Umgang mit der Menge an Meisterpersonen

Diskussionen über die Questen und Hintergründe der Phileasson-Saga.
phil
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Beitrag von phil » 11.12.2013, 12:29

Ich habe die Steigerung der Meisterpersonen eher Pi mal Daumen erledigt - es wäre mir definitiv zu viel Arbeit gewesen, alle X Charaktere regelkonform zu steigern und auf den AP genau zu verwalten, also habe ich einfach nach Gutdünken alle zwei, drei Questen mal eine Eigenschaft und ein paar passende Talente hochgesetzt.
Die Steigerungen durch Spezielle Erfahrungen habe ich immer gleich bei der AP-Vergabe aufgeschrieben (wenn es denn Sinn machte).

Gustav
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Beitrag von Gustav » 04.01.2014, 12:21

Puh, alle die lieb gewonnenen NPCs sterben lassen? Das wäre ja zu schade.
Selten kommt einen Abend ein NPC mal überhaupt nicht vor, meist nehme ich mir vor dem Start noch ein paar Minuten und denke mir ein paar kleinere Szenen oder Sätze aus, die die NPCs haben können. Das hat ihnen über die Zeit genug Leben verliehen, um sowohl für mich aber vor allem für die Spieler ein klareres Bild ihrer NPCs zu zeichnen.
Gestorben sind bei mir auch ein paar, aber nicht die lieben Meisterpersonen, die hätte ich nur sterben lassen, wenn die Gruppe einen argen Fehler gemacht hätte, und ein paar Mal ist es schon sehr knapp geworden.
Ne, es gab da am Anfang noch Thorman, Thorbur, Thorlik und Thorwana. Schon an den Namen haben die Spieler erkannt, das sind Statisten und keine Meisterpersonen. Dennoch habe ich jedem von ihnen ein bestimmtes charakteristisches Merkmal gegeben und es mal laufen lassen. Bis auf Thorwana sind inzw. alle tragisch verstorben, traurige Sache war das jedes Mal.
Crottet ist bei den Nivesen geblieben, nachdem Nirka zu Sven Gabelbart ist. Das fand ich einfach passend für Crottet, war aber kein Abschieben der Meisterperson.
Sonst sind bei uns noch alle mit dabei, sogar Lailath hat uns lange begleitet.

Explizit steigern tue ich sie nicht und auch ausgearbeitet habe ich sie nie. Dennoch hat man ja eine grob Idee, was so die Jahre über passiert ist, und welche Talente wohl etwas besser geworden sind und denke mir die passende Anzahl an Talentpunkten dann einfach hinzu, wenn ich sie auf den letzten Seiten nachlese.

Da Ynu ja mal die Seeadler bekommen soll, habe ich bei ihm auch eine ganz ganz langsame Verwandlung in einen Thorwaler vorgenommen, anfangs komplett in sich zurück gezogen, selten geredet, nichts getrunken, Einzelgänger; taute er immer mehr auf, redet, trinkt, rauft, lacht und spottet hier und da sogar mal nach thorwalscher Art.
Jeder NPC hat so seine kleine Nische bekommen und die gesamte Gruppe (mir eingeschlossen) haben sie sehr lieb gewonnen und könnten sie nicht mehr aus der Saga wegdenken.
Außerdem machen sie so viele tolle Ansprechpartner und Kontakte aus, sobald die Saga mal rum ist, die man hier und da in Aventurien immer wieder antreffen kann.

Nur bei Kämpfen stört die große Anzahl Beteiligter manchmal. Bei enorm wichtigen Kämpfen spiele ich alle aus, was bei 12-15 Kämpfern (ohne Gegner) durchaus ganz schön anstrengend werden kann. Bei kleineren Kämpfen approximiere ich den Ausgang der NPCs lediglich oder werfe hier und da mal ein paar exemplarische Würfel. Aber selbst dann sind sie natürlich mit im Kampfgeschehen, sprich auf dem Plan, und machen das Gewusel noch komplexer.

Aber das alles gehört für mich bei der Saga einfach dazu. Andere Abenteuer und Kampagnen warten ja wieder mit weniger NPCs auf, so dass man der Phileasson-Saga diese Charaktereigenschaft ruhig lassen kann, so finde ich.
Und ist man durch diese Feuerprobe erst mal durch, können einem keine Zahl NPCs mehr zu viel werden. :)
Ich erinnere mich auch gerade an den Zug der Karene, oder den Zug der Bettler, das war anstrengend zum Ausspielen, und dennoch wollte ich den verschiedenen NPCs immer wieder kleinere Auftritte gönnen. Da war ich dann jedes Mal froh, wenn es nur noch meine gewohnten 6-8 Meisterpersonen waren.

Dunnagh
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Beitrag von Dunnagh » 06.01.2014, 12:24

Aber gerade bei Kämpfen geht es doch um den Spielfluss: Wenn Du NPC und NPC gegeneinander kämpfen lässt, dann machen die spieler in der Zeit nichts. Bei 6-8 NPC-Helden und 12 NPC-Gegnern bist du 18-20 Mal an der Reihe, was zu tun, bevor die Helden wieder dran kommen. Wo ist da noch die Dynamik?

Gustav
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Beitrag von Gustav » 07.01.2014, 16:29

Och, das geht schon, man erzählt halt ein bisschen was dazu und rollt mehrere Würfel auf einmal oder lässt sich von einem Tool helfen.
Ich rolle meist pro Duett von zwei Kämpfern zwei oder vier W20 auf einmal. Und je nach Dynamik/Geschwindigkeit versus Wichtigkeit dieses Duetts für den Kampf, bzw. wie viel die Helden gerade überhaupt davon mitbekommen, geht das dann eben von "Raluf landet einen heftigen Hieb, den der Maru aber gekonnt pariert. Dieser wiederum nutzt Ralufs etwas weites ausholen um seinerseits einen schnellen Stick zu landen. Raluf schreit schmerzerfüllt auf!" zu "Raluf lässt einen Schmerzschrei los!"
Ich versuche die Dynamik eben durch Schnelligkeit zu erhalten, die meisten Kämpfer bekommen nur ein paar Worte von mir ab "Ynu hat seinen Gegner im Griff, an Phileassons Schild kommt der Maru mal wieder nicht vorbei, ..."
Mit Übung und Routine geht das Würfeln irgendwann schnell genug, dass ich das Reden/Beschreiben dafür nicht unterbrechen muss.

Ich mache das ja auch nur bei wichtigen sehr zentralen Kämpfen, zum Beispiel beim Mactans, da hat man dann ja auch nur einen Gegner, das macht es einfacher. Oder bei wichtigen Endkämpfen, z.Bsp. den Marus.
Bisher habe ich eher die Erfahrung gemacht, dass es der Dynamik nicht oder nur wenig schadet, dafür aber einiges der Stimmung gut tut, wenn auch die Spieler mitbekommen, dass richtig viel los ist, oder manche Meisterpersonen sich schwer tun (wir müssen ihnen bald helfen) / sich leicht tun (sie können uns bald helfen). Auch wird die Strategie der Gruppe als Ganzes damit immer mehr verfeinert: Raluf kann gut austeilen, aber schlecht parieren, Phileasson kann dafür zwei mal parieren, usw. Daraus ergeben sich wichtige taktische Entscheidungen.
Ich finde es halt pers. immer bisschen schade, wenn mal wieder zum Klassiker zurückgegriffen wird: Anzahl der Gegner - Anzahl mitreisender Meisterpersonen = Anzahl der Gegner für die Helden. Sobald die Helden diese Anzahl besiegt haben, haben die Meisterpersonen ihren je einen Gegner auch besiegt.

Schlussendlich ist das ja eine Entscheidung (wie immer), die jeder Gruppe selbst überlassen ist und jeder so handhaben darf, wie er das möchte. Ich will hier nur aufzeigen: Es geht auch mit vielen Meisterpersonen, man muss sie nicht alle "umbringen". ;) Ich habe das am Anfang der Phileasson-Saga auch nicht gekonnt, aber eben versucht sie möglichst häufig mitkämpfen zu lassen und danach reflektiert was mir daran gefallen und was mir nicht gefallen hat; und nach dem fünften Mal ging das eben schon deutlich schneller und flüssiger. Auch die Improvisation der Kampfszenen ist langsam immer besser geworden, das war dann nicht mehr nur "Phils Attacke, pariert, Gegners Attacke, auch pariert, Raluf hat nicht getroffen, Ralufs Gegner auch nicht getroffen, Ynu trifft, Gegner pariert nicht und schreit vor Schmerz, ..."

Schattenkatze
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Re: Umgang mit der Menge an Meisterpersonen

Beitrag von Schattenkatze » 07.12.2018, 13:15

Auch, wenn es schon Jahre her ist: Das sie den Schatz aus der Spielhilfe hier im Forum gefunden haben bleiben für jeden ca 250D + Magische Gegenstände + Elfenkrimskrams.
Weiß jemand, welche Spielhilfe, bzw. welcher Schatz gemeint ist?

Woltgar Bodiak
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Re: Umgang mit der Menge an Meisterpersonen

Beitrag von Woltgar Bodiak » 07.12.2018, 21:19

Hallo,
Ich vermute, dass die Vignette ‘Der Schatz der Goldschmiede’ im Vignettenthread gemeint ist: viewtopic.php?p=513#p513
Auch zu finden in der ‘Ideensammlung zum Himmelsturm’:
viewtopic.php?f=2&t=166

Schattenkatze
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Re: Umgang mit der Menge an Meisterpersonen

Beitrag von Schattenkatze » 07.12.2018, 22:50

Vielen lieben Dank! :)

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