"Team Kooosch" Spielrundenblog - Folgt dem Drachenhals!

Berichtet von eurer Phileasson-Spielrunde!
Jyivindar
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Re: "Team Kooosch" Spielrundenblog - Folgt dem Drachenhals!

Beitrag von Jyivindar » 05.04.2021, 16:44

Beurteilung des 15. Abends und ein paar Gedanken

Grob: bissi träger Einstieg, aber sehr viel Möglichkeiten für Aktionen der Spieler. Ein wenig Moby Dick Feeling, wobei das nicht sooo präsent war. Habe ich dann fallen lassen und habe das etwas zurück gefahren. Lag auch an mir, das ging bissi unter beim vorbereiten.

Ich hatte mir schon zu Beginn geschworen die Zufallswürfe auch wirklich so durchzuziehen wie sie fallen. Und bisher hatten die auch IMMER Luck. Die Eisberge trennten sich nach Runde 2, die Daimoniden zerfiehlen nach 3 Runden usw. Hier haben die die Seeschlangen schon nach wenigen Tagen gefunden. Mann mann mann.. aber ich wollte die dann doch nicht sooo schnell haben. Dann aber gleich nachgeholt nach den Namenlosen Tagen.

- Wer nicht würfeln will, sollte sich einen Plan machen was alles abgeklappert werden könnte und was zu den Spielern passt. Hier kann man vielleicht für Spieler, die sonst zu kurz gekommen sind ein wenig was gutes tun.

Generell:
Wenn die Spieler nicht wissen, welchen Job die übernehmen sollen, macht ein kurzes Harpunen-Werfen so als Probe.
Boote und Schiffe Probe und das so erklären, dass man euch beim arbeiten beobachtet und beurteilt.

Haijagd
Hat der Gruppe seeehr gut gefallen. Die Aktionen im Buch sind stark und wenn man das random würfeln nicht mag, dann stellen die immer schicke dramaturgische Mittel dar. Einfach auswählen, was in dem Moment am meisten passen könnte. Und vergesst nicht, eins der Fangboote auch mal zu rammen. Leute fallen über Bord und kommen gerade noch so ins Boot, Matrosen werden fortgerissen, es bricht Panik aus usw.
Ganz klar: Zeit für Action!
Tipp: in der Thorwal Rüstkammer ist die Ifirnshafener Hailanze drin. Nehmt diese Werte und ihr habt eure Waffe.

Seeschlangen
Auch geil, wenn auch happig gescriptet. Aber man hat die Möglichkeit wirklich erzählerisch für Chaos zu sorgen.
Einen Deus-Ex für eine mögliche Flucht gibt es durch den Efferdgeweihten: Lithurgie Meeresungeheuer vertreiben.
Wenn also alle Stricke reißen, lasst den diese sprechen.

Problem beim Kampf:
Im Vergleich zu DSA4 haben die Viecher die Doppelten LeP und kommen auf schlappe 1000 davon. RS5 (Schuppenwüstung bahahaha) ? Ja genau.
Die Bordgeschütze sind nen schlechter Witz (Thorwal Spielhilfe hat die Werte) dagegen, gerade der Schwere Aal ist lächerlich - Hier würde ich def. sagen, dass die Geschütze die Rüstung umgehen. Weil, wenn man dann noch einkalkuliert, dass im 5er die normalen Kampfwerte mieser sind, die Zauber deutlich schlechter, dann kommt man recht schnell drauf, dass dieser Kampf eigentlich nicht mehr schaffbar ist. Auch nicht für super starke Helden oder einen Trupp Fernkämpfer. Maximal ist da noch drin, dass man die auf 1/4 LeP prügelt, weil dann flieht die Schlange.
Will man dann trotzdem das Ding noch umbringen, müssen schlappe 250 LeP in ein paar KR runtergeprügelt werden, was halt einfach nicht machbar ist, außer man hat iwelche Dämonen und Elementare mit im Kampf.
Vergesst also diese Option - in meinen Augen im 5er nicht mehr möglich (ausser man bringt noch mehr Geschütze mit in den Kampf, was im Nachhinein eigentlich super fragwürdig ist, warum man da nicht schon bei der Abfahrt was besorgt hat. Aber nun gut.)

Namenlose Tage
Normalerweise hätte ich die recht harmlos ausfallen lassen, ABER bei der Prophezeigung hat der Namenlose ja mitgemischt.
D.h. er ist präsenter als sonst. Macht hier was draus, überlegt euch was, das sollte man nicht untern Tisch fallen lassen.
Meine Gruppe ist an Land gegangen, Nebel, unwohl sein, Efferdgeweihter hat ständig Messen gehalten, Nahrung ist verdorben usw.
Wen nicht jetzt, wann dann?

- Boroni dem wollte ich Tashtego aufs Auge drücken und es hat geklappt. Hier habe ich auch direkt einen Handlungsstrang begonnen, der erst in 1-2 Jahren zum tragen kommt, nämlich dann, wenn Phileasson vorbei ist.

- Magier hat sich als von der Mannschaft gemiedener "ich bin was besseres" Schiffsmagier hervorgetan. Konnte dann bei der Haijagd einige der Ifirnshaie mit nem Kugelblitz grillen (Auswirkungen minimal.. naja.. und bei den Seeschlangen hat er tatsächlich gegen SK 8 einen Blitz dich find durchgebracht. Repekt!) und ist von den Aktionen imho am wenigsten unter gekommen. Aber er hatte dennoch viel Spaß meinte er.

- Die Gräfin ist fast zum Harpunierer geworden, weil sie nen Kritischen Treffer beim Testwurf gelandet hat. Hat wie erwartet viel mit dem Heiler herumpalavert, rumexperimentert und hat da einen top Gesprächspartner gefunden. Leider ist niemand verletzt worden, somit wars ne Forschungsreise.
Topfpflanze: Hat unter der Seeluft gelitten und hat immer mal nen Klarum Plurum abbekommen. Aber es wurde härter:
Während der Namenlosen Tage hat die Topfpflanze zu verwelken gedroht. Maden sind in der Erde gewesen und es stand nicht gut um sie.
Da hat der Borongeweihte ne Bodenweihe durchgeführt. Auf die Topfpflanze. Weil im Topf Boden iss. Echt jetzt? Fand ich verrückt genial XD

- Söldner Wurde als Harpunier angestellt und wirklich auch einen Erlegt. Bewahrte das Fangboot vor dem Kentern und hat sich am Bordgeschütz hervor getan. Super gemacht.

- Asleif und die Mannschaft sind so semi gut von mir untergebracht worden. Ich wollte einen sterben lassen, aber ist nicht dazu gekommen. Vielleicht ein anderes mal.

- Meinen Char: hatte Würfelpech. Mit dem Boot gekentert durch den Hai, beim Seeschlangenangriff von der Takelage ins Wasser gerissen worden usw. Aber überlebt.
Mist.
Zuletzt geändert von Jyivindar am 05.04.2021, 16:49, insgesamt 1-mal geändert.

Jyivindar
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Re: "Team Kooosch" Spielrundenblog - Folgt dem Drachenhals!

Beitrag von Jyivindar » 05.04.2021, 16:45

5. H'Rangas Kinder - Abend 16 - Vorbereitungen

Abenteuer: A173.5 - H'Rangas Kinder
Schauplatz: Boran
Grobe Plaung:
Materialien für den Abend

- Digital:
- Digital für Meister:
- Zum Anfassen: :-( online
- Musik:

Allgemeines zu diesem Abenteuer
So, die Arbeiten haben langsam begonnen und ich musste auch einen Termin schieben, weil ich nicht zum Vorbereiten gekommen bin.
Ursache: brauche mehr Maraskanfeeling!
Das heißt ich will den Fokus am Freitag auf das Land und die Leute legen. Ich will, dass die scharfes und übertreben süßes Essen kosten müssen, der Boroni soll eindrücke des milden und gnädigen Borons verpasst bekommen. Besserwisserische Leute überall, Konflikte mit den Rebellengruppen und Rakorium soll auch vorkommen. Den haben die schon paarmal auf der Reise getroffen. Einziges Problem sehe ich darin nur, dass die dann verleitet sind sich der Expedition anzuschließen, weil die vielleicht meinen "hier gehts weiter".
Daher denke ich baue ich das mehr so ein, dass das in 1-2 Monaten los gehen soll und logischerweise ins Innenland geht. Einfach um zu zeigen "hier ist ne Sackgasse"

Besondere Szenen:
Kommen noch. Überlege ob ich da nicht nen kleinen Reiseführer machen werde.

Jyivindar
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Re: "Team Kooosch" Spielrundenblog - Folgt dem Drachenhals!

Beitrag von Jyivindar » 27.04.2021, 20:07

5. H'Rangas Kinder - Abend 16 - Spielbericht

Boran, im Osten der Insel Maraskan in der Mitte des Praios des Jahres 1008/1009 nach Bosparans Fall

Aus dem Reisebericht Thorgrimm Faenwulfsons, Adeptus Maior der Akademie der vereinten Künste von Schwert und Zauberstab - Kaiserlich Garethisches Lehrinstitut der angewandten kombattiven Magie, vom Schwert und Stabe zu Gareth (vormals Beilunk), der Herrin Rondra und der Herrin Hesinde zum Wohlgefallen:

Schwer beschädigt und manövrierunfähig durch den Angriff des Hranngargezüchts trieb unser Schiff vor Maraskan. Efferds und Swafnirs Gunst hatten wir es zu verdanken, dass wir nach wenigen Tagen, noch bevor unser Trinkwasservorrat erschöpft war, in Richtung Borans auf Maraskans getrieben wurden. Der fleißigen Mannschaft um Kapitän Bacha gelang es sogar, dass die Sturmvogel halbwegs steuerbar blieb. So steuerten wir am Ende auf garethische Belagerungsschiffe zu, die uns auch prompt kontrollierten. Der bootsführende Offizier filzte unser Schiff gründlichst, bis er einsah, dass die Sturmvogel, in ihrem derzeitigen Zustand, nichts an Schmuggelware an Bord hatte. Auch zeigte keiner unserer Seeleute Ähnlichkeiten mit den vorgezeigten Steckbriefen des Offiziers. Unter vier Augen - von Offizier zu Offizier - gab er mir zu verstehen, dass wir wohl anlanden konnten, aber dann nicht mehr wegsegeln konnten. Die garethische Seeblockade würde nichts und niemanden nach draußen lassen, nicht einmal einen Mann mit Rang und Namen wie mich. Doch sie wären um jede Information dankbar, die ich ihnen liefern konnte. Trotzdem bestanden Bacha und Aslief darauf anzulanden, weil wir mit der Seevogel niemals bis zum nächsten, sicheren Hafen gelangen konnten. So fuhren wir in den Hafen ein, unter den wachsamen Augen der Hafenschützen. Noch vor dem anlegen mussten wir eine weitere Kontrolle über uns ergehen lassen, nur dass es diesmal die Maraskaner waren, die uns filzten. Es dauerte lang, bis sie uns dieser bunt zusammengewürfelte Haufen endlich von Bord gehen ließ. Mit Bachas Sold in den Taschen betraten wir Maraskan. Die meisten unserer Ottajasko zog es direkt in das nächste Gasthaus bzw. die nächste Hafenkaschemme. Wer bin ich, der darüber urteilen mag. Doch zuvor, es musste am Marktplatz gewesen sein, wurden wir Zeugen eines eigentümlichen Brauches der einheimischen Maraskanjis. Auf einer Bahre trugen Sie einen Toten und bezeugten laufend, dass er abwesend war. Wahrlich, der Mann war tot, nicht nur abwesend, dass konnte sogar ein Blinder erkennen. Und die Prozessionsteilnehmer waren keineswegs betrübt oder traurig. Dieses merkwürdige Procedere brachte unseren Boroni auf den Plan. Anastasia bezeugte auch Interesse und so folgten die Beiden der Prozession, während der Rest von uns zum Gasthaus marschierten. Zum Leidwesen meiner Reisegefährten erwies sich das Essen als genauso merkwürdig, wie die örtlichen Gebräuche. Nein, ich korrigiere, als ungenießbar. Ein dreifaches Hoch auf meinen Saumagen! Den ich, höchstselbst, fand es gar nicht mal so schlecht! Doch der eine jammerte über die Schärfe im Essen, der andere über die Säure und ein Dritter über die extreme Süße. Während wir uns durch die Essgewohnheiten kämpften, kehrten auch unsere Prozessionsteilnehmer zurück und Burian brachte aus seinem Gespräch mit dem Priester folgende Erkenntnisse mit. Zu Allererst beteten die Einheimischen zu Rur und Gror und als ob das nicht schon merkwürdig genug gewesen wäre, glaubten sie auch noch an die Wiedergeburt. So ergab das "abwesend sein" wenigstens einen Sinn. Zu allem Überfluss kennt hier jeder auch noch jeden und jeder hat darüberhinaus auch Verwandschaft, die über ganz Dere verteilt zu sein scheint. Diesem Umstand war es auch zu verdanken, dass der Priester den Fischer Halrich kannte, der angeblich bereits mehrfach Seeschlangen gesehen hatte. Ihn wollten wir am nächsten Tag aufsuchen, denn während Anastasia und ich, höchstselbst, noch einen kleinen Spaziergang machten, wurde der Großteil unserer Ottajasko, allen voran Yeto, vom flinken Difar heimgesucht. Selbst wenn wir gewollt hätten, hätten wir Halrich an diesem Tag nicht mehr aufsuchen können. Wenigstens taugten die Betten, auch wenn es nur Zweier,- Vierer-, und Achterzimmer gab. Diese Marakanjis und ihre Zahlenmystik?!
Nach einem wiederum merkwürdigen Frühstück, zog es Olja und mich in Richtung des Marktes. Asleif, Ohm und Yeto wollten noch einmal zum Hafen, um mit Bacha zu sprechen und sich die Schäden an der Sturmvogel genauer anzusehen. Burian, Anastasia und Yeto machten sich auf, den Fischer Halrich zu finden. Was Ynu, Raluf und Eigor vorhatten, vermag ich nicht mehr zu sagen.
Am Markt angekommen begutachteten Olja und ich, was die hiesigen Händler feil boten. Während ich mich umsah und ein bekanntes Gesicht entdeckte, kaufte sich Olja einen der hier verbreiteten Holzrüstungen. ja, es war tatsächlich Hilpert von Puspereiken, den ich unweit unseres Standes erkennen konnte. Dieser tätigte eifrig Geschäfte, so dass er nicht bemerkte, dass er offensichtlich verfolgt wurde. Als er auch noch in eine Gasse abbog und seine Verfolger immer noch hinter ihm her waren, stellten Olja und ich pflichtbewußt das Gesindel. So konnten wir den armen Hilpert aus einer äußerst misslichen Lage befreien. So erfuhren wir, dass sein Meister, Magus Rakorium, nicht unweit im „wilden Eber“ gastierte, um dort eine Expedition vorzubereiten. Dank seines Hinweises, ob des bornländischen Essens, beschlossen wir, dem wilden Eber einen Besuch abzustatten.
Als wir das Gasthaus betraten, fanden wir bereits Yeto, Ohm, Ynu, Raluf, Eigor und Asleif bei einem großen Krug kühlen Bieres vor. Trotz der schlechten Neuigkeiten bezüglich Bachas Schiffes, war die Ottajasko bester Laune. Die Wochen, die die Reparatur dauern würde, könnte man hier gut überbrücken. Yeto war auf dem Weg zum Hafen an einer Theaterbühne hängengeblieben und wie er mir später berichtete, war auch dieses Brauchtum zutiefst eigenartig. Das Stück handelte vollkommen realitätsfremd von der Insel Nostria, die Hälfte der Spieler war am Ende tot und das Publikum diskutierte lautstark den Inhalt und gab zwischendrin Anweisungen an die Schauspieler. Auch er brachte weiteres, tatsächlich Nützliches mit. Nur wenige Tage über See entfernt, sollte es auf Maraskan eine Höhle geben, wo sich das Hranngarsgezücht einfand, um zu ihrem Schöpfer zu fahren.
Am Nachmittag fanden auch Anastasia und Burian den Weg in den wilden Eber. Sie hatten den schon am Morgen Besoffenen ausfindig gemacht und befragt, wobei Anastasia von eigenwilligen Befragungsmethoden sprach. Auf Nachfragen meinerseits gab sie zu, dem Alkoholiker eine ordentliche Abreibung verpasst zu haben, ehe er redete. Es war schon ein paar Jahre her, doch seinerzeit erblickte er tatsächlich einige Seeschlangen im Süden Borans. So fügten wir die Einzelteile des Puzzles zusammen, dass wir zu dieser Höhle nach Süden mussten, um unsere Queste zu erfüllen. Rakorium, besser gesagt Hilpert hatte hier als eine überaus vertrauenswürdige Quelle gedient. Bei Swafnir - wenn wir schon keine lebende Seeschlange erlegen vermochten, so können wir die Aufgabe an den Kadavern dieser widerwärtigen Geschöpfe erfüllen. Und nachdem wir unser Quartier zum besseren Bier und Essen verlagert hatten, bat ich Olja, dass Raban eine Nachricht an die Garether überbringen sollten. Es blieb nur eine Frage offen: Wie sollten wir aus dieser Stadt wieder herauskommen?
Zuletzt geändert von Jyivindar am 04.05.2021, 21:15, insgesamt 1-mal geändert.

Jyivindar
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Re: "Team Kooosch" Spielrundenblog - Folgt dem Drachenhals!

Beitrag von Jyivindar » 27.04.2021, 20:07

Beurteilung des 16. Abends und ein paar Gedanken

tjah. mal ein "ruhiger" Abend. Sehr sehr schön. Ich als oller Maraskan Fan konnte und wollte diesen Abend den Spielern natürlich die volle Breitseite Maraskan-Feeling bieten. Es war nicht weiter schlimm sich hier auszutoben und eigentlich einen sehr ruhigen Abend zu verbringen.
Gepunktet hat er durch das auffahren und vermitteln der Landestypischen Ideen, Glaubenswelt und sozialen Eigenarten.
Und: endlich konnte ich den lange gehegten Traum von mir umsetzten!
Einer der Spieler war schuld, daß in Maraskan ein Sack Reis umfällt!
BOAH! und die haben es erst verstanden, als es zu spät war!
Was ein Event!
(Schicksalsklinge/Sternenschweif Ereignis in einer Stadt: "Auf Maraskan fällt ein Sack Reis um") - hach ja. Besser als Käsetoast.

Wer plant ein paar Stunden hier auszuspielen, soll das ruhig machen. Es ist die Ruhe vor dem Sturm, der am Friedhof der Seeschlangen aufziehen wird.
Die nächste Zeit kommt man hier nicht mehr vorbei. Somit würde ich empfehlen hier soviel heraus zu holen wie möglich.
Wie? Leider viel Vorarbeit, wer Maraskan nicht kennt.

Macht euch eine Liste mit Events und Besonderheiten des Landes und drückt jedem Spieler ein paar aufs Auge.

- Kontrast der Mittelreichischen, geordneten Flotte vs. der bunt zusammen gemixte Haufen in Boran
- überall Waffen und Milizen. Schlussfolgerung, dass Milizen die Land-Streitmacht und Piraten die Seestreitkraft bilden.
- Glauben Rur und Gror
- Wiedergeburt
- Totenritus
- Hochzeiten
- Essen
- Lautstärke der Stadt
- Architektur
- Kladji und das "jeder kennt jeden" - hier einige Gespräachsfetzen vorhalten
- Theaterstücke mit total abgedrehter Handlung aus der Heimat eines der Helden
- NPC's erstellen

Ich habe alle Szenen grob beschrieben und geschaut, wer am besten dafür geeignet ist. Jedes - und ich meine wirklich jedes der Ereignisse ist so genial angekommen.. es hat sich definitiv gelohnt. Der nächste Post soll hier ein paar Eigenarten vermitteln. Es sind aber viel zu viele um alle niederzuschreiben. Alleine die Anreden sind ein eigenes Kapitel wert. Der Glaube und das verdutze Gesicht, wenn man vom "missverstanden Bruder Boron" spricht und dem Mungo und Schwester Tsa. Hach ja..

Mittelreichische Besatzer
Tjah, unser Magier ist Offizier der Reserve. Natürlich habe ich das genutzt um einen der Soldaten, die das Schiff durchsucht haben auf ihn anzusetzten. Er wurde direkt als Spion erwählt und soll irgendwie Bericht erstatten und Schwachstellen ausfindig machen. Wer meint, sowas ebenfalls machen zu müssen - hier echt aufpassen, das das nicht ausartet und die Gruppe irgendwie in Boran zerlegt wird. Sicher, wäre auch eine Flucht mit den Mittelreichern denkbar, aber die würden die Gruppe vermutlich nicht ala Taxi in der Gegend herumkutschieren.
Aber denkbar wäre es.

Hilpert und Rakorium:
habe ich tatsächlich eingebaut, gerade weil ich den immer mal wieder mit dabei hatte. Warum also nicht. Die Gefahr war leider, dass die Helden echt verleitet sind, sich der Expedition anzuschließen, weil alle meinen "da gehts lang".
Ich habe keine Entführung ausgespielt sondern nur den Versuch und nach einigem geplänkel war Hilpert befreit und hat die Gruppe zu Rakorium geführt und Auskünfte über den Seeschlangen Friedhof geben können.
Ausserdem hatte Rakorium sein Zimmer in einem der Fremdji-Gasthäusern und das wurde mehr als willkommen aufgenommen von der Mannschaft. Die kannten nur so ein Einheimisches Etablissement.

Fluchtwege
Beim einfahren nach Boran habe ich Asleif als Informationsquelle verwendet. Beeindruckt von der Mittelreichischen Flotte ist er ins schwärmen gekommen wegen der Überlegenheit in Geschwindigkeit, Manövrierbarkeit usw. Er hat aber auch auf die niedrigen Bordwände hingewiesen und die Probleme bei hohem Wellengang und Unwettern. ;-)
Rakoriums Weg ins Landesinnere habe ich bestmöglich auf "irgendwann mal" geschoben. Hilpert konnte keine Auskunft geben, weil das letzte Wort bei Rakorium liegt, und der einfach keine Lust hat zu reden und was besseres vor hat.
Helden sind übrigens drauf und dran Fischerboote zu kapern... auch, dass es 200 Meilen sind, interessiert keinen..


Ansonsten waren es eigentlich nur eine Ansammlung von Events und allen hats gefallen. Ich fand den Abend sehr angenehm und das nächste mal treffen die auf Codnas Han. Wie ich diese Kurve bekomme, weiss ich noch nicht. Aber das wird sich wohl irgendwie ergeben.
Zuletzt geändert von Jyivindar am 04.05.2021, 22:02, insgesamt 3-mal geändert.

Jyivindar
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Re: "Team Kooosch" Spielrundenblog - Folgt dem Drachenhals!

Beitrag von Jyivindar » 04.05.2021, 21:43

Maraskan - Special
Bitte beachten.. hier sind teils nur grobe Stichworte enthalten. Mal mehr, mal weniger. Ich habe auch viel aus dem Kopf heraus gemacht.
Der Interessierte muss selber nachforschen, ich habe das einfach alles so grob zusammen geschrieben, damit ich nichts vergesse und habe stellenweise selbst improvisiert.
Das Theaterstück handelte grob die Geschichte von "liebliche Prinzessin Yasmina", das wir paar Wochen vorher zum Spaß gespielt haben.
Alte Abenteuer, die man ins Absurde verfremdet, eignen sich doch hervorragend in meinen Augen für so ein Theaterstück.
Auch Gespräche wie "ihr werdet sehen, daß ich recht habe" stehen nicht drin.

Ich empfehle euch hier www.Asboran.de um richtig tief abzutauchen.

Das folgende sind übrigens meine eigenen Worte, Copy Paste aus Foreneinträge und paar Zitate aus Büchern. Man möge es mir verzeihen, wenn ich nicht alle Quellen angeben. Habe Kreuz und quer für mich selber zusammen gesucht


Aufenthalt in Boran, der Heiligen Stadt


Grundlegend:
- Ist die letzte Freie Stadt Maraskans
- wird seit über 2 Jahrzehnten belagert.
- Zum Land hin abgeriegelt, viele Gräben, Fallen, Erdschanzen
- Man erkennt Zeltlager der Mittelreichischen Truppen
- 6 Schritt Hohe Palisade


Handel
Doppelte bis Dreifacher Preis


Klima und Wetter
Abends immer Regenschauer
Hitze, Schwühl, leichter frischer Wind vom Meer, prallt auf die Schwüle des Landesinneren


Architektur
- in der Altstadt Hohe. mehrstöckige Wohn-Turmbauten, untereinander verbunden
- in den Randbereichen, einfache Holzhütten, provisorische Verschläge aus Zeltplanen und Zeltplanen
- vermehrt kleine Obst und Gemüsegärten. Geflügel das rumläuft, Ziegen die hinter der Stadtmauer und dem Niemandsland
- Vor der Belagerung wohl sehr prachtvoll und majestätisch, heute ein buntes Flickenwerk, weil versucht wird alles mit dem was man hat in Stand zu halten
- Insgesamt Ziemlich heruntergekommen
- In der Altstadt – Spuren eines Großen Brandes vor 10 Jahren
- Altstadt hat Aufbau wie ein Diskus

Herrscher:
Prinz Denderan, Haran der Harane

Soldaten
Milizen – Landstreitkräfte - Zugehörigkeit durch unterschiedlich gefärbte Stirn- und Armbänder, sowie verschiedene Haarschnitte deutlich. Alle Altersklassen.
Freibeuter, Piraten – Seestreitkräfte
und Co. haben von Prinz Denderan einen Freibrief erhalten, Kaiserliche Schiffe aufzubringen

Bewaffnung
fast jeder 2te hat einen Schnitter, der offen getragen wird
Einige Runde Scheiben (Diskus)

Maraskanische Kleidung
Stoffe sind bedruckt (!) – Inforamtionen Über Stoffe bedrucken und Buchdruck
Bunte Farben


Essen
"Bier" - oder was man auf Maraskan dafür hält, kommt meistens aus Jergan.
Shatakschnaps – sehr starkter Schnaps aus dem Binnenland. Kann unverdünnt kaum getrunken werden. Shatak ist an sich leicht giftig

Konchsoße – zu Fischgerichten. Essig , Rinde und Früchte des Konch-Strauches und aus Shatak hergestellt

Allgemein: neigt zu Extremen, sei es in Süße, Schärfe oder Bitterkeit. Hier können durchaus Selbstbeherrschungsproben angebracht sein, und je nach Reaktion wird man von den Anwesenden belächelt oder erntet ihre Bewunderung.
Perzinazakas, die traditionell kalt und während des Essens zerpflückt werden, damit man alles sehen kann was sich darin befindet.. was die Gefahr minimiert sich ausversehen umzubringen
Super scharf (bsp. Yagan-Nuss')
Fremdji Essen ist wiederlich, gibt aber solche Küchen


Maraskanische Kunst
besteht vor allem aus Malerei und Weberei, Intrarsienarbeiten
Dichtkunst gilt als die höchste Kunst
Bildhauerei wird nur wenig betrieben
Lieder haben kaum Text
Musik ist für Festlandbewohner fremdartig
Theater ist am beliebtesten

Religiöser Fanatismus
Rur und Gror Glaube . Rur schleudert den Weltendiskus zu Gror, seinem Bruder, der Gleichzeitig auch sein Bruder ist.
Der maraskanische Glauben neigt zu ungewöhnlichen Sekten, die von der Haupt“kirche" nicht unbedingt alle abgelehnt werden.
Ob man Phex und Praios für eine Entität hält oder glaubt, daß die Menschen einige Tage einfach nicht wahrnehmen würden, ob man die Zahl von Rurs Dienern eher bei 8 oder 16 vermutet oder gar so weit geht, alles auslöschen zu wollen, was die Schönheit der Welt mindert - maraskanischer Glauben ist noch viel komplizierter, als der durchschnittliche Garethja vermutet. Aber Rur denkt nun mal nicht einfach.
Die Zuständigkeiten und Attribute der Götter werden teilweise anders zugeordnet. Halbgötter gelten meist als spinnerter Einfall irgendwelcher Garethjas.

Fremde
werden Fremdijis oder Garethjas genannt.
dürfen rein und werden auch akzeptiert, wenn sie sich in die Gesellschaft eingliedern und freundlich sind. Das muss nichtmal bedeuten, dass sie ihren Glauben annehmen müssen (wenn sie das nicht tun, müssen sie halt nur damit klar kommen, manchmal verhöhnend angelächelt zu werden).
Wer sich nicht versucht einzugliedern gilt als eigenbrötlerisch...und wer eigenbrötlerisch ist, ist suspekt, denn wer ist schon gern allein (schrecklich !), wenn er Gesellschaft haben kann ?

Unterkunft
Man wird auf jedenfall in Gasthäusern erstmal blöd angeschaut, wenn man Einzelzimmer verlangt. Ohne Garethische Besatzung gäbs die wohl nichtmal.
Die Küche ist für viele Garethja nicht zu ertragen, weshalb es halt die Fremdiji-küchen gibt. Aber auch das is irgendwie son bisschen abweisend, weshalb auch da eher merkwürdig raufgeschaut wird. Kein Maraskaner geht dahin.


Rechthaberei
Arroganz bringt nur zum Ausdruck, daß die Maraskaner wissen, daß sie recht haben und die anderen die Wahrheit nur noch nicht erkannt haben.

64 Fragen des Seins
Gror wird den Weltendiskus fangen und den Anwesenden die 64 Fragen des Seins stellen und es wäre schon blöd, wenn kein Maraskaner in Boran zu diesem Zeitpunkt ist. Immerhin ist das der Ort, den Gror als erstes Erblicken wird.

Familien
Thema Adoption
Auf Maraskan kann ein Kind auch zwei Väter oder zwei Mütter haben. Außerdem wird sehr viel schneller und bereitwilliger adoptiert als auf dem Festland, Kinder ohne Familienanschluß wird man selten finden.

Preise die Schönheit, Bruderschwester!"
Für einen Maraskaner ist die Welt einfach schön, sofern nicht gerade etwas Bruderloses vor sich geht. So hat Rur sie als Geschenk an seine und zugleich ihre Bruderschwester Gror geschaffen. Manchmal muß man halt etwas genauer hinsehen, aber dann erkennt man auch die Schönheit in einem Büschel Djadurzak (Jagdgras) oder in der Zeichnung einer Maraske.
Schön muß ja nicht immer gleich harmlos sein...


Kladj

Gespräche und Vorstellung
Ein Maraskaner stellt sich nicht einfach vor, er zitiert seine halbe Ahnenreihe und ordnet sich in ein komplexes soziales Gefüge ein. Wenn er auf andere Personen verweist, klingt das ähnlich. Da spricht man nicht von einer Alryscha XY, sondern von "Alryscha aus Kyrloggyn, die Schankmaid mit den neun Geschwistern, die in Crumolds Taverne gearbeitet hat und nun Schriftstellerin werden will." (Und vermutlich auch noch eine Base dritten Grades ist

»Alrech von Tuzak, das ist der vierte Bruder des schwerhörigen Schmieds Zendaijian musst du wissen, hatte seine Wäsche mal wieder quer über die alte Tarschoggyner Straße gespannt. Das machte er immer so, obwohl wir der Bruderschwester schon mit unzähligen guten Ratschlägen klargemacht hatten, dass er dies besser unterlassen sollte. Es kam also, wie es kommen muss­te, und Dimiosab, das ist die Haimamutter aus Neu-]erg­an, wenn du dich erinnerst, ist unglücklich gestürzt und….


Vorschläge für ein paar Szenen

1. Die Heirat. Wie zwei Leute den Kreis abschreiten.(die nicht unbedingt Mann und Frau, sondern auch Mann und Mann oder im extremsten Fall vielleicht sogar Mann und Hund (wer weiß in wem man seinen Seelenpartner findet) sein)

2. Der Todesbrauch.
Der Todesbrauch wurde imho in "Tod eines Königs" richtig gut beschrieben. Und zwar nicht der Ablauf an sich, sondern von der Erklärung her.
Ein Toter wird durch den Stadtteil (je nach Bekanntheitsgrad sogar weiter) getragen während laut gebrüllt wird, dass man sich davon überzeugen soll, dass Bruder/Schwester xyz von uns gegangen ist. Die Leute kommen dann ran, schauen sich die Leiche an und nicken dann mit dem Satz "Ja unser Bruder/unsere Schwester ist wirklich gegangen".

Erwähnung des Buchs der Anwesenden und Buch der Abwesenden !

Witzko hat das gut beschrieben indem er sagte, dass es erst wie etwas barbarisches scheint, die Toten überall rumzuzeigen, aber in Wirklichkeit den Leuten besser hilft zu akzeptieren, dass jemand wirklich tot ist, als es einfach nur über 2-3 Ecken zu hören und vielleicht zu sehen, wie ein Kasten in den Boden gelassen wird und sich nicht sicher zu sein ob dies wirklich der Realität entspricht.

3. In den Tempeln werden Gebete geschrien. Was nützt es wenn man nur leise vor sich hin hofft, anstatt lauthals zu sagen was einen bedrückt. Ausserdem äussert man keine Wünsche, man lässt lediglich anmerken, dass es da vielleicht etwas gibt, dass die Göttlichkeit der 12 Diener Rurs vielleicht nicht ganz beachtet hat

4. Spenden werden laut verkündet. Denn immerhin bringt es nichts, das zu verheimlichen.
„es ist Brauch, daß du deine Mildtätigkeit nicht für dich behälst. Ein Geschenk, von dem jeder weiß ist doppelt nützlich!“
„Bedenkt, Bruderschwestern, daß wir allesamt wiederkehren«,
Wer heute schweigt, mag in seinem nächsten Leben darben und angewiesen sein auf Almosen und gute Taten, wer heute darbt, mag dereinst schwelgen. Daher, Bruderschwestern, zeugt Mildtätigkeit nicht nur von einem großen Herzen, sondern auch von Weisheit. „

5. Laientheater
Honinger Geschichten volkstümliche Art des maraskanischen Theaters Sie spielen in stark verfremdeten Orten des aventurischen Festlandes, vor allem des mitteländischen Kulturraumes: Städte werden zu Inseln oder durch Harane oder Zaubersultane beherrscht.
Weitere Merkmale der Honinger Geschichten sind eine hohe Blutrünstigkeit, das Einschreiten des Publikums in die Handlung sowie der umfangreiche Epilog, in dem verborgene Handlungszusammenhänge und Lehren aus dem Stück erklärt werden.

6. Sack Reis der umfällt (der Gag schlechthin! bahaha)

Schattenkatze
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Re: "Team Kooosch" Spielrundenblog - Folgt dem Drachenhals!

Beitrag von Schattenkatze » 05.05.2021, 08:05

Vielen Dank für den Maraskan-Crashkurs! :)

Jyivindar
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Re: "Team Kooosch" Spielrundenblog - Folgt dem Drachenhals!

Beitrag von Jyivindar » 05.05.2021, 08:36

Danke dir! Ich glaube ich nehme mir etwas Zeit und mache einen kleinen Maraskan und Boran Reiseführer. Vielleicht kann der eine oder andere davon profitieren.
Hatte ich eh schon immer mal vor.

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