. Naja zu spät.

Und Ramon trat einfach so hinter einem Strauch hervor und 'zauberte' die Truhe herbvor? Da hätten sich die Helden doch wundern müssen.

Wo hast Du das mit dem Platz denn nachgeschlagen?
Und wo finde ich Regeln zu Minderpakten / Mal d. Frevlers? (Besitze das Tractatus noch nicht, sonst fast alles.)
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Beitrag von Eldarion Butterblume » 16.06.2009, 11:52

Naja, Ramon hat ja auch Gepäck dabei, und das Schiff in der Truhe war bei mir ein kleines Schiff in einer kleinen Truhe :) , also klein genug, um in einem Rucksack transportiert zu werden.
Und da das ganze nur wenige Meilen von dem "Echsenberg" stattfand, nahmen die Helden sich nicht wirklich viel Zeit, sich über irgendwas zu wundern, sondern wollten einfach nur so schnell wie möglich aus dem Gebiet der Achaz rauskommen, da sie auf dem Hinweg schon ständig unter Achaz-"Guerilla"-Angriffen zu leiden hatten.


Zum Platz: Ob (und wenn ja, wie "stark") der Platz geweiht ist, konnte ich nirgendwo finden, aber im Tractatus ist ne kleine Tabelle, die den drei Weihegraden (einfach, zweifach, heilig) und den drei Empfindlichkeitsstufen (leicht, mittel, stark) entsprechende Schadensstufen zuordnet.
Ein Wesen mit mittlerer Empfindlichkeit gegen [Gottheit] erleidet z.B. auf einfach [Gottheit]-geweihtem Boden 1W6SP/SR.

Zu Minderpakten und Mal des Frevlers müsste was in Wege der Zauberei und/oder Wege der Götter drinstehen.
Bin grad an der Uni, kann also im Moment leider nicht nachschlagen.

Ansonsten gabs, wenn ich mich recht erinnere, auf www.alveran.org mal ne Diskussion zum Mal des Frevlers.
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Beitrag von Danzelot » 16.06.2009, 12:55

Ah, danke, muss mir das Tractatus wirklich mal besorgen, aber da ich grad eher Diplom schreiben sollte und ich schon genug Zeit 'vergeude' mache ich das lieber erst im Herbst. Aber ich denke das wird sich auf jedenfall lohnen. Danke Dir, für die Auskünfte.

Zur Truhe: Ich vergaß, es handelt sich natürlich eher um ein 'Schächtelchen'. Verzeih.

Was mir noch zum Schlangenfluch im H'Szint-Tempel einfiel: WENN man aus Spielleitersicht davon ausgeht, das es sich bei H'Szint und Hesinde um die gleiche Entität handelt, und Hesinde ja im Prinzip am Gelingen der gesamten Phileassonexpedition interessiert sein dürfte, dann sollte sie es eigentlich doch tolerieren. Mal ganz abgesehen, dass es sich ja um ein Buch über Dämonen handelt, was im Tempel ja an und für sich nichts zu suchen hat.
Auch wenn die letzte Prophezeiung eher im Sinne des Phex steht, so könnte sie ja eigentlich auch dafür sein, dass die Helden das Buch stehlen.
Ich denke ich mache es warscheinlich davon abhängig, wer aus meiner Gruppe das Buch stiehlt. (Auf den Zwerg würde der Fluch schon passen.)

So long.

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