"Team Kooosch" Spielrundenblog - Folgt dem Drachenhals!

Berichtet von eurer Phileasson-Spielrunde!
Jyivindar
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Re: "Team Kooosch" Spielrundenblog - Folgt dem Drachenhals!

Beitrag von Jyivindar » 31.01.2021, 20:29

Abend 11 - Spielbericht
In den Drachensteinen etwa um den 10. Rahja im Jahre 1008 BF

Aus dem Reisebericht Thorgrimm Faenwulfsons, Adeptus Maior der Akademie der vereinten Künste von Schwert und Zauberstab - Kaiserlich Garethisches Lehrinstitut der angewandten kombattiven Magie, vom Schwert und Stabe zu Gareth (vormals Beilunk), der Herrin Rondra und der Herrin Hesinde zum Wohlgefallen:

Mit den ersten Strahlen, die der Herr Praios auf Dere aussandte, erwachte ich doch recht ausgeruht. Als fast schon luxuriös, im Vergleich zu den Tagen zuvor, konnte ich diese Unterkunft in einem verlassenen Stall bezeichnen. Wir waren deutlich schlechtere Orte gewohnt. Nur fand nicht jeder der unsrigen den verdienten Schlaf. Im Gegensatz zur erholten Otta, waren es Anastasia und Yeto, denen Boron wohl nicht so gnädig gesonnen war. Nachdem ich mich erleichtert hatte, sah ich die Gräfin mit Burian tuscheln. Wie er mir später verriet, hatte sie vom Erstickungstod geträumt und fühlte sich wie gerädert. Den zähen Yeto zum Reden zu bringen gestaltete sich dagegen als schwierig. Burian war sich sicher, dass er seinem Verhalten nach wohl auch Golgaris Schwingen in seinen Träumen gehört oder gar gesehen hatte.
Ich selbst versuchte derweil den Foggwulf zu überzeugen, die mir gestern aufgefallene, nahegelegene Lichtung, zu untersuchen. Etwas Zeit und Überredungskunst später, trieb Asleif die Otta zum Aufbruch an. Wir sattelten unsere Pferde und ritten los. Meiner schlechten Orientierung zum Trotz hatten wir die Lichtung bald erreicht. Mir selbst fiel nichts auf, doch Burian musste die Anwesenheit seiner Gottheit gespürt haben. Ein Stoßgebet nach einem göttlichen Hinweis später, bemerkte er einen recht bemoosten Stein. Der Boroni konnte bei näherer Untersuchung tatsächlich alte Schriftzeichen finden und er war sich sicher, dass es sich hierbei um eine Begräbnisstätte handelte. Anastasia wiederum vermochte es, die arg in Mitleidenschaft geratene Inschrift zu entziffern: „Unter Steinen ruht der Toten Staub, jungen Kriegern soll er Mahnung sein, so eilet weiter müde Wandersleut, Schlafes Bruder wacht bei diesem Stein“. Außerdem hatte hier irgendwer einen Wolfskopf eingekratzt. Mit vereinten Kräften und vor allem dank Ralufs und Yetos Hilfe, schafften wir es, den riesigen Stein beiseite zu schaffen. Darunter kamen einige, offensichtlich Grabbeigaben, zum Vorschein. Ein verwitterter Säbel und etliche Pfeilspitzen, eine lederne Pergamenthülle und silberner Schmuck. Dier war verziert mit novadischen Zeichen und Mustern wie Burian erkennen konnte. Noch interessanter war die Pergamentrolle. Nach Anastasia Urteil, handelte es sich um eine Art Abschiedsbrief handeln, in dem Erm Sen schrieb, dass er sich nun in die Drachensteine begeben wollte, um weiteren Duellen zu entgehen. Somit musste dies der Schauplatz eines weiteren Duells gewesen sein stellten wir fest. Wie sollte sonst novadischer Schmuck in diese Gefilde Deres gekommen sein. Verwundert waren wir auch über den Sand, der nicht von hier stammen konnte. Anna wollte einige Gegenstände zur späteren Untersuchung mitnehmen, hielt aber mit Burian vorher Rücksprache, der das Grab nicht weiter der Beigaben berauben wollte.
Asleif sah sich bestätigt in unserem Vorhaben, in die Drachensteine ziehen zu wollen. Erst die Karte in der Fechtschule und nun dieses Pergament. Einige Zeit und Manneskraft später war der Stein wieder an seinem Ort und während die Otta sich zum Aufbruch fertig machte, sprach Burian noch einen Segen über dieses Grab.
Nach einem Ritt von zwei Tagen erreichten wir Perainefurten, wo wir noch einmal unsere Vorräte auffüllten. Ostwärts ging es zwei oder drei Tage, bevor wir in Firuns Richtung abbogen und das Gelände langsam steiniger und unwegsamer wurde. Wir befanden uns in den ersten Ausläufern der Drachensteine. Noch kamen wir mit unseren Pferden gut voran. In der Nähe einer Felswand war es, als wir einem angriffslustigen Steinbock begegneten. Dieses elende und wildgewordene Tier nahm Fahrt auf, als wir ihn bemerkten. Wir stiegen ab um die Pferde zu schützen und Asleif riss gerade noch sein Schild hervor, als das wilde Tier ihn mit voller Wucht umrannte. Burian ließ seine Peitsche knallen und lenkte den Bock so von Asleif weg. Als nächstes hatte er es auf Raluf abgesehen, der ihn mit gezogener Axt erwartete. Eigor war noch damit beschäftigt, seine Armbrust zu spannen. Yeto hatte seinen ganz eigenen Plan. Ralufs Axt bremste den Bock zumindest so sehr ab, dass Yeto sich auf ihn werfen konnte. Doch trotz aller Kraftanstrengung, schaffte er es nicht, das Tier niederzuringen. Ein paar Meter weiter schüttelte ihn das Tier ab - oder ließ Yeto vielleicht absichtlich los? Befreit von seinem Reiter suchte der Steinbock das Weite und Ralufs Axthieb war nicht tief genug gedrungen, um uns ein exzellentes Abendmahl zu bescheren. Aber die alte Karte an der Wand der Fechtschule hatte seine Richtigkeit. Zwar war es keine ausgebaute Reichsstrasse, doch ließen sich hier überraschend leicht die Drachensteine erklimmen. Größtenteils sogar zu Pferde.
Kurz vor Einbruch der Nacht hielt Asleif inne. “Dort! Seht!“ rief er und riss den Arm hoch. Ein mächtiger Seeadler kreiste über uns. Die Otta wertete das als gutes Zeichen, war der Seeadler doch Asleifs Wappentier. Danach errichteten wir unser erstes Gebirgslager und nachdem alles nötige erledigt war, ging jeder seiner eigenen Dinge nach. Olja z.B. begann in ihrem Rucksack zu kramen und getrocknete Pflanzen heraus zu kramen. Ich erinnere mich.. sie hatte diese bei dem gottlosen Alchimisten in Winhall erbeutet. Gemischt mit Wein, den sie von Anna erhielt, überreichte sie einem sichtlich überraschten Burian den Schlauch mit der Bitte, einen Segen darüber zu sprechen. Das Ergebnis war Boronswein für den sehr überraschten Boroni. Yeto, Raluf, Eigor und der Foggwulf diskutierten noch einmal den Angriff des Steinbocks durch. Anastasia sprach wenn sie sich unbeobachtet fühlte, mit ihrer Pflanze. Dies war mir bereits vor einigen Nächten aufgefallen. Was sie wohl wieder im Schilde führen mochte? Ich selbst, stromerte etwas umher, bis mir eine Krizzelei an einem Felsen auffiel. Strichmännchen auf einem Pferd und ein Wolfskopf? Wir waren wohl auf der richtigen Spur. Als ich mich zur Ruhe bettete, fragte ich mich noch, warum die Drachensteine eigentlich Drachensteine heißen. Doch diese Frage sollte bald beantwortet werden.
Am Vormittag des nächsten Tages, als der von uns gewählte Pfad uns zwang von den Pferden abzusteigen, überflog uns ein riesiger Schatten und eine mächtige Stimme hallte in unseren Köpfen. "Wer setzt gegen das Gebot seinen Fuß in mein Königreich?" Wegzoll sollten wir zahlen: Fünf Dukaten pro Person und zwei unserer Pferde wurden gefordert. Ich höchstselbst war es, der das Wort ergriff und mit dem riesigen Schatten sprach. Mir war klar, dass es ein Drache sein musste und so stellte ich mich zuerst mit allen Titeln vor und mein Gegenüber gab mir seinen Namen Preis. Apep war er und mir war so, als hätte ich diesen Namen schon einmal gehört. Ich war mir nicht ganz sicher, aber er könnte einem Kaiserdrachen gehören. Wagemutig versuchte ich, dem Schatten die Pferde auszureden, da wir nur drei Lastpferde hatten. In diesem Terrain waren sie mehr wert als so manche unserer Habseligkeiten. Das Gold, die Enduriumplatten aus dem Himmelsturm und mein liebgewonnener Mindoriumring sollten der Preis sein. Der Schatten willigte ein. Asleif führte die Otta weiter, während ich noch hoffte, einen Blick auf den Ursprung des Schattens werfen zu können. Doch das blieb mir verwehrt. Ich schwöre bei Praios, ich wandte den Blick nur einen Wimpernschlag von den zurückgelassenen Habseligkeiten zur Otta, um zu sehen, wo es weiterging. Als ich zurückblickte, waren die Sachen weg. So schloss ich missmutig zur Otta auf.
Am nächsten Tag war es Raban, der uns Hoffnung schenkte. Olja hatte ihn abends am Nachtlager ausgesandt und als er nun zurückkehrte, hatte er tatsächlich Gebäude in einem Tal entdeckt. Das Tal der Türme musste sehr nah sein.
Die ersten Gebäude, die wir fanden waren unserer gesteinskundigen Anna nach allerdings schon Jahrhunderte alt. Teils geschmolzener Stein wie von einem Flammenstrahl ließ uns erahnen, welches Schicksal den Bewohnern widerfahren war.
Eine knappe Stunde später fielen uns Schafe und sehr wolfsähnliche Hunde auf, begleitet von Menschen. Wie konnte es hier Menschen geben? Obwohl wir sie nur in der Ferne ausmachen konnten, merkten wir wie diese zu fliehen versuchten. Doch dem geländekundigen Yeto gelang es, sie einzuholen und zu stellen. Viel Überredungskunst von seiner Seite war notwendig um diese zu beruhigen. Reisende waren wohl mehr als selten. Verständlich dass sich diese vor uns in Acht nahmen. Waren wir doch ein Trupp kampferprobter Krieger. Anastasia konnte sie vollends überzeugen, dass wir ihnen nichts Böses wollten und so erfuhren wir, dass es sogar Siedlungen hier in den Drachensteinen gab. Seltsam klangen die Sätze der beiden Hirten, die mich an ein altertümliches Garethi erinnerten. Zum Abschied wiesen sie uns den Weg nach Gerlara. Sie lag am nähesten und war auch mit unseren Pferden erreichbar. Hoffnungsvoll brachen wir auf.
Zuletzt geändert von Jyivindar am 12.02.2021, 13:46, insgesamt 1-mal geändert.

Jyivindar
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Re: "Team Kooosch" Spielrundenblog - Folgt dem Drachenhals!

Beitrag von Jyivindar » 31.01.2021, 21:27

Beurteilung des 11. Abends und ein paar Gedanken

Generell:
War primär der Reiseabschnitt von Ysilia ins Tal der Türme. Im Buch gar nicht beschrieben. Somit ein rechter impro-Abend, den ich reisetechnisch ebenfalls abgekürzt habe.
Eigentlich gehts nur im Abenteuer um die Reise durchs Gebirge. Und DIE kann man durchaus aufpeppen. Lohnt sich.

Bei mir: habe die Sitzung primär was anderes versucht, nämlich die Spieler von der "mein Held geht nach draussen" Erzählweise etwas wegzuschieben und zur Variante "ich gehe nach draussen" zu bringen. Das schwankt immer mal wieder hin und her und der Plan ging gut auf. Die Spieler fanden das auch wirklich einen tollen Abend - auch wenn an sich nicht viel passiert ist. Scheint also gut geklappt zu haben.
Habe auch Asleif und Eigor usw. mehr Profil geben wollen dadurch. Ebenfalls gut gegangen. So langsam wirds (nach nur 1,5 Jahren XD )

Ysilia - Bauernhaus und Leilath
Vielleicht muss man die Gruppe etwas auf den Duellplatz hinweisen, aber nicht zu schnell. Wollte schon den großen Fingerzeig anwenden, aber der Boroni kam mir zuvor^^
Der Geist.. puuh.. lange und X varianten überlegt (Danke an Schattenkatze für die drölfzig neuen Ideen^^), aber, ich werde diese NICHT einbauen. Und schon 2 mal nicht als Mitglied der Gruppe. Zu viele Infos, zu viele Wiedersprüche. Ne. Einfach zu optional.
Ich werde die vielleicht wiederbeleben, aber die Gruppe wird diese "passiv" bemerken. Das Gefühl verfolgt zu werden, am Pier in Mendena eine verschleierte Gestalt, dann erst wieder in Fasar usw.. das kann ich mir vorstellen, aber def. nicht als Nerf-Faktor.
Aber ich bin immernoch viel zu unsicher. So viel Potential, so viel negative Punkte.

Ysilia-Gebirge
ich habe eine simple Route genommen über Perainefurthen und dann ein Stück weit im NW wurde der Weg ins Gebirge eingeschlagen.
Tipp: paar schicke Gebirgsbilder vorbereiten. Helfen für die Stimmung.

Begegnungen
Die Zufallstabelle ist dieses mal eine tolle Idee. Aber ich habe direkt 2 mal die Ereignisse hintereinander gewürfelt, die ich nicht gebraucht habe. Somit.. Nehmt die Tabelle als mögliche Events und verwendet, was interessant ist.
Bei mir war es diese Reihenfolge:

1. Zum auflockern der Steinbock.
Endete damit, dass der 2 mal die Gruppe gekreuzt hat, einen umgerissen hat und ein Spieler mit Würgegriff auf dem herumgeritten ist. Super Sache. ^^
2. Seeadler - wurde als gutes Zeichen gewertet. von Asleif zumindest.
3. Die Erm-Sen Zeichnungen habe ich in einem Unterstand angebracht, wurden abends beim Lagern gefunden.
4. Apep. Kam bei uns gut an. Der Magier hat sich würdevoll vorgestellt und ich habe erlaubt, dass er anstelle der geforderten 2 Pferde einen Mindoriumring und etwas Endurium eintauschen darf.
5. Heulen der Wulfen. Gruppe meinte es wären halt normale Wölfe.
6. nochmal der Seeadler
7. Ein verlassenes Dorf, etwas geschmolzener Stein de rauf Drachenfeuer hingewiesen hat. Einige Gruppenmitglieder waren echt besorgt.
8. Die Hirten. Habe ich kurz vor dem Tal reingepackt um einen Ersten Eindruck vom kommenden Tal zu geben.

Steinschlag und Löwe habe ich weggelassen.


Fazit:
Och ja.. das gereite durch Tobrien war ganz ok. Macht euch Gedanken zu der Reiseroute und gerade in Perainefurthen ist ja schon einiges geboten.
Die Reise-dauer ist glaube ich auch ganz hart untertrieben. das müsste deutlich mehr Zeit kosten. Wie auch immer.
Abschnitt ist ausbaufähig und unterhält finde ich.

Jyivindar
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Re: "Team Kooosch" Spielrundenblog - Folgt dem Drachenhals!

Beitrag von Jyivindar » 01.02.2021, 19:25

4. Auf der Spur des Wolfes - Abend 12 - Vorbereitungen

Abenteuer: A173.4 - Auf der Spur des Wolfes
Schauplatz: Tal der Türme, Sturmhaupt
Grobe Plaung: Wolfskult im Tal, Sturmhaupt, Selflanatil bergen
Materialien für den Abend

- Digital: selbstgezeichnete "ingame"-Karte vom Sturmhaupt, Karten des Labyrinths im Felsen, Zeichnungen eines der Türme, paar Szenenbilder und sowas für Atmosphäre
- Digital für Meister: Karten, nur mit Nummern
- Zum Anfassen: online :-/
- Musik: Klassiker bei mir - Skyrim Ambiente via Discord Bot

Absicht des Abends
Zuallererst steht das Tal im Vordergrund. Ich versuche hier das zurückgebliebene und Vergessene rüber zu bekommen. Aus dem Grund will ich mir einige altertümliche Wörter und Redewendungen zusammensuchen. Bsp.:
"Weiland war dortselbst ein Kämpe positioniert, der nach dem Wurme blicken sollte."
(Über die Türme - Früher war an der Stelle ein Krieger positioniert, der nach dem Lindwurm Ausschau halten sollte.)
.. ich hoffe nur, ich bekomme das hin. Muss mir da ein paar Sachen rausschreiben. Vielleicht klappts ^^

Besondere Szenen:
- Ein Mitspieler soll mal was interessantes erhalten, nämlich ein Artefakt, das ich aus D&D geklaut habe. Ein Deck of Illusions. Zu finden bei der Hexe. Allerdings in einer schwachen Form. Es soll die weiteren Runden etwas auflockern und auch mal andere Möglichkeiten bieten mit Situationen fertig zu werden.
Hierzu habe ich 9 Karten gebastelt, eine keltische Darstellung eines Wolfes, Karen, Pflanzen usw. draufgemalt und der / die Spielerin, die das findet, bekommt die Karten zugeschoben. Mals sehen, ob Sie drauf kommt, dass man die zerreißen muss.
Ergebnis ist dann eine kleine stationäre Illusion, wobei ich hier dem Spieler auch Mitspracherecht einräume, was ungefähr passieren kann
- Ich habe aber so die Vorahnung, dass die Hexe in Wolfsgestalt mit den Wulfen oder den Wölfen kommunizieren soll. Da muss ich schauen, dass ich nicht zu viel verrate.
- Beorn und neue Mannschaft
Da bin ich sehr gespannt, was da passieren wird. Denn die Gruppe holt langsam auf. Und zum Finale werden beide Trupps zusammentreffen. Hier bin ich super gespannt. Und einen genauen Plan habe ich noch nicht.
- Treffen von Yeto mit Lenya
Zum ersten mal in Gestalt von Pardonna. Mus ich noch ausbauen.
- Magier Thorgrimm und Anna treffen auf die Magierin von Beorn.

Grober Plan bisher .. ist ja noch etwas hin.. vllt fällt mir was besseres oder konkreteres ein zu jeder Szene

Jyivindar
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Re: "Team Kooosch" Spielrundenblog - Folgt dem Drachenhals!

Beitrag von Jyivindar » 19.02.2021, 08:39

Ruine am Sturmhaupt um den 12. Rahja im Jahre 1008 BF

Aus dem Reisebericht Thorgrimm Faenwulfsons, Adeptus Maior der Akademie der vereinten Künste von Schwert und Zauberstab - Kaiserlich Garethisches Lehrinstitut der angewandten kombattiven Magie, vom Schwert und Stabe zu Gareth (vormals Beilunk), der Herrin Rondra und der Herrin Hesinde zum Wohlgefallen:

Die Bewohner dieses merkwürdigen Ortes sprachen nicht nur ein schwer verständliches Garethi, es schien auch aus einer vergangenen Zeit zu stammen. Zu den Verständigungsschwierigkeiten kamen dann auch noch der Argwohn der Bevölkerung hinzu. Den ersten brauchbaren Ansprechpartner fanden wir im hiesigen Wirtshaus, das stark nach Birnenschnaps duftete. Aber selbst hier konnten wir nur wenige Informationen erfragen und zogen nach einer Stärkung noch am selben Tag weiter gen Nissingen.
Praios strahlte noch über uns, als wir Nissingen erreichten und die Begrüßung war ähnlich kühl wie in Gerlana. Der Rondraschrein und die Dienerin der Leuin war unser erster Anlaufpunkt. Die Rondrageweihte begrüßte uns zumindest in traviagefälliger Manier. Sofort begann Sie uns von Jofune, der Riesenlindwürmin zu erzählen, die hier vor Urzeiten das Land terrorisierte, ehe sie von Rondra selbst erschlagen wurde. Aus dieser Zeit stammten auch die vielen Türme überall, um nach dem Drachen Ausschau zu halten. Ziemlich beeindruckt betrachteten wir darauf ihr Heiligtum, dass aus einem Drachenschädel bestand und angeblich einer von Jofunes Schädeln gewesen sein soll. Als wir sie auf Beorn ansprachen, gab sie uns das Wissen, dass er nah war, da er erst gestern aus dem Dorf gejagt wurde. Ein Erm Sen war hier ebenfalls unbekannt. Danach verabschiedeten wir uns.
Auf dem Weg zum Gasthaus versperrte uns ein Berittener mit seinem Gefolge den Weg. Er stellte sich als Bergvogt Wulfhart vor und ließ keinen Hehl daran, dass wir so schnell es ging, wieder verschwinden sollten. Burian war es, der ihn mit kargen Worten überzeugen konnte, uns wenigstens eine Nacht Aufschub zu gewähren. Einwilligend ließ uns der Bergvogt ziehen. Vorerst.
Im Gasthaus glich unsere illustre Truppe wohl einer Attraktion, denn mehr und mehr Dorfbewohner füllten die Halla. Doch kaum einer wagte, mit uns zu sprechen. Nur der Wirt, mit seinen merkwürdigen Avancen war mehr als verdutzt, als er erfuhr, dass Reto nicht mehr Kaiser in Gareth war. Dann begannen Yeto und Raluf, ihre Kräfte zu messen. Unter den prüfenden und begeisterten Blicken der Zuschauer war es jedoch Olja, die beinahe mit den Hünen mithalten konnte. Als ich mich zurückziehen wollte, war leider an Schlaf kaum zu denken. Kein Wunder, bei dem Krawall, den die Übrigen veranstalteten. Also packte ich meinen Stab und ging nach draußen. Da bemerkte ich einen der Dorfbewohner, wie er mit einer Ziege im Schlepptau aus dem Dorf schlich und das obwohl der Ausgang nach Einbruch der Nacht verboten war. Ich beschloss ihm zu folgen, wollte ich doch wissen, was er vorhatte. Ich hatte das Dorf kaum verlassen, als ich bemerkte, dass auch ich verfolgt wurde. Zu meinem Glück war es nur der Diener des Raben. Er berichtete, dass Ynu ihn auf mein Verschwinden aufmerksam gemacht hatte und er meine Umrisse gerade noch am Dorfrand wahrgenommen hatte.
Während Burian und ich den Bauer verfolgten, weckte Anastasia den Rest der Otta. Zumindest wurde mir so berichtet. Sie war es, die unser Fernbleiben bemerkte. Yeto und Eigor eilten schnell zum Pferdestall in dem sie uns vermuteten, doch noch ehe sie ihn erreichten, ward ihnen bewußt, dass sie beobachtet wurden.
Wir setzten indes unsere Verfolgung gen Osten fort, als Yeto, gewollt oder ungewollt, mit einem seiner Verfolger zusammenstieß. Glücklicherweise war er so geistesgegenwärtig, dass er ihm klarmachen konnte, dass er nur den Abort suchte.
In der Zwischenzeit, hatten wir so etwas wie einen Ritualort erreicht und Burian und ich wurde Zeuge, wie der Bauer die Ziege auf einen Felsen führte. Etwas blitzte im Licht des Madamals, dann blöckte die Ziege und kurz darauf war es ruhig. Den schemenhaften Schatten nach, hatte er die Ziege aufgeschlitzt. Eiskalt lief es mir den Rücken hinunter, als der Bauer wie ein Wolf zu heulen begann. Einmal, Zweimal, dann trat er zurück und schien sich auf den Rückweg zu machen. Während ich dem Bauer nachsah, wurde Burian von Oljas Raban entdeckt und landete in unserer Nähe, ein Stück leeres Pergament in den Krallen haltend. Der Diener des Raben kritzelte ein paar schnelle Zeilen über unsere Lage und befestigte sie an Rabans Bein. Er sollte zurück zu Olja und Asleif kehren, bevor wir dem Bauer nachschlichen.
Eigor und Yeto saßen ihrerseits in der Scheune fest und wurden weiterhin beobachtet. Anastasia fiel ebenfalls auf, dass die Gruppe aufs schärfste beobachtet wurde und schlussfolgerte, dass die Mitglieder sich wohl nicht frei bewegen könnten. Also beschloss sie, ein Ablenkungsmanöver zu starten. Sie spazierte in die Nacht hinaus und während alles Interesse dem Osten galt, spazierte sie gen Westen. Ynu begleitete sie, weil er sie beschützt wissen wollte - dabei wusste ich genau, dass sich die kleine Gräfin sehr gut zu helfen weiß.
In der Scheune grübelten Yeto und Eigor darüber nach, wie sie ihre Verfolger abschütteln könnten. Sie nutzten die Gunst der Stunde und schlichen sich davon, als die Augen der Nacht mit Anastasia beschäftigt waren.
Irgendwo im Wald verloren Burian und ich die Fährte des Bauern. Niedergeschlagen kehrten wir zum Dorf zurück, doch am Dorfrand trafen wir schon auf Yeto und Eigor. Schon kurz darauf stießen auch Anastasia und Ynu dazu. Ynu half uns zwar, die Fährte des Bauern wiederzufinden, doch schon kurz darauf standen wir wieder im Dorf. Der Bauerntölpel hatte uns zum Narren gehalten.
Ermattet und niedergeschlagen begaben wir uns wieder zum Wirtshaus und teilten unsere Erlebnisse mit unserer Otta. Asleif befahl alle zur Ruhe, weil er bereits in den frühen Morgenstunden sich diese Opferstelle anschauen wollte.
Nach einem nährenden Frühstück und einem weiteren Übergriffsversuch des Wirtes, platze Burian der Kragen. Einschüchternd trat der Boroni an den lüsternen Wirt heran und sein unheimliches Wesen drängte den Wirt zurück. Ich hätte schwören können, dass es im Raum deutlich kälter geworden war und man einen frostigen Handabdruck für einen kurzen Moment an der Schulter des Mannes sehen konnte.
Zufrieden grinsend machten wir uns auf den Weg. Praios Strahlen enthüllten an dem Opferfelsen so manches Geheimnis, dass Burian und mir in der Nacht verborgen geblieben war. Der weiße Stein enthielt Inschriften und Abbildungen von Erm Sen und dessen Sieg über ein Wolfsrudel, einer Burg und aufrechtgehenden Wölfen. Ynu entdeckte ältere und frischere Knochen, doch obwohl hier gestern eine Ziege geschlachtet worden war, war nirgndwo Blut zu finden. Einem Geistesblitz Yetos hatten wir es zu verdanken, dass wir einen doch noch zu einem Anhaltspunkt kamen, wo sich diese Ruine befinden mochte. Als wir das Tal betreten hatten, so erinnerte er sich, hatte er weiter oben eine solche Ruine gesehen. Asleif sandte daraufhin Olja aus, die Gegend um die Ruine zu erkunden. Während wir unsere Pferde bestiegen und losritten schraubte sie die Sense ab, klemmte sich den Holzstab zwischen die Beine und entschwand in die Lüfte. Auf unserem Weg bergauf, kamen wir auch an einer offensichtlichen Lagerstelle vorbei und nach einer kurzen Untersuchung waren wir uns sicher, dass Beorn und seine Otta hier genächtigt hatte. Von ihnen fehlte jede Spur und doch beschlich uns wieder dieses Gefühl, das wir beobachtet wurden. Immer wieder stießen wir auf Hufspuren und auch Wolfsspuren. Gegen Mittag erreichten wir eine Klam, die uns zwang, zu Fuss weiterzuziehen. Ungern ließen wir Ohm bei den Pferden zurück, doch der Rest machte sich auf, die Klam zu durchschreiten und das dahinterliegende Plateu zu erklimmen. Zu unserem Glück gelang der Otta die Kletterpartie und so fanden wir uns auf dem Plateu vor einer wenig Vertauen erweckenden Hängebrücke und einer gut gelaunten Hexe wieder. Sie half uns, den Abgrund vor der Ruine zu überwinden, ehe sie Asleif informierte, dass sie nichts von Beorn gesehen hatte.
Bei der Erkundung der Ruine fiel uns zuerst die umgefallene Rondrastatue auf, die wir mit vereinten Kräften wieder an ihren ursprünglichen Ort rückten. Ich hoffte wohl, so das Wohlgefallen der Leuin für uns zu erbitten und auch Burian stieß ein Gebet aus. Danach zog das eingestürzte Gebäude in der Mitte unsere Aufmerksamkeit auf sich, den eine riesige Erdspalte hatte das Gebäude geteilt und der Riss zog sich so tief in den Boden, dass darin nichts, aber auch gar nichts, zu erkennen war. Selbst das Geräusch von Anastasias geworfenem Stein brauchte lang, bis er an unsere Ohren drang. Immerhin war sich Eigor sicher, dass die Ruine deutlich älter war, als es Erm Sen gewesen sein mochte. Die Überreste des Herrenhauses offenbarten Burian einen Lagerraum mit längst vergessenen und unbrauchbaren Vorräten. Yeto und Eigor sahen sich den vermeintlichen Burgfried an. Zumindest was von ihm übrig war. Nach oben ging es nicht mehr, doch die Beiden fanden eine Falltür, die zumindest in die Tiefe führte. Dies musste der Kerker dieser ehemaligen Burg sein. Was die Beiden jedoch stutzig machte, war, dass der Kerker einen Weg in den Berg aufwies und während ich noch diese Zeilen kritzele, macht sich die Otta schon bereit, dem Pfad in den Berg zu folgen.
Zuletzt geändert von Jyivindar am 24.02.2021, 15:46, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: "Team Kooosch" Spielrundenblog - Folgt dem Drachenhals!

Beitrag von Jyivindar » 19.02.2021, 09:41

Beurteilung des 12. Abends und ein paar Gedanken

Generell:
Meine Bemühungen fruchten langsam. Die Gruppe hat sich diesesmal seeeehr viel Zeit gelassen und war mehr mit Rollenspiel beschäftigt, als wirklich knallhart mit der Story vorran zu kommen. Somit waren wir halt im Tal der Türme und sind jetzt am Sturmhaupt kurz vor der Höhle.
Wenn die das so wollen und Spaß haben... "who am I to judge?" ^^
War ein netter Abend, unterhaltsam.

Anmerkung: Die Spieler haben den Plot allerdings größtenteils irgendwie komplett ignoriert und irgendwas anderes gemacht. Sogar die Holzhammer Methode klappte nicht und ich hätte nen Katapult mit ner Blockhütte drauf gebraucht, aber dann einfach akzeptiert. Ist halt so.
Habe für mich auch mal wieder was notiert.. wenn die Spieler absolut nicht einem Hinweis nachgehen wollen - dann halt nicht.. Und 5 mal drauf hinweisen mache ich nicht mehr: dann halt nicht. Dann bekommen die halt Probleme oder scheitern. Irgendwann fällt halt der Welpenschutz auch mal ^^

Tal der Türme
Generell habe ich das als sehr interessante Region beschrieben. So mitten im nirgendwo diese Idylle. Obstbäume hier, Schafe dort. Feine, schön verzierte Gebäude, kaum Zäune oder gar Pallisaden (Vorteil der Lage: es kommt halt nicht alle paar Monate zu Orküberfällen oder sonstwas)
Neugierige Blicke, Eltern die die Kinder ins Haus ziehen. Am nächsten Tag direkt mal die Büttel vor der Tür gehabt incl. einigen Einheimischen als Unterstützung - die Reisenden begutachten.
Da es keine Münzprägung gibt, ist das Geld sehr alt, abgegriffen und die Preise unverschämt günstig. Man frägt nach dem aktuellen Kaiser und wie sich dieser "Reto" so macht..

Fazit: Hat flair.

Dialekt und Sprache
Es wurde erwähnt, dass hier ein sehr altes Garethi gesprochen wird. Das wurde direkt mal als Gimmick des Abends eingebaut. Ich wollte aber nicht sowas wie "Heda, Knappe, bringe er mir den Krug" oder sowas.. nein.
Älter!
Also habe ich nach antiquierten Begriffen gesucht und mir die rausgeschrieben. Für jeden Spieler einige kurze Begriffe notiert, für paar Bereiche in der Taverne oder auf der Strasse 2-3 Sätze gebildet und dann lief das.
Der Magier war ein "Geheimkünstler", die Gräfin wurde als "schokant" bezeichnet, Drache wurde zum "Wurme" und ein anderer war ein "Hagestolz". Dann habe ich Sinnsprüche erfunden wie "...machts gut und tretet nicht bloßfüßig in die Nesseln!" - was man denen öfters mal hinterher gerufen hat als Verabschiedung. Running Gags eingebaut wie "ist die Person dort schon großjährig?" . Einige spieler haben nebenbei schon immer nachgegoogelt^^
Sicher kann man noch eins draufsetzten und Mittelalterliche Minnegesänge rezitieren, aber da ein Gespräch führen.. puuuuhh.

Fazit: Es ist kein großer Aufwand, aber die Spieler waren total angetan. Gute Sache!

Erm Sen, Wolfskult und Co.
Man hat sich des öfteren nach Erm-Sen erkundigt und ich habe jedesmal mit "Erbsen? Ja, die gibt es in Wollhus" oder sowas geantwortet.
Niemand kannte ihn, keiner wusste was - und die Spieler haben nicht nachgehakt. Jeder hat das alles einfach so hingenommen :-/
Die Bevölkerung wurde als Hinterwäldlerisch und zurückgeblieben deklariert und keiner ist von der Meinung den gesamten Abend abgewichen.
Ich habe extra hier und da so kleine Hinweise plaziert..
- Schnitzereien an den Häusern haben hier und da kleine Wölfe abgebildet
- Fast alle Bürger haben irgendwas mit "wulf- oder -Wolf" im Namen. Das haben die Spieler tatsächlich gemerkt. Aber auch nicht nachgehakt
- In einem Dorf wurde "ausversehen" erwähnt, dass man wegen Wölfen doch besser in den Dörfern schlafen sollte. Im nächsten Dorf wurde gesagt "kein Thema, schlaft einfach im Freien. Wölfe sind kein Problem hier". Geklappt hat, dass die Spieler hellhörig werden und die Aussagen diskutiert haben. Allerdings wurde auch niemand befragt. :?
- Spuren die man finden konnte (allerdings dann die Probe versemmelt :lol: )
- Bevölkerung weicht in Gesprächen Fragen zu solchen Themen aus - einmal wurde danach gefragt und dann die Aussage als "ok, passt schon" abgestempelt. Wieder nicht nachgefragt..
- geplant war, dass die Spieler die Geburt eines Schafes miterleben und der Satz "es ist das 7.te" oder so fällt. Heimlichkeiten kündigen sich an und der Plot kann losgehen. ABER - keiner der Spieler war irgendwo in der Nähe eines Ortes, wo ich das einstreuen hätte können. Blöd.
- Ein Wunder war dann, dass ein Spieler nach 4 Anläufen tatsächlich einem der Bauern gefolgt ist. Das war dann schon fast gescriptet aber nun gut.
Ich meine.. "du gehst also raus, dich zu erleichtern. *würfelprobe usw.* dir fällt auf, wie sich eine Person in Richtung der Ställe aufmacht. Den ganzen Abend sind nur Schaulustige in die Taverne hineingegangen, aber nicht herausgegangen. Was machst du?" - "ich geh wieder rein, wollten noch Armdrücken." :roll: argh
(grobe Zusammenfassung^^)

Fazit:
Rechnet wie immer damit, dass die Spieler nicht alle Hinweise finden. Bereitet Backups vor und wenn das alles nicht hilf, Scriptet was.

Jyivindar
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Re: "Team Kooosch" Spielrundenblog - Folgt dem Drachenhals!

Beitrag von Jyivindar » 19.02.2021, 10:12

4. Auf der Spur des Wolfes - Abend 13 - Vorbereitungen

Abenteuer: A173.4 - Auf der Spur des Wolfes
Schauplatz: Sturmhaupt
Grobe Plaung: Sturmhaupt, Selflanatil bergen
Materialien für den Abend

- Digital: selbstgezeichnete "ingame"-Karte vom Sturmhaupt, Karten des Labyrinths im Felsen, paar Szenenbilder und NPC Bilder
- Digital für Meister: Karten, nur mit Nummern
- Zum Anfassen: in kleines selbstgeschmiedetes (so lala) schwert für den Finder der Klinge :-) , Karten mit Illusionszaubern, bei einem Spieler im Haus versteckt. Gnihihi. Der hat nicht schlecht gestaunt. Lagen da schon 2 Wochen.
- Musik: Klassiker bei mir - Skyrim Ambiente via Discord Bot

Absicht des Abends
Ging wieder schneller als gedacht und dementsprechend habe ich nur meine Aufzeichnungen vom letzten mal wieder rausgekramt.
- Ich will das Abenteuer diesesmal anschließen. Bin mir aber nicht so sicher, ob die tatsächlich die Klinge auch erhalten werden.
- Die Wulfen rüberbringen. Denen sind die Spieler so genial tollpatschig aus dem Weg gegangen bisher.. und bei der einzigen richtigen Chance haben die Würfel gesprochen, dass das jetzt nicht passt.
- Beorns neue Mannschaft präsentieren
- Lenya und Pardona .. gerade in Hinblick auf Yeto.. mal schauen

Besondere Szenen:
Kein Ahnung. :-/

Ich habe schon länger überlegt, wie es ausgehen könnte.
Kampf gegen die Wulfen oder nicht, nur beschreiben, rennt die Gruppe in einen Kampf von Beorn gegen die?
puuhh...
Ich habe echt keinen wirklich guten Plan, was dabei rauskommen kann. So garnicht. Der Roman bietet hier eine nette Variante an, die ich als Notfall verwenden würde.
Was ich aber haben will ist, dass die Mannschaft Beorn trifft. Nur wie und wo.. puuuh
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Jyivindar
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Re: "Team Kooosch" Spielrundenblog - Folgt dem Drachenhals!

Beitrag von Jyivindar » 24.02.2021, 15:46

Vallusa Ende Rahja im Jahre 1008 BF

Aus dem Reisebericht Thorgrimm Faenwulfsons, Adeptus Maior der Akademie der vereinten Künste von Schwert und Zauberstab - Kaiserlich Garethisches Lehrinstitut der angewandten kombattiven Magie, vom Schwert und Stabe zu Gareth (vormals Beilunk), der Herrin Rondra und der Herrin Hesinde zum Wohlgefallen:

Die Fackeln und mein Zauberstab waren schnell entzündet und so wagten wir uns durch den Spalt im Kerkerraum in den Berg hinein. Eigor ging der Otta voraus, gefolgt von Yeto und Asleif. Dann Burian, Anastasia, danach Raluf, Ynu, Olja und meine Wenigkeit. An der ersten Gabelung teilten wir uns auf. Ich hielt das für keine gute Idee, aber Yeto, Anastasia und Burian ließen sich nicht abhalten. Doch schon bald waren sie wieder bei uns, denn ihr Gang mündete in dem riesigen Riss, eben jener, der an der Oberfläche schon das halbe Haus hinweggerissen hatte.
In der Zwischenzeit hatte der Rest eine natürliche „Halla“ gefunden, die in früheren Zeiten wohl die Behausung von Jemandem gewesen sein musste. Wir fanden vermoderte Bettreste, Tierknochen und für mich besonders merkwürdig, die Wände beschmiert mit Zauberzeichen. Stümperhaft gezeichnet und ohne jegliche Anordnung ergaben sie aber keinen Sinn, oder erkannte ich den Sinn dahinter nicht?
Ein Windhauch und ein flattern unserer Fackeln zeigte uns einen weiteren Ausgang, den wir sonst vielleicht übersehen hätten. So folgten wir dem Weg tiefer in den Berg, bis wir vor einem Felssturz standen. Phex sei es gedankt, dass der Zwerg auf unserem Weg eine Abzweigung gesehen hatte oder zumindest glaubte er das. Und Recht sollte er behalten. Doch auf diesem Weg fanden wir uns vor einer Steinwand wieder, vor der ein überfluteter Tunnel lag. Wie weit mochte er wohl reichen und ging es dahinter weiter? Asleif wollte es herausfinden und auch Raluf machte sich schon tauchbereit, als ihn der Foggwulf zurückpfiff. Er forderte Seil und Burians immerbrennende Laterne aus dem Himmelsturm. Das Licht sollte angeblich auch unter Wasser brennen und genügend Seil bekam er von Yeto. Er band es dem Hetmann um, bevor dieser das Wasser betrat und nochmal tief Luft holte. Dann tauchte er ab. Atemlos standen wir dort in der Dunkelheit und warteten. Unendlich lang dauernde Sekunden rieselten durch Satinavs Stundenglas, die sich zu Minuten formten. Dann plötzlich spannte sich das Seil, nur um kurz darauf zu erschlaffen. Ratlos standen wir immer noch da, als Luftblasen unseren Hetmann ankündigten. Scharf sog er Luft ein, ehe er verkündete, dass es dahinter weiterginge. Wiederum galt unser Dank Burian, der durch seine wasserfesten Taschen ermöglichte, dass wir unsere wichtigsten Utensilien trocken auf die andere Seite bringen konnten. Der Tauchgang war nicht für alle so einfach und selbst der schwimmerfahrene Raluf hatte hinterher nur Nasses in seinem Gepäck. Mir selbst wurde beinahe die Luft knapp, aber irgendjemand half mir weiter und so schafften es sogar meine teuren Bücher trocken hindurch. Anna ging es deutlich schlechter und so musste Sie von Asleif gerettet werden.
Dahinter kam die nächste Gabelung und Eigor führte uns murrend nach links weiter. Rechts ginge es nur zum eingestürzten Teil und wer wolle schon auf der anderen Seite stehen, rief er. Außerdem murmelte er ständig, dass er lieber bergab und tiefer hinein wollte. Eine Sackgasse später erreichten wir eine Engstelle, die die Ersten von uns schon mutig passiert hatten, als wir ein unschönes Knacken in den Ohren und ein widerliches Beißen in der Nase hatten. Der Fackelschein Anastasias und Asleifs offenbarte den Ursprung. Der Gang war übersät mit widerlichen Glutlingen. Die rattengroßen Viecher knackten, wenn man darauftrat und gaben so ihr ätzendes Sekret frei, dass schon begonnen hatte, den Beiden die Stiefel zu zerfressen. Schnell drängten sie zurück. Nach kurzer Beratung mit Eigor, der die Dinger schon gesehen hatte, zückte Olja Lampenöl. Sie warf die Viole mitten in den Raum und Asleif schmiss seine Fackel hinterher. Stattlich loderte das Feuer im Asselraum. So vertrieben oder töteten wir die Asseln, hatten aber nicht den Rauch und den Qualm bedacht, der nun begann, uns den Atem zu nehmen. Schnell eilten wir tiefer in den Berg, da Qualm ja bekanntlich nach oben steigt. Weiter ging es in diesem Labyrinth aus Gängen, Räumen, die nach Wolf stanken und Sackgassen, bis wir Fackelschein erahnten und inne hielten.
Wolfsgeheul drang an unsere Ohren, als der Fackelschein um die Ecke bog und uns Phex einen Streich zu spielen schien. Eine stämmige Gjalskerin war zu erkennen, dann einige bornischer Söldner. Als nächstes offensichtlich eine Magierin, ein Armbruster und ein dunkelhäutiger, der eine Zweililie hielt und eine letzte Person. Ehe wir realisierten, wer es war, schallte Asleifs Ruf durch die Gänge: „Beorn!“ Wir hatten uns im Schildwall sortiert, als die andere Gruppe zum Stehen kam und wir im Schein ihrer Fackeln ihre Verfolger erkannten. Wölfe! Viele Wölfe! Sogar einige, die auf zwei Beinen liefen. So kam die wilde Jagd zum stehen und jeder harrte der Dinge, die da kommen mochten.Nachdem einige Freundlichkeiten zwischen uns ausgeteilt wurden, entsandte Beorn einen der Männer, die Tunnel zu erkunden. Anna folgte diesem aus Neugierde. Sie schienen eine seltsame Brücke gefunden zu haben.
Nach kurzem Abwegen befahl Beorn den Vormarsch und wich vor uns in eben jenen Nebengang aus. Asleif, der das Manöver durchschaut hatte, hies uns, sie zu verfolgen und so taten wir auch. Hinter uns setzten sich auch die Wölfe in Bewegung. Der Gang mündete in einer Höhle, die von einer Schlucht geteilt wurde. Zum Glück führte eine Art Steinbrücke über dieselbe. Sowohl Beorns Gruppe als auch unsere Otta schaffte es hinüber. Die Wolfsmeute jedoch blieb ein paar Schritt vor der Steinbrücke stehen. Warum verfolgten Sie uns nicht weiter? Sowohl Asleif als auch Beorn kommandierten ein paar Wachen ab, während sie weitereilten. Auch mich trugen meine Füße weiter, bis wir erneut eine Höhle erreichten. Bei firungefälligen Temperaturen kamen alle zum Stehen. In der Höhle kauerten in einer Ecke zwei Leichname und die Überreste eines riesigen Wolfes. Es dauerte nur wenige Sekunden, bis alle realisierten, worauf wir gestoßen waren.
Im Fackelschein blitzte etwas Silbernes. Selflanatil. Dann stürmten Yeto, Olja, Beorn und der Bornländer los. Alle gleichauf, nur Beorn hing etwas zurück. Seine Bewegungen wirkten etwas steif. Phex sei es gedankt, dass ich ihn mittels Paralys berühren konnte, ehe er losstürmte. Yeto und Beorns Söldner waren die ersten, als plötzlich ein riesiger, blau leuchtender Geisterwolf aus dem Kadaver erschien. Der erschreckte Söldner änderte schnell die Richtung und versuchte, von der Gestalt wegzukommen. Yeto hingegen bleib standhaft und erreichte das Schwert als Erster. Er konnte es aber nicht dem toten Griff entwinden. Dies schaffte Beorn, der den Söldner das Schwert aus der Hand riss. Noch ehe er Selflanatil emporstrecken konnte, fing er sich einen ordentlichen Fausthieb unseres Hetmanns ein. Dann brach das Chaos einer gepflegten thorwalschen Rangelei aus. Yeto wurde im Schwitzkasten von Beorn gehalten, Beorn von Asleif, der Wiederum vom Söldner Beorns attakiert wurde. Auch Burian und Olja prügelten sich mit dem Krieger aus der anderen Mannschaft. Anna schrie schon fast die Geweihten an, dass wir die Klinge zuerst hatten und uns der Sieg zustand - ungewöhnlich für die sonst so gefasste Gräfin.
Die beiden Traviageweihten schafften es schließlich, die Recken zur Räson zu bringen. Die beiden Hetleute diskutierten und jeder beanspruchte das Schwert für sich, bis die beiden Geweihten ihr Urteil gefällt hatten. Sowohl Lenja, als auch Shaja sprachen Yeto das Schwert zu. Widerwillig akzeptierte Beorn das Urteil und warf dem Foggwulf das Schwert vor die Füße. Griesgrämig zog er mit den Seinen von dannen.
Als Asleif das Schwert aus der Scheide riss, schimmerte es zu unserer allen Überraschung blau auf. Anna und Burian hatten indessen den zweiten Leichnam untersucht und als er die Toten noch segnete, fand Anna ein paar Spielkarten und eine zerrissene Karte. Auffällig zeigten sich die urtümlichen Motive des Kartenspiels mit Baum, Schwert, Rabe, Rose, Bär und Feuer. Die Gräfin überließ dem Boroni die Karten, die über deren Sinn meditieren wollte.
Kurz darauf verdrehte er die Augen und ward wie weggetreten, doch das fiel kaum jemand auf. Alle Augen waren auf Asleif und Yeto gerichtet. Der Foggwulf hatte dem Söldner die Klinge zur Verwahrung übergeben. Doch als dieser es aus der Scheide riss, war kein Leuchten zu sehen. Während wir noch rätselten, kam der Boroni wieder zu sich und murmelte etwas von Mendena. Merkwürdig, ich dachte immer, die Prophezeiungen kämen von den Dienerinnen der Travia? Wir zogen ab.
Vor der Steinbrücke trafen wir erneut auf Beorn und seine Otta. Jenseits der Steinbrücke warteten immer noch die Wölfe und rührten sich nicht. Sie lauerten. Unsere kleine Gräfin war die Erste, die ihren übermenschlichen Mut beisammen hatte und sich auf die Brücke wagte. Zumindest bis zur Hälfte, ehe sie ins Stocken kam, da sich die Wölfe auf sie zu bewegten. Burian sprach derweil ermutigende Worte an Yeto, der sich sogleich ebenfalls auf die Brücke traute. Während die Gräfin und der Söldner die Brücke meisterten und wohl schon überlegten, wie sie mit den Wölfen verfahren sollten, wetterte ich gegen Beorns Schergen. Doch mein Versuch, ihnen Informationen zu entlocken, war vergebens. Die Beiden jenseits der Brücke hatten offensichtlich den Schlüssel gefunden. Sie verbargen ihre Waffen und so ließen die Wölfe sie passieren. So folgte der Rest von uns und wir blieben unbehelligt. Kaum hatten wir ein paar Meter zwischen die Wölfe und uns gebracht, erhöhten wir das Tempo, bis wir fast aus dem Berg rannten. Schnell suchten wir unsere Pferde und gleich darauf das Weite.
Während der Rückreise an den Ufern der Misa träumte auch Shaya von Mendena. Am nächsten Abend mit dem aufziehenden Nebel erhielten wir die gesamte Botschaft.
Interessant nur, dass sowohl die Geweihte der Travia, als auch unser Boroni diese empfingen. Uns war, als ob ein schwarzen Mann durch die Nebel schritt und beiden die Hand auflegte. Die Berührung der Hand der Traumgestalt ließ die Beiden schreiend und mit schmerzverzerrten Gesichtern losreden. Doch damit nicht genug. An Burian trat eine nebelige Gestalt einer Frau heran und berührte ihn ebenfalls. Wurden die ersten Zeilen noch zusammen vorgetragen, wich die letzte Strophe bei beiden ab. Es gab einen Unterschied, bei Swafnir!
Schnell war unser Plan gefasst, in Vallusa eine Passage nach Mendena zu buchen, doch zuvor sollten wir uns bei Stiefel Justus neu eindecken. Die Glutlinge haben doch ihre Spuren hinterlassen.
Zuletzt geändert von Jyivindar am 02.03.2021, 08:15, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: "Team Kooosch" Spielrundenblog - Folgt dem Drachenhals!

Beitrag von Jyivindar » 24.02.2021, 16:22

Beurteilung des 13. Abends und ein paar Gedanken

Generell:
Ich mochte den Abend nicht. Irgendwie hat mir das Finale nicht gefallen und das Setting im allgemeinen nicht.
Es sind einfach viel zu viele Hintergrundinfos, die sich den Helden NIEMALS erschließen werden können. Ich kann mir das nur so vorstellen, dass man durch intensives Ausfragen der Leute an einige Infos kommt, sizzieren der Wulfen vielleicht, Magische Analyse usw. und selbst dann muss man noch gut kombinieren.
Ne, das wars für mich nicht wert und wenn die Gruppe nicht mitmacht, dann klappt es eh nicht.

Aber.. jetzt zum Labyrinth und dem Finale:

Tipps:
ich habe das leere Stockwerk weggelassen. Das Labyrinth war auch schon so lang genug.
Daher abgekürzt und etwas knackiger gemacht. Hier ein Wasserloch durch das man durch muss, da eine verschüttete Wand durch die der Wind pfeift. Glutlinge deren Sekret die Stiefel zersetzt. Bekämpfung durch Lampenöl lässt die oberen Bereiche der Höhle in Qualm verschwinden.
Aber auch hier hatte die Gruppe wieder Dusel: KEINE der Wolfshöhlen war belegt. Alle waren leer.
Irgendwie haben die bei sowas echt das Glück gepachtet. Eisberge trennen sich nach 2 Runden, die Monster fallen nach 2 Runden zusammen und hier alles leer. Naaaa gut.

Beorn und Co
Die Gruppe traf auf Beorns Mannschaft, die sich sehr Vorsichtig durch die Höhle vorwagten und dabei die Wölfe nicht angegriffen haben. Ich habe mir das so vorgestellt, dass die das sehr gut abgewägt haben und das Risiko nicht eingehen wollten. Daher wurde nicht angegriffen. War "ok". Hätte es anders gemacht vielleicht.

Jedenfalls wurden die Chars alle eingeführt und auch die Magierin ausreichend hochnäsig/arrogant dargestellt.

Da es irgendwie auch etwas schleppend ging (ich war nicht so fit an dem Tag und ziemlich generft) habe ich das ganze eher kurz gehalten, ständig gewartet was passiert und habe eher reagiert was die spieler machen. Selber wenig beschrieben. Nunja. klappt halt nicht immer.
Jedenfalls hat sich die Gruppe hinter dem Monolithen auf der anderen Seite der Spate zurückgezogen und nur ein Teil der Mannschaft ist weiter ins innere.
Hier hat man Erm Sen gefunden und es gab ein Wettrennen - der Magier hat sogar Beorn einen Paralys verpasst. Man darf sie ja nur nicht töten.
Beorn hat dann das Schwert aus der Hand von Yeto gerissen, der als Erster an der Waffe war. Gab dann eine hitzige Diskussion mit den Geweihten und eine heftige Prügelei. Das war schick!

Hättet dabei sein sollen Zitat:
"moment, ich schau mal eben, ob der NPC nicht flink hat"
-- Was? Nein, der hat ne Rüstung und das geht ja garnicht und der Vorteil fällt weg und der kann nicht schneller sein!
ich: "schonmal was von Belastungsgewöhnung gehört?"
-- ach .. humm.. nein, das geht nicht und überhaupt bin ich schon losgerannt.
ich: "ja, und ich habe gesagt alles passiert jetzt dann gleichzeitig, also gebt mir einen Moment, ich muss...
-- Bin ich schon an der Leiche?
ich: "MOMENT bitte!"

Oder "wir hatten das Schwert zuerst und *fuchtel vor den Schiedsrichterinnen* wir waren zuerst und haben das gewonnen!"
Die hatten echt Panik irgendwie und haben mich teils garnicht ausreden lassen.
:? war etwas anstrengend, aber auch verständlich
So retrospektiv.. es war eigentlich schön. Die wollten nicht versagen und haben wirklich gekämpft.

Auch habe ich anschließend offen gesagt, dass ich auch ein Scheitern absolut einkalkuliert habe. Wenn die wo anders abgebogen wären, dann hätten die halt versagt. Immerhin ist es ein Wettrennen und keine Besichtigungstour.
(musste ich mal loswerden) Gab überraschte Gesichter... Aber stimmt doch eigentlich...

Flucht
Habe ich so gelöst, dass wenn man keine Waffen erhebt oder aggressiv vorgeht, dann lassen einen die Wulfen passieren.
Gut, kann man machen.. war für mich "ok".

Selfanatil und das Leuchten
Tja.. Leuchtet wenn Namenloses wirken in der Nähe ist und Pardona steht 2 Meter daneben.
Also.. was passiert? Die Klinge wird ausgepackt: leuchtet.
Kurz drauf wird die wieder gezogen, aber Pardona ist nicht mehr da. Klinge also "normal".
Alle wundern sich...
Wieder trifft man auf Beorn : Klinge wird erneut gezogen um was zu testen und das Ding flammt wieder auf.

War so meine Idee und sorgte für ordentliche Überraschung.


Special: Die nächste Prophezeihung:

Hier habe ich eine Anpassung vorgenommen und eine kleine Glanzleistung vollbracht (na, ich bin jedenfalls stolz^^)

Shaya spricht die Prophezeihung (die ja von Boron kommt diesesmal) und Burian (Diener des Rabens) ebenfalls.
Beide in der selben angestrengten Haltung und alle im selben Tonfall - Bis auf die Letzte Zeile.
Die Dunkle Gestalt tritt nur an Shaya heran, an Burian tritt aber der Geist seiner Mutter heran und "beschützt" ihn.
Somit sagt Shaya die teils falsche Prophezeihung, Burian die richtige.

1. Zweifel an der Natur der Nachrichten: denn man geht doch eigentlich von Travia-Ritualen aus, die an Travia-Geweihte gerichtet sind.
Hier will ich den Übergeordneten Plot "die Götter mischen kräftig mit" mal etwas hervorheben.

2. Will ich die Spieler nicht mit falschen Aufgaben quälen. Weiss nicht ob das sonst klappen kann - bin halt vorsichtig. Somit gibt es 2 zur Auswahl. Mal sehen was dabei raus kommt.

3. Burians Background etwas ausbauen.


Ende des Abenteuers. Ich bin Irgendwie froh. Ich fands teils echt klasse, teils echt schwierig.

Jyivindar
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Re: "Team Kooosch" Spielrundenblog - Folgt dem Drachenhals!

Beitrag von Jyivindar » 24.02.2021, 16:27

5. H'Rangas Kinder - Abend 14 - Vorbereitungen

Abenteuer: A173.5 - H'Rangas Kinder
Schauplatz: Mendena, Perlenmeer
Grobe Plaung:
Materialien für den Abend

- Digital: Karte von Mendena
- Digital für Meister: Karte von Mendena
- Zum Anfassen: :-( online
- Musik: ToDo.

Allgemeines zu diesem Abenteuer
- Das Abenteuer ist natürlich sowas von "Moby Dick", das es fast schon weh tut XD
Aber das ist auch gut so!
Denn eine Mitspielerin ist totaler Fan des Buches. Also werde ich mein Bestes geben um eine schicke Atmosphäre auf dem Schiff schaffen zu können.

- Wir werden nochmal mit der Ankunft in Mendena beginnen, bei dem die Sturmvogel noch nicht vor Anker liegt.
Die Gruppe soll diesesmal viel mehr von Asleif geführt werden und ich will das Thema "Seeschlange" richtig etwas hervorheben. Darum soll es ja gehen und auch die Problematik, dass keiner der Kapitäne wirklich an so einem Unterfangen Interesse hat.

Hätte ich das Schiff direkt zu Beginn im Hafen gelassen, wäre die Gruppe direkt darauf zugesteuert und ich wollte aber noch etwas Zeit um das ganze auszuarbeiten.

Besondere Szenen:
Bisher sind mir noch nicht viele in den Sinn gekommen, ich denke wir werden aber Probleme haben, wenn wir die Gräfin aufs Schiff bekommen wollen. Die "kann ja nichts" in dem Sinne. Aber ein guter Heiler ist immer viel Wert. Warum also nicht.
Zur Not sagt Asleif was von einem "Gesamtpaket" der Mannschaft und/oder nimmt das als Kriterium für das Unterfangen.

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Re: "Team Kooosch" Spielrundenblog - Folgt dem Drachenhals!

Beitrag von Argolf » 08.03.2021, 13:55

Ich muss jetzt einfach antworten!
Vielen Dank für deine Berichte. Ich leite selbst und bewundere deine Ideen - ich lüpfe meinen imaginären Hut!!!! Ganz große Klasse.
Mach weiter so - es macht wirklich Spaß, die Berichte zu lesen.
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Jyivindar
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Re: "Team Kooosch" Spielrundenblog - Folgt dem Drachenhals!

Beitrag von Jyivindar » 08.03.2021, 14:47

Ja - jederzeit einfach gerne hier rein-schreiben, gerade wenn es ein Lob ist :mrgreen:
und danke dir :-)

Die Berichte hat ein Mitspieler übernommen, weil ich sonst echt nicht hinterher gekommen wäre. Die ersten 1-3 Abende habe ich noch in mittelprächtiger Roman-Form geschrieben, dann hat er übernommen.
Freue mich über jedes Feedback und ich hoffe das meine persönlichen Einschätzungen und Tipps auch dem einen oder anderen helfen können.
Karten gibt's ja auch immer Mal wieder - je nach Zeit und die ist ja immer viel zu knapp ;-)

Jyivindar
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Re: "Team Kooosch" Spielrundenblog - Folgt dem Drachenhals!

Beitrag von Jyivindar » 08.03.2021, 14:58

Mendena, der 22. Rahja im Jahre 1008 nach Bosparans Fall


Aus dem Reisebericht Thorgrimm Faenwulfsons, Adeptus Maior der Akademie der vereinten Künste von Schwert und Zauberstab - Kaiserlich Garethisches Lehrinstitut der angewandten kombattiven Magie, vom Schwert und Stabe zu Gareth (vormals Beilunk), der Herrin Rondra und der Herrin Hesinde zum Wohlgefallen:

Schnell hatten wir ein Schiff gefunden, dass uns von Vallusa aus Richtung Mendena mitnahm. Doch zuerst musste neues Schuhwerk her. Nur gut, dass wir hier in Vallusa bereits eine gute Adresse kannten. Dank der Hilfe und dem Verkaufstalent von Stiefel Justus betraten wir also, ausgestattet mit neuem Schuhwerk, das Schiff.
Ein paar ereignislose Tage später liefen wir auch schon in den hübschen Hafen Mendenas ein. Schnell verließen wir diese Nussschale und der Weg zog uns direkt in die Stadt. Am Marktplatz trennten sich nun unsere Wege, zumindest für einen Tag. Asleif stellte es jedem frei, den Tag so zu verbringen, wie er es für richtig hielte und wir wollten uns am morgigen Tag wieder hier vor dem Praiostempel mit der goldenen Kuppel treffen.
So zogen wir getrennt los und ich fand mich, mitten in der Stadt, alsbald in einem Garten wieder. Ich bewunderte die Blütenpracht ausgiebig, ehe ich realisierte, dass ich mich in einem Tempel der Tsa befand. Geweihte fand ich jedoch keine und ließ - göttergefällig wie ich bin - meinen Obulus am Opferstock. Zumindest glaubte ich, dass es der Opferstock war, da sich dieser inmitten der Blüten befand. Tsa hilf, dass es keine Vogeltränke war. Auf der Suche nach Wissen wies man mich zum nördlichen Stadtrand. Auf einem Hügel wurde ich auch fündig. Einige Collegas und Helfer waren hier am Werk, die Überreste der Illusionsakademie abzutragen, zu retten und zu katalogisieren. Reto Rübenbrant, ein Schüler der ehemaligen Spektabilität Gerion Eboreus Rothnagels, klärte mich auf, dass der ehemalige Schüler Xeraan die Akademie geplündert und abgefackelt hatte. Sie selbst wären seit dem auf der Suche nach Büchern und Artefakten. Nicht um sich zu bereichern versicherte er mir, sondern um mögliche Gefahren für die Bürger zu entfernen. Immerhin ist das hier kein Bauernhaus gewesen, sondern eine Akademie. Während ich tatkräftig half, diskutierte ich ausgiebig mit Reto über die Aspekte der Illusionsmagie. Wir setzten den Disput ausgedehnt fort, als er mich zu sich zum Essen einlud. Mada stand schon weit am Himmel, als ich mich von ihm verabschiedete und mich mein Weg zum tobrischen Hof führte. Dort verbrachte ich eine kurze aber luxuriöse Nacht, ehe ich mich zum Marktplatz begab.
Das bekannte Gesicht unseres Söldners erkannte ich von Weitem, denn das Grinsen in diesem nostrischen Gesicht, war kaum zu übersehen. Sein Weg hatte ihn zuerst zur Statue des heiligen Jarlak geführt, der hier so etwas wie der Landesheilige war. Auch passierte er einen kleinen Firuntempel, wo er eine Opfergabe niederlegte. Vom Hügel der Heiligenstatue aus, stach ihm ein eigenwilliges Gebäude ins Auge, wie man es aus ganz Aventurien kennen mag.
Mit einer sehr teuren Flasche Wein vom Markt im Arm betrat er den Bau und sein Bauchgefühl hatte ihn nicht betrogen. Er fand sich in einem Rahjatempel wieder, wo er zuerst seine Flasche und etwas Gold spendete und nach seiner Aussage die ganze Nacht der Rahja huldigte, nur als Vorbereitung für Lenya, verstand sich.
Immernoch den Kopf schüttelnd erschrak ich beinahe, als der Boroni vor mir stand. Er hatte eben noch seinen Vorrat an Kerzen aufgestockt, als er Yeto und mich bemerkte. Er hatte die Kneipen des Hafenviertels besucht und nach seine Aussage hatte er in der „Piratenbraut“ sogar einen Freund gefunden. Ich war mir unsicher, was er damit meinte. Ich vermutete ja eher, dass die Seeleute ihn gemieden haben und ein armer Tropf kam dem Boroni wohl nicht mehr aus. Es wird sich zeigen, ob er geschafft haben mochte, Leute für eine Seeschlangenjagd anzuheuern.
Nun stieß auch Olja und Raban zu uns. Olja hatte Raban gen Firun ausgesandt, ob er etwas über Beorns Aufenthaltsort herausfand. Leider war sein Ausflug nicht von Erfolg gekrönt und so hatte Olja den Abend damit verbracht, dass Gefieder ihres Vogels zu pflegen.
Danach trudelte so langsam der Rest unserer Otta ein. Allen voran natürlich Asleif und Ohm, dann Raluf und Eigor, die ziemlich gerädert aussahen und natürlich Ynu. Raluf und Eigor hatten den Abend in einer zwielichtigen Seemannskneipe verbracht und das Hochprozentige floss wohl in Strömen. Angroschs Sohn war allerdings nicht nur verkatert, sondern auch richtig grantig und beschwehrte sich laufend, warum man dort kein Schlafseil in seiner Höhe gehabt hatte. Was er damit wohl gemeint hatte?
Zu guter Letzt traf auch unsere Gräfin am Marktplatz ein, die ihren Aufenthalt im tobrischen Hof, genau wie ich, sehr genossen haben musste. Zumindest sah sie sehr ausgeruht aus, obwohl sie dem örtlichen Adel aufgewartet hatte. Angeblich war sie sogar zum Herzog von Tobrien, Kunibald von Ehrenstein, vorgelassen worden. Ich fragte mich ja immer noch, warum man diesen Günstling der Krone in diesen Randbezirk verbannt hatte. Anastasia hatte ihm entlockt, dass in wenigen Tagen ein neues Schiff getauft und zu Wasser gelassen werden sollte. Anwesend soll auch die „Seeadler von Beilunk“ sein. Allein der Name war für den Foggwulf ein gutes Zeichen und so kamen wir nicht drumrum, der kaiserlichen Werft einen Besuch abzustatten. Dank Anastsias blauem Blut wurde uns sogar Eintritt gewährt und wir konnten dieses Prachtstück von einem Schiff hautnah begutachten. Bis zu vierhundert Mann sollten darauf Platz finden. Wahrlich eine Augenweide für jeden Seefahrer, doch uns konnte sie nicht weiterhelfen. Rückbesinnend auf die Prophezeiungen suchten wir schließlich ein „beinernes“ Schiff.

Ein wenig entmutigt beschlossen wir, die „Piratenbraut“ zu unserem Hauptquartier zu machen, ein wenig nachzuforschen und ein paar Tage abzuwarten, ob Satinav und Phex uns ein Zeichen geben würden. Unsere Erkenntnisse der folgenden Tage waren spärlich: Von Beorn fehlte weit und breit jedwede Spur, aber es gab Geschichten und Gerüchte über ein „beinernes“ Schiff. Sturmvogel wurde sie genannt und sie war angeblich ein verfluchter Haifänger. Sie hatte wohl Schiffbruch erlitten und zur Reparatur sollen heilige Bäume der Mohas verwendet worden sein, woraufhin ein Schamane das Schiff verflucht hatte. Wer weiß was an dieser Geschichte wahres dran ist.

Ein paar Tage später spielte Satinav seine Karten aus. Wir saßen, wie jeden Abend in der Piratenbraut, als ein Moha und ein kleiner Blonder in die Kneipe kamen und Matrosen anheuern wollten. Das war jedoch kaum von Erfolg gekrönt. Der Foggwulf schien nach einem kurzen Gespräch der Heuer nicht abgeneigt und begab sich mit seinen beiden Beratern Yeto und Ohm zu einer Unterredung mit dem Kapitän Bacha. Der Rest wartete ungeduldig auf die Rückkehr unseres Hetmanns.
Ein paar Stundengläser später war es endlich soweit. Asleif kehrte mit Yeto zurück. Jeder von uns starrte wie gebannt auf den Foggwulf, als er verkündete, dass wir auf der Sturmvogel angehuert hatten. Diese Vereinbarung gilt solange, wie wir eine Seeschlange ausmachen. Dann würden wir eben diese jagen.
Am nächsten Morgen begaben wir uns früh zum Hafen und lernten sogleich das Schiff und einen Teil der Mannschaft kennen. Der kleine Blonde war Buckmann, der Steuermann und der Moha hieß Tokamujak oder so und war Harpunier. Dann gab es da noch Piequod, den zweiten Steuermann und Efferdgeweihten und Haldar, die Schiffsköchin.
Nach kurzen Grußworten betraten wir den Pier, wo die Sturmvogel vor Anker lag. Als wir das Schiff erblickten, war uns klar, wir hatten unser Schicksal gefunden. Die Sturmvogel war das Knochenschiff und jedes, der angsteinflößenden Gerüchte über ihr Aussehen war wahr. Prächtig, aber makaber, dachte ich bei mir, als wir das Schiff betraten und uns zum Auslaufen vorbereiteten.
Zuletzt geändert von Jyivindar am 10.03.2021, 15:59, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: "Team Kooosch" Spielrundenblog - Folgt dem Drachenhals!

Beitrag von Jyivindar » 08.03.2021, 15:54

Beurteilung des 14. Abends und ein paar Gedanken

Zeit für die Vorbereitung: 40 Minuten + die Karten und Stadtkenntnis vom vorletzten mal. Habe mich auf das Adelshaus konzentriert und lag damit auch richtig. Schade, dass wir vorher nicht die "Verschwörung von Gareth" oder "Gaukelspiel" durch hatten. Dann wäre das echt Top gewesen.
Egal.. Jedenfalls sind wir jetzt auf dem Schiff und eben in See gestochen.
Wirklich netter Abend, auch wenn nicht viel Story-mäßiges passiert ist.
Man könnte sich hier über das Flair einer Hafenstadt erkundigen. Hier und dort mal was einstreuen wie "es riecht nach Tang und Algen" oder dass viel los ist, bei der Brauerei liegt eine würzig-hopfige Note in der Luft usw usw.
Gespräche hier und da usw. Das kam bei mir etwas zu kurz leider.

Generell:
Nochmal das Ende des letzten Abends durchgegangen, bissi erwähnt was passiert ist, nochmal SAUBER abgeschlossen und nicht so durchgebrochen wie letztes mal.
Ich war mir auch recht sicher, dass jeder der Gruppe irgend was anderes machen wird - und hatte recht.

- Boroni habe ich in die Taverne "Piratenbraut" gelotst, der will Gassenwissen steigern und hat einen armen Seemann den gesamten Abend unter Beschlag genommen, der abergläubisch war und nicht weggekommen ist. - hier bissi Seemannsgarn zu dem Schiff, das der Boroni sucht eingestreut. (er hatte ja da eine Vision von dem Pott mit den Knochen und Gräten)

- Magier habe ich in der Akademie untergebracht .. bzw.. was davon übrig war. Theoretisches Gerede halt und nicht direkt Plotrelevant - zu Seeschlangen konnte er auch nur wenig herausfinden

- Die Gräfin ist zielstrebig zum Adelshaus gestapft und hat denen ihre Aufwartung gemacht. Dachte ich mir schon.

- Söldner hat sich auf dem Markt umgesehen, Wein gekauft und ist zum Rahja-Tempel um dort Nachhilfe zu nehmen in Sachen Eheliche Pflichten. (Lenya halt) Warum nicht ^^

- Asleif und die Mannschaft sind Kapitäne suchen gegangen und haben jemanden aufgabeln wollen, der Seeschlangen jagt. Leider Fehlanzeige.

- Meinen Char: TOTAL vergessen :-/


Plotrelevantes
Habe mir zu den Seeschlangen ein bißchen was zusammengeschrieben, was der eine oder andere sagen könnte. Übertreibungen hier, Sagen dort und ein wenig "Angst-mache". Die Thorwaler kommen gleich mit H'Rangar Gezücht an und Spucken auf den Boden.

Habe 2 Tage dann übersprungen, weil das für uns nicht passte. Es hat jeder aber noch berichtet, was er denn alles so treibt in der Zwischenzeit. War ok für mich.

Als dann die Anwerber in die Kneipe kamen, musste ich die Gruppe direkt ausbremsen - die sind allesamt aufgesprungen und haben gleich geschriehen "wir kommen mit!!" und das, obwohl ich noch nichtmal was von der Heuer erwähnt hatte XD Tatendrang und Ungeduld halt ^^
Habe dann einen Spieler mit Asleif zusammen losgeschickt und dem grob die Verhandlungen mit Bacha erklärt.
War dann aber auch schon egal, in der Zwischenzeit waren alle bereits Aufbruchbereit und wollten direkt aufs Schiff hehe.
-- Habe das auf den nächsten Tag gelegt weil ich ja das Schiff schön beschreiben wollte.

Am Ende habe ich jeden irgendwo eine Rolle auf dem Schiff zugeteilt bzw. denen das als Hausaufgabe gegeben.
Meine Hexe wird tatsächlich Bootsführerin, der Söldner Harpunierer und die Gräfin/Magierin unterstützt Buckmann als Heilerin/Konserviererin.
Bei den anderen weiß ich noch nicht recht wie und was, aber da fällt mir schon was ein. Zur Not Deckschrubber.

Special: Die Magierin will ja ihre Alraune zu einem Alraunigen Begleiter formen. Aber es werden in DSA5 unmengen an Blut benötigt. Hier lernte Sie schonmal die Besonderheit von Hai-Herzen - In der Alchimie nutzbar bei Tränken als Blut-Ersatz.
Bingo! Die wird ganz andere Kämpfe auf dem Schiff ausfechten, nämlich Konservieren, Haltbarmachen, abfüllen und Unterricht über sowas durch den Heiler. Blutbeschmiert und erschöpft wird sie in die Hängematte fallen. Freu mich ^^

Noch eine weitere Aussicht: einem Spieler ist aufgefallen, dass die Namenlosen Tage bevor stehen. Diese will ich unbedingt spielen und habe irgenwo ein paar Vorschläge aufgegabelt. Die werden auch so vorkommen um etwas Stimmung zu erzeugen :-)

Jyivindar
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Re: "Team Kooosch" Spielrundenblog - Folgt dem Drachenhals!

Beitrag von Jyivindar » 08.03.2021, 16:12

5. H'Rangas Kinder - Abend 15 - Vorbereitungen

Abenteuer: A173.5 - H'Rangas Kinder
Schauplatz: An Bord der Sturmvogel
Grobe Plaung: Haijagd, Leben auf dem Schiff, Namenlose Tage, Seeschlangen
Materialien für den Abend

- Digital: paar Pläne, aber nichts selbstgezeichnetes
- Digital für Meister: Pläne, Route usw.
- Zum Anfassen: :-( online
- Musik: ToDo. - Sea shanties manchmal. Da bastel ich mir ne schicke playlist. Ich will aber kein Ambient Zeug. Lieber nette düdelmusik nebenbei

Allgemeines zu diesem Abenteuer

Moby Dick überall. Leben auf dem Schiff, alltag und Flair. Ich hoffe das klappt.
Würde ja die Seereise allgemein kürzer halten, aber das mache ich der Spielerin zu liebe nicht.
Ich habe die Reiseroute grob geplant, fand ich etwas verwirrend, weil davon gesprochen wird, dass der Maraskansund durchfahren wird, und der ist halt auf der anderen Seite der Insel. Egal. ich fahr im Norden, Nord Östlich an Maraskan vorbei und gut iss.


Besondere Szenen:
Hier will ich den Spielern ein wenig die Zeit vertreiben und jedem "seine" Aufgabe zukommenlassen.
Burian: (Spielerin, Moby Dick Fan) soll einfach das größtmögliche Moby Dick flair haben. Daher bleiben die Namen auch so wie empfohlen. Bacha, Buckmann usw. Haie werden ausgesungen und nicht ausgerufen, das erklären wie man Haie zerlegt usw. wird erklärt, auch das Leben und arbeiten auf diesem Kahn. Davon wird die am meisten haben. Gut, Haijadg usw..
Mannschaftsmitglied: Tashtego mit seinen Orakelknochen ist DER anlaufpunkt für unseren Runenwerfenden Boroni. Mal sehen, was sich da an Gesprächen ergibt.
Allerdings bekommt Burian auch eine .. na .. wieder was zu seiner Herkunft und da beginnt der aaaaaller Erste Handlungsschritt meines Masterplans, der nach der Saga umgesetzt wird.
Thorgrimm: Der war sich nicht sicher, was er an Bord machen soll, weil er ne Pfeife auf Booten, an Harpunen oder sonst wo ist. Das werde ich ganz anders handhaben. Er wird der Bordmagier und wohl die mächtigste Waffe im Kampf mit möglichen Piraten. Hallo? Jeder Kapitän wäre froh, einen Abgänger der Schwert und Stab Akademie dabei zu haben, wenn es gegen Piraten (nein, keine geplant) geht. Das Lebende Bordgeschütz ist dann nicht in Gold aufzuwiegen. Insofern ist er der wertvollste Teilnehmer an Bord für Buckmann. Wird auch viel geschont und daher von der Mannschaft nicht sooo geschätzt werden.
Olja: Mein Char, der irgendwo geparkt wird.. ist aber die Beste der Truppe wenns um Boote fahren geht, also werde ich ihr ein Boot + Mannschaft aufs Auge drücken. Höchsten Wert der Gruppe mit Stangenwaffen.. Zwar kann se die nicht werfen, aber sieht dabei verdammt gut aus.
Yeto: der Söldner wird als Harpunier eingesetzt und ist ganz vorne mit dabei, wenns auf Haijagd gehen wird. Er kann zwar auhc nicht werfen, aber das bekommen wir schon hin. Wird seine GESAMTE Bewaffnung abgeben müssen, wie alle anderen auch. Das wird.. interessant.
Hier will ich aber ein paar Glanzmomente haben. Er soll wirklich zeigen, wozu er körperlich im Stande ist und sich von anderen Mitspielern abheben.
Anna: Die Heilmagierin und Gräfin wird von Pequod beschäftigt. Heilung, konservierung und die "Geheimnisse" des Haiblutes sollen ihr helfen diesen alraunigen Wurzelsepp vorzubereiten, den sie mitschleppt. Mal sehen.. Salzwasser und Topfpflanzen vertragen sich nicht so gut. Vielleicht ein Dilemma, dass jemand krank wird und man Alraunensaft benötigt oder so. Dann noch unfälle und amputationen bei Hai-Opfern .. das wird echt ne anstrengende Reise für die Gute.

Haijagd - will ich wie im Abenteuer beschreiben machen. Mal sehen was dabei rum kommt. Mir gefallen die Ansätze eigentlich, vielleicht vereinfache ich das etwas. Aber ließt sich eigentlich gut. Befürchte aber, dass sich seltsame Konstellationen ergeben und drum bediene ich mich nach der ersten erfolgreichen Jagd an Moby Dick: ein Char wird von der Fangleine vom Beiboot gerissen.

Namenlose Tage:
die werden bei mir vorkommen. Definitv. Eigentlich wollte ich diese super spektakulär machen, aber ich denke hier und da subtile Andeutungen sind das mindeste. Bei Langeweile der Spieler werde ich in der Trickkiste kramen und paar events starten.
Fauliges Essen, Windstille, Sturm, usw. Mal sehen.

Seeschlangen:
Bin mir nicht sicher ob wir so weit kommen. Aber spätestens nach dem hier, werde ich den Abend beenden.

Jyivindar
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Re: "Team Kooosch" Spielrundenblog - Folgt dem Drachenhals!

Beitrag von Jyivindar » 05.04.2021, 15:59

5. H'Rangas Kinder - Abend 15 - Spielbericht

Boran auf der Insel Maraskan, Ende Rahja/Anfang Praios im Jahre 1007/1008 nach Bosparans Fall

Aus dem Reisebericht Thorgrimm Faenwulfsons, Adeptus Maior der Akademie der vereinten Künste von Schwert und Zauberstab - Kaiserlich Garethisches Lehrinstitut der angewandten kombattiven Magie, vom Schwert und Stabe zu Gareth (vormals Beilunk), der Herrin Rondra und der Herrin Hesinde zum Wohlgefallen:

Swafnir sei Dank, wir sind noch am Leben. Beinahe hätte uns das Hrangarsgezücht auf den Grund des Perlenmeeres geschleudert. Doch alles der Reihe nach.
Kaum das wir an Bord der Sturmvogel angekommen waren, wurde unsere Otta schon der Crew zugewiesen. Der Foggwulf bekam selbstverständlich das Kommando über seinen eigenen Haifänger. Auch Olja bekam ihr eigenes Kommando. Yeto, Ynu und Raluf kamen zu den Harpunieren, obwohl unsere kleine Anastasia den besten Wurf abgab. Doch Bukmann erkannte, dass ihre Talente beim Heiler besser aufgehoben waren. Burian und Ohm wurden der Crew der Sturmvogel unterstellt. Mir brachte man den nötigen Respekt entgegen, mir keine lästigen Aufgaben aufzubürden, was mir nicht gearde das Wohlwollen der Mannschaft einbrachte. So stachen wir am 22. Rahja des Jahres 1007 in See. Bereits jetzt war uns Swafnir und Efferds Wohlwollen gewiss, als ausgerechnet der einäugige Bororni Wale aussang. Und wahrlich, am Horizont bließ ein Wal ein Wasserfontäne in den Himmel. Auch Piequod, der Efferdsdiener erkannte es als gutes Omen und hielt sogleich eine Schiffsmesse ab. Vermutlich hätte es ihm nur bedingt gefallen, dass ich in den Mast Swafnirs Symbol ritzte, doch unsere Ottajasko erfreute es.
Abends, als sich Olja und Yeto von den Strapazen des Schiffsalltags erholten, sah ich Burian, wie er mit seinen Runen hantierte, als sich ein Moha zu ihm gesellte und wiederum seine Knochen auf Burians Runen warf. Kurz darauf murmelte der Moha etwas davon, dass Burian nicht allein sei und er weiter den Kurs halten sollte. Danach verschwand der Moha angsterfüllt. Die Erklärung dazu gab mir Ynu. Ein Mann, der nicht allein wandle, war ein verfluchter Mann.
Ich selbst erwachte des Nachts durch ein pochendes Geräusch. Ich folgte ihm auf Deck und sah, wie der Kapitän das Deck auf und ab schritt und nichts seinen Blick vom Meer trennte. Ich erkannte auch, dass das pochende Geräusch von seinem Bein rührte, dass ganz offensichtlich aus Knochen bestand.
Der nächste Tag verlief ereignislos, bis auf die Schiffskolonne, die uns am Horizont passierte. Erneut verließ der Kapitän nur nachts seine Kajüte.
Wir schrieben den 24. Rahja, als Burian ein ausführliches Gespräch mit Ynu bezüglich seines Landsmannes hatte und offensichtlich mied Tashtego den Boroni auf Grund des bösen Omens, dass seine Knochen ihm gezeigt hatte. Das konnte auch Burians Geschenk, ein Talismann nicht ändern. Das verdutzte Gesicht des Boronis hätte ich gern selbst gesehen, als sich der Moha mit dem Dolch ritzte, sich mit seinem Blut einrieb und Burian einfach stehen ließ.
Es muss kurz nach Mittag gewesen sein, als die weiße Rückenfinne eines Ifirnhais ausgerufen wurde. Kaum war der Ruf verklungen, polterte der Kapitän an Deck und zur Rehling, warf ein einen Blick zur Finne und rief:“ Der Mocha, hinterher“ Dann ging er zum Mast, zog eine Dukate aus seinem Gewand und nagelte sie mit einem Dolch an den Mast. Die Belohnung für die erste Harpune, die den Hai treffen mochte. So nahmen wir die Verfolgung auf.
Über einen Praioslauf verfolgten wir den Ifirnshai, bevor er uns entschwand. Fast hätte man meinen können, Hranngar wollte sein Geschöpf vor uns verstecken. So kehrte schnell wieder Normalität an Bord ein. Anastasia hatte derweil Piequod die Geschichte um den Mocha entlockt. Dieser extrem aggressive Ifirnshai war es, der Kapitän Baccha einst das Bein kostete. Piequod selbst war es, der das Leben des Kaptäns wie durch ein Wunder rettete und ihm die Knochenprothese mit Magie anlegte. Baccha indes hatte dem Ifirnshai Vendetta geschworen und war seitdem von der Kreatur besessen.
Burian versuchte derweil weiterhin sein Glück mit Tashtego, dem Mohaschamanen, doch Phex verwehrte ihm erneut seinen Erfolg. Yeto erfuhr dafür von der Mannschaft, zu der er mittlerweile einen guten Umgang pflegte, im Gegensatz zu mir, dass beinahe alle an Bord, sowohl Angst, als auch Respekt vor Baccha hatten. Die Ausnahme schien Buckmann zu sein, der den Kapitän auch ab und an in seine Schranken wies. Mich selbst mied man, wo es nur ging. Vermutlich war es der Aberglaube, der mich in solch schlechtem Licht stehen ließ.
Am nächsten Tag mussten wir uns einer mittelreichischen Zollkontrolle unterziehen. Eine Bireme kreuzte vor uns auf und einige Mittelreicher kamen an Bord und unterredeten sich mit Baccha. Nach etwa einer Stunde war der Spuk vorbei und wir setzten wieder Segel.
Aller Mißmut, vor allem der der Thorwaler, war verschwunden, als wir am Tag darauf erneut Wale sichteten. Swafnir war immer noch auf unserer Seite.
Und nur einen Tag später stieg auch die Stimmung der Mannschaft wieder, als wir am Rand des Perlenmeeres auf einen Schwarm Haie trafen. Sofort wurden die Beiboote für die Jagd bereit gemacht und mit ihrer Besatzung zu Wasser gelassen. Von der Rehling der Sturmvogel konnte ich mit ansehen, wie unser Schiff umgebaut wurde und die Beiboote sich langsam dem schäumenden Wasser näherten. Während Baccha und die anderen Harpuniere schon zu Werke gingen, bereitete sich die Sturmvogel bereits auf die Weiterverarbeitung der Haie vor. Es dauerte seine Zeit, bis die Beiboote zurückkamen mit einem, vor Stolz platzenden Yeto. Dem großen Jäger firungleich, hatte er eigenhändig einen dieser Tigerhaie erlegt. Nun begann die Arbeit, des Rests der Mannschaft, doch erst forderte unser Söldner noch einen Zahn seiner Beute als Trophäe. Als die Haie zerlegt wurden, erblickte ich im Augenwinkel eine äußerst zufriedene Anastasia. Irgendetwas erfreute ihr Gemüt. Vermutlich hatte Piequod sie in eines seiner Geheimnisse eingeweiht. Was mochte sie nur im Schilde führen? Ihr Lächeln war genauso merkwürdig, wie ihre Plauderein mit ihrer Pflanze.
Der nächste Tag verlief ereignislos, doch am darauffolgenden zeigten die Meeresgötter erneut ihre Gunst für uns. Ein Schwarm geflügelter Fische tauchte in der Nähe der Sturmvogel auf und etliche Exemplare dieser besonderen Art verirrten sich zunächst auf unser Deck und etwas später in Halmas Kochtopf. Und obwohl diese Kreaturen, halb Fisch halb Vogel waren, so mundeten sie doch sehr.
Gegen Abend gingen wir, auf Befehl des Kapitäns, an Land, um die namenlosen Tage auszusitzen. Am Ersten wurden wir von Dumpfschädel und unser Boroni von einer neuen Vision geplagt. Nebel umschloss Burian und schien nach ihm zu greifen. Aus dem Nebel erklang eine Stimme: „ich bin der Uralte, ich habe dich gefunden, du entkommst mir nicht.“ Mit einer Gänsehaut stand der Geweihte wieder an Deck der Sturmvogel und der Nebel war verschwunden. Nur gut, dass sich Anastasia sofort um Burian gekümmert hat, auch wenn ihre Theorien vom Namenlosen mich zutiefst erschüttert haben.
Am zweiten namenlosen Tag war der Nebel verschwunden und es war windstill. Doch vom Meer schwappte ein ekelerregender Geruch in unsere Richtung und die Mannschaft war müde und schlapp-
Am dritten Tag geriet der Geruch zu Gestank und wir bemerkten, dass all unsere Vorräte verdorben waren. Anastasia bat Burian um Hilfe, da sie große Angst um ihre Topfpflanze hatte. So fiel dem Geweihten nichts besseres ein, als eine Bodenweihe auf einen Blumentopf zu sprechen. In meinen Augen, wie wenn man einen Ignisphaero auf ein Spatz wirft…
Der vierte Tag blieb dunkel und Praios vermochte es nicht, mit seinen Strahlen zu uns durchzukommen. Zu allem Übel hörten wir auch laufend diese Geräusche, die sich laut Asleif wie ein Mahlstrom anhörten. Wieder machte sich Panik breit.
Am letzten der namenlosen Tage machten uns Unwetter und Sturm zu schaffen, doch dann war es überstanden. Am ersten Tag des Sonnengottes beschafften wir uns neue Vorräte, ehe wir bei bestem Wetter wieder in See stachen.
Efferd war uns hold, denn mit Erreichen des Perlenmeeres, sichteten wir wieder weiße Finnen. Nicht der Mocha, doch immerhin waren es Ifirnshaie. Wieder wurden die Beiboote zu Wasser gelassen und die Sturmvogel traf ihre Vorbereitungen. Der Foggwulf hieß mich mitzufahren, so fand ich mich auf einem der Haifänger wieder. Yeto, unser Harpunier, traf seinen Wurf, doch mein Blitzschlag versetzte das Tier gehörig in Rage und es begann uns von den Anderen wegzuziehen. Im Augenwinkel sah ich noch, dass Olja Boot nicht so viel Glück hatte. Sie selbst und 3 Matrosen gingen über Bord und hatten größte Mühe, zurück ins angeschlagene Boot zu klettern und wieder unter Kontrolle zu bringen. Während ich mich auf einen Flammenstrahl konzentrierte, um den Hai zu stoppen, der uns immer weiter von unserer Otta davonzog, versuchte die Anderen, Oljas Boot sicher zur Sturmvogel zurück zu bringen. Als wir mit unserem Kadaver zum Schiff zurückkehrten, bemerkte ich vor allem bei Asleif, wie erleichtert er war, dass unsere Kameraden die Begegnung wohlbehalten überstanden hatten, auch wenn Oljas Beiboot reif für die Werft war. Trotz alledem war Kapitän Baccha sehr zufrieden, konnten die Haijäger doch immerhin drei gewaltige Tiere erlegen und verarbeiten, auch wenn eines der Tiere etwas versengt an der Finne war. Wieder hatte Anastasia dieses Grinsen im Gesicht.
Danach vergingen etliche Tage, in denen nichts passierte, bis zu jenem schicksalhaften Tag. Die See war ruhig und der Wind blies schwach. Plötzlich tauchten unweit von uns zwei die Hrangarsbiester auf, offensichtlich im Kampf miteinander. Farblos stand Kapitän Baccha an Deck und brachte keinen Laut hervor. Swafnir zum Dank, erfasste der Foggwulf die Situation am schnellsten und riss das Kommando an sich, als wir mitansehen mussten, wie die Seeschlangen voneinander abließen und einer der beiden Unholde in unsere Richtung abtauchte. Er ließ sich die Mannschaft bewaffnen und kampfbereit machen. Doch schon tauchte das Biest neben unserem Schiff auf und sein Haupt ragte gut fünfzehn Schritt über der Wasseroberfläche. Ehe ich mich versah, stieß der Schalngenkopf schon herab und packte den Seemann neben mir mit einem Biss. Harpunen und Bolzen aus der Rotze und der Aale schlugen auf dem Schlangenkörper ein, während es den Seemann verschlang. Ein zweiter Biss traf zwar keinen Seemann, dafür den Mast, der umknickte wie ein Strohhalm. In dem entstanden Chaos versuchten Yeto und Eigor die Rotzen zu laden, Ynu und Raluf warfen mit allem, was sie in die Finger bekamen und der Foggwulf rief kaum verständliche Befehle. Burian und Anastasia sah ich nicht mehr und ehe das Ungetüm erneut zuschnappen konnte, warf ich einen Blitz-dich-find nach ihm. Das Ungeheuer war tasächlich geblendet! Etwas weiter abseits stand Peaquod und betete inbrünstig zu Efferd, das er das Ungeheuer vertreiben sollte. Die Sekunden wurden zu Stunden, bis er endlich mit seinem Gebet fertig war. Und es gelang ihm! Die Seeschlange tauchte ab, bei Swafnir! Genauso schnell wie sie gekommen war, war sie auch wieder verschwunden. In all dem Chaos, dass sie hinterlassen hatte, stand nun Piequod, der sich kaum noch auf den Beinen halten konnte. Offensichtlich hatte ihm Efferd die erflehte Hilfe zuteil werden lassen. Gerade noch rechtzeitig. Ich bin nicht sicher, wie lange wir diesen Kampf noch hätten kämpfen können. Erneut war es Asleif, der das Kommando dieses Scherbenhaufens an sich zog und Befehle erteilte. So versuchten wir mit vereinten Kräften, das Schiff zumindest halbwegs seetauglich zu machen, um den nächsten Hafen anzulaufen. Und so landeten wir, einige Tage später und Efferd und Swafnir zum Dank hier auf Maraskan, in der besetzten Stadt Boran.
Zuletzt geändert von Jyivindar am 09.04.2021, 10:17, insgesamt 1-mal geändert.

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