Ich bin gerade darauf gestoßen, dass Tom Finn und Lena Falkenhagen die Simyala-Trilogie als Romane umsetzen. Losgehen soll es 2025 und herausgebender Verlag ist Piper: https://nuntiovolo.de/2023/10/04/simyal ... ekuendigt/
Ich war zwar nicht so richtig von der Trilogie so ganz abgeholt worden (doch das lag mit daran, dass sie unter einem dunklen Stern bei uns stand mit gleich zwei SL-Wechseln, dazu Spieler- und SC-Wechsel). Das erste AB gefiel mir gut, das zwei fand ich sehr schwach, und Simyala selber hat mehr als ein halbes AB verdient (und eine Karte!), aber wenn sie sich auf 3 Romane beschränken statt es aufzublasen wie die Phileasson-Romane (für mich fühlte sich das so an), dann werde ich mir zumindest den ersten Band hoffnungsvoll holen.
Simyala-Romane
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Schattenkatze
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Schattenkatze
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Re: Simyala-Romane
Der erste Band, "Ruinen der Elfen", ist Ende Februar erschienen und ich habe ihn gerade beendet.
In Kürze: Gefällt mir schon sehr gut, ich warte auf den nächsten Band.
Es gibt einen Prolog, der allerdings sehr kurz ist. Vielleicht einen Tacken zu kurz, aber insgesamt sehr atmosphärisch und mir gefallend.
Die Figuren sind sympathisch und es wird hoffentlich noch ein wenig über sie zu erfahren sein. Der Schreibstil (die Schreibstile) gefällt mir sehr gut.
Aventurische Atmosphäre: Ziemlich hoch. Ich fand es ein wenig irritierend, dass stets von Jahren und nie von Götterläufen die Rede war, oder dass Magie üblicherweise mit nicht näher benannte Worte sagen und dann passiert die Wirkung sofort. Welche Worte das sind, dass einige Zauber etwas länger brauchen oder dass auch Gestiken nötig sind, fällt üblicherweise unter den Tisch.
Das Buch lässt sich flüssig und spannend lesen, für mich gab es da keine zähen Stellen, die sich zogen, weil eigentlich nichts passierte.
Bislang gibt es zwei unterschiedliche Handlungsstränge, beide führen am Ende des Bands nach Punin, möglicherweise werden sie dort vereinigt.
Der Band deckt das AB "Namenlose Dämmerung" ab + den anderen Handlungsstrang.
In Kürze: Gefällt mir schon sehr gut, ich warte auf den nächsten Band.
Es gibt einen Prolog, der allerdings sehr kurz ist. Vielleicht einen Tacken zu kurz, aber insgesamt sehr atmosphärisch und mir gefallend.
Die Figuren sind sympathisch und es wird hoffentlich noch ein wenig über sie zu erfahren sein. Der Schreibstil (die Schreibstile) gefällt mir sehr gut.
Aventurische Atmosphäre: Ziemlich hoch. Ich fand es ein wenig irritierend, dass stets von Jahren und nie von Götterläufen die Rede war, oder dass Magie üblicherweise mit nicht näher benannte Worte sagen und dann passiert die Wirkung sofort. Welche Worte das sind, dass einige Zauber etwas länger brauchen oder dass auch Gestiken nötig sind, fällt üblicherweise unter den Tisch.
Das Buch lässt sich flüssig und spannend lesen, für mich gab es da keine zähen Stellen, die sich zogen, weil eigentlich nichts passierte.
Bislang gibt es zwei unterschiedliche Handlungsstränge, beide führen am Ende des Bands nach Punin, möglicherweise werden sie dort vereinigt.
Der Band deckt das AB "Namenlose Dämmerung" ab + den anderen Handlungsstrang.
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Re: Simyala-Romane
Danke fürs Berichten, Schattenkatze! Bin schon sehr gespannt auf den Roman, habe aber noch nicht angefangen.
Und ich habe dazu nun auch endlich was auf der Startseite gepostet (und war so frei, dabei mal auf diesen Thread zu verlinken) - tatsächlich hatte ich vor einem Jahr mit Tom Finn supernetten Kontakt zur Ankündigung der Romanreihe, aber mein Post dazu inkl. Trailer war nie online gegangen, I feel bad...
Freue mich auf jeden Fall sehr auf die Reihe, und bin vor allem happy, dass Lena und Tom wieder in Aventurien unterwegs sind
.
Und ich habe dazu nun auch endlich was auf der Startseite gepostet (und war so frei, dabei mal auf diesen Thread zu verlinken) - tatsächlich hatte ich vor einem Jahr mit Tom Finn supernetten Kontakt zur Ankündigung der Romanreihe, aber mein Post dazu inkl. Trailer war nie online gegangen, I feel bad...
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Re: Simyala-Romane
... und vermutlich bin ich nur mal wieder late to the party und erzähle hier kaum wem was Neues, aber Evvie hat bei den Orkenspaltern haben einen Talk mit den beiden gemacht: https://www.youtube.com/watch?v=zmeZlXqtH5k
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Re: Simyala-Romane
Ich bin mittlerweile auch mit den "Ruinen der Elfen" durch - habe mir diesmal keine Notizen o.ä. nebenher gemacht, daher nur eine kurze und eher allgemeine Meinungsbekundung:
Ich hatte wirklich Spaß mit dem Roman, es war ein angenehmer Mix aus "Nach-Hause-Kommen", da viel sehr dicht am Abenteuer ist, und interessanten neuen Elementen. Die Entscheidung, im einen Handlungsstrang das Abenteuer "nachzuerzählen" und parallel (in Havena) eine weitere Handlung aufzubauen, die wohl erst im nächsten Band zusammengeführt werden, hat für mich sehr gut funktioniert - was wohl v.a. an den spannenden Charakteren liegt. Die zusammengewürfelte Heldengruppe in und um Burg Silz ist durchweg spaßig (mit teils klassischen, teils für mich überraschenden Helden-Geheimnissen), und in Havena trägt natürlich das Setting viel - wobei gleichzeitig Eyvin, Leif und das über allem schwebende Schicksal Beorns für Gänsehautmomente sorgen. Auch hier eine gute Wahl, die Beorn-Saga weiterzuerzählen, und zwar mit einer spannenden neuen Protagonistin, ohne zu viele Altlasten mitzunehmen.
Der Stil holt mich ab, auch wenn man natürlich keine großen Sprüngen jenseits von wohlvertrauter aventurischer Fantasy-Kost erwarten sollte (was völlig ok ist!). Dass zwei Autor*innen am Werk waren, ist mir überhaupt nicht störend aufgefallen, alles wirkt aus einem Guss.
Und dass man sich in Aventurien einfach mal wieder wohlfühlen darf, was bei der für mich oft erzwungen wirkenden "edginess" der Phileasson-Romane nicht immer der Fall war, freut mich sehr
.
Ich hatte wirklich Spaß mit dem Roman, es war ein angenehmer Mix aus "Nach-Hause-Kommen", da viel sehr dicht am Abenteuer ist, und interessanten neuen Elementen. Die Entscheidung, im einen Handlungsstrang das Abenteuer "nachzuerzählen" und parallel (in Havena) eine weitere Handlung aufzubauen, die wohl erst im nächsten Band zusammengeführt werden, hat für mich sehr gut funktioniert - was wohl v.a. an den spannenden Charakteren liegt. Die zusammengewürfelte Heldengruppe in und um Burg Silz ist durchweg spaßig (mit teils klassischen, teils für mich überraschenden Helden-Geheimnissen), und in Havena trägt natürlich das Setting viel - wobei gleichzeitig Eyvin, Leif und das über allem schwebende Schicksal Beorns für Gänsehautmomente sorgen. Auch hier eine gute Wahl, die Beorn-Saga weiterzuerzählen, und zwar mit einer spannenden neuen Protagonistin, ohne zu viele Altlasten mitzunehmen.
Der Stil holt mich ab, auch wenn man natürlich keine großen Sprüngen jenseits von wohlvertrauter aventurischer Fantasy-Kost erwarten sollte (was völlig ok ist!). Dass zwei Autor*innen am Werk waren, ist mir überhaupt nicht störend aufgefallen, alles wirkt aus einem Guss.
Und dass man sich in Aventurien einfach mal wieder wohlfühlen darf, was bei der für mich oft erzwungen wirkenden "edginess" der Phileasson-Romane nicht immer der Fall war, freut mich sehr
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Re: Simyala-Romane
Oh, und um die Brücke zur Kampagne zu schlagen: Ich bin mir sicher, dass die Romane für Spielleiter*innen seeehr ergiebig sein werden - viele Szenen könnten 1:1 aus einem Let's Play stammen, und man nimmt entsprechend viele Details für den Spieltisch mit. Wir sind mit der Kampagne ja nun schon eine Weile durch, aber ich hatte beim Lesen so einige Momente, die wohlige Erinnerungen geweckt haben
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Schattenkatze
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Re: Simyala-Romane
Band 2, "Bote der Finsternis",hatte ich letztes Jahr gelesen, mein damaliger Eindruck sei nachgereicht:
Es sind einige kleinere Spoiler enthalten, auch wenn ich versucht habe, es eher allgemein zu halten.
Unterm Strich hat er mir einen Tacken weniger gefallen als der erste Teil. Es war für mich etwas weniger Dynamik in der Handlung. Was nicht bedeutet, dass ich ihn insgesamt nur geht so fand. Den nächsten Band werde ich mir in jedem Fall zulegen.
Die Aufteilung von 2 Handlungssträngen auf 3 hat mir persönlich auch nicht so gut gefallen, aber das ist natürlich Geschmackssache. Im Vergleich zum AB "Stein der Mada" deckt der Roman übrigens nur die erste Hälfte ab, ist jedoch um eine komplexere Handlung und Suche nach Informationen angereichert, die im Mittelreich durchaus weit herum führt. Dafür wurde die Informationssuche in Punin kürzer gehalten (für mich ein echter Pluspunkt), weil die nötigen Informationen an anderen Stellen zugeführt wurde. Daraus resultiert für mich die Überlegung, ob es nach hinten heraus auf 5 Bände hinaus laufen kann, da ich finde, dass der Aufenthalt in Simyala selbst einen eigenen Roman verdient hätte.
Den "Einbruch" in die Akademie fand ich allerdings persönlich schwach, da habe ich mir mehr Einbruchfeeling von erwartet.
Es ist zu merken, dass das Buch auch für nicht-DSA-Spieler geschrieben wurde: Zauber wirken immer sofort, bereits ein oder zwei Verletzungen im Kampf bedeuten Tod oder schwere Verletzung und Heilungen können sich lange hinziehen. Enttäuscht bin ich über die Umsetzung von Liturgien. Irgendwo im Fließtext wird mal kurz erwähnt, dass Geweihte eine mythische Kraft ihrer Götter erhalten, und das war es dazu. Die Geweihte wirkt recht viele Liturgien, die nie weiter beschrieben werden oder was sie dazu macht, die passieren einfach. Sie wirken, sie muss nie beten, um ihre Karmaenergie zurückzubekommen und Entrückung gibt es auch nicht. Das macht das irgendwie platter, als es das verdient hätte in meinen Augen.
Gut gefallen hat mir, dass es nun einen größeren, gezielten Grund gibt (gewissermaßen einen großen Masterplan, der schon angelaufen hat und in den allerhand Personen verwickelt sind), den Basiliskenkönig wieder beschwören zu wollen, den es es so in dieser Form, glaube ich, im AB nicht gibt.
Es war ein schöner Kniff (für mich) mit der Besessenheit Vikes, dafür ist der Ritter Allerich sehr flexibel unterwegs, weil er so allerhand macht, dass ich nicht unbedingt so ohne Weiteres von seinen ritterlichen Tugenden abgedeckt sehe.
Auf dem Cover ist entgegen einer früheren Vermutung von mir in diesem Faden nicht Yanis du Rastino abgebildet (die im Buch selbst wenig aktiv auftritt, aber im Hintergrund viele Wege ebnet).
-----------------------
Band 3 habe ich diese Woche beendet, "Der dunkle Brunnen":
Das Folgende enthält einige Spoiler.
Ich finde einerseits den Roman sehr episodenhaft, die Protagonisten sich in drei, teilweise vier Gruppen aufteilen, und nach jedem Kapitelende das nächste Kapitel für diese Figuren mindestens Stunden, meist einen oder mehrere Tage später einsetzt und das, was in der Zwischenzeit geschehen ist, nur kurz mit ein paar Sätzen nachgeholt wird (ganz egal, in was für einer dynamischen Szene das andere Kapitel geendet hat). Da hätte ich für meinen Geschmack gerne mehr Übergang gehabt.
Gegenüber dem AB hat der Roman vielfach neue Handlungsstränge dazu bekommen, die sich alle mit dem Tun der Schergen des Namenlosen beschäftigen und die Suche nach Simyala und Hinweisen darauf, bzw. die Gegenspieler zu stoppen, und so in meinen Augen sinnvoll und passend mehr Fleisch auf die Handlungsrippen packen.
Manchmal hat das Korrektorat nicht aufgepasst, "Beorn Asleifson" etwa fand ich schon recht bemerkenswert.
Die Anfangsszene in Gareth fand ich ohne Gareth-Flair, da war ich enttäuscht. Das hat sich bei den späteren Gareth-Szenen geändert, da gab es Ortsbeschreibungen, es wandelten bekannte Garether Namensträger mal kurz durchs Seitenbild, Schattenpfade und Nirgendgassen waren dabei, dass Gargoyle nicht alle reglos auf ihren Häusern sitzen, einige namhafte Örtlichkeiten ... das Gareth-Flair fand ich sehr gelungen. Dass der Silberhort gesucht und aufgesucht wurde, dem stehe ich sehr zwiespältig gegenüber: Den ich habe bislang gezielt vermieden, als Spielerin mir darüber etwas anzulesen, weil ich das Szenario/ AB mit meiner Streunerin furchtbar gerne spielen möchte, und da wird er mir so beschrieben und etwas drüber erzählt (während ich die Schattenpfade dankenswerter Weise schon im Spiel kennenlernen durfte)
Geschickt eingewoben fand ich Nahema mal wieder als Graue Eminenz, die von Anfang an mitprutschte, aber nicht so überlegen war, dass nicht Pardona sie wiederum gelinkt hat (die sich dann aber - Plot lo vult - nicht für die bestmögliche Vorgehensweise entschied, um Schluss mit lustig zu machen). Ich bin zwar mit der Pardona in diesem Roman nicht rundum glücklich, so im Vergleich dazu, wie ich mir diese Figur vorstelle, aber sie gefällt mir deutlich besser als die aus den Phileasson-Romanen.
Auch in anderen Handlungssträngen gibt es die eine oder andere interessente Begegnung für den Aventurienkenner, auch wenn einige Begegnung ein bisschen sehr generisch werden (Irrlicht, Krakenmolch, Gruftasseln ...).
Die Bannstrahler wiederum finde ich schlimm, die stammen so von ganzen unten aus der Klischeekiste, wenn sie sich nicht mal von dem Geweihten, dem sie unterstellt sind, in Zaum halten lassen.
Warum Vike die ganze Zeit dieses Stilett mit sich herumträgt, während sie fest entschlossen ist, Goran zurückzuhalten und ihn zu überwinden, ist mir bei jedem Ziehen dieses Stiletts mit darauf folgenden Toten (wie schnell man in DSA-Roman durch Dolche getötet werden kann) ein Rätsel gewesen.
Der namensgebende Dunkle Brunnen war für mich etwas enttäuschend. Eine eher kurze Szene und das Auge des Namenlosen als Anatogonisten an der Stelle fand ich etwas verschleudert. Eigentlich hat sein Einhorn mehr gemacht als er. Das Cover erinnert mich etwas an das vom "Himmelsturm": Es ist etwas abgebildet, was ganz hübsch aussieht, aber mit dem titelgebenden Objekt eigentlich nichts mit zu tun hat.
Leider endet der Roman auf allen Handlungsebenen natürlich da, wo es spannend wird.^^
Da noch ein Band kommt, muss sich der Besuch in der Simyala selbst wohl leider doch mit der Reise durch die Grüne Ebene und die Suche nach Dargal teilen. Immerhin gibt es im "Dunklen Brunnen" einige schon atmosphärisch sehr schöne Beschreibungen Simyalas über das Seemond-Bild.
Insgesamt ist es ein Roman eher für die breite Leserschaft und nicht nur für DSA-Spieler, weswegen es sich leicht stirbt in Kämpfen und man schnell verletzt ist, Zauber immer recht flott gehen ohne sich viel mit Gestiken aufzuhalten (aber ein paar gibt es doch) und das Götterwirken kommt weiterhin für mich ein bisschen schwammig daher, und es wird sich standhaft geweigert, mal "Götterlauf" statt Jahr zu verwenden (trotz Anhang mit Erklärung Aventurischer Begriffe, das hätte man da auch noch unterbringen können).
Der Roman hat mir sehr gut gefallen, besser als Band 2, den ich bislang von den dreien als für meinen Geschmack am schwächsten finde.
Es sind einige kleinere Spoiler enthalten, auch wenn ich versucht habe, es eher allgemein zu halten.
Unterm Strich hat er mir einen Tacken weniger gefallen als der erste Teil. Es war für mich etwas weniger Dynamik in der Handlung. Was nicht bedeutet, dass ich ihn insgesamt nur geht so fand. Den nächsten Band werde ich mir in jedem Fall zulegen.
Die Aufteilung von 2 Handlungssträngen auf 3 hat mir persönlich auch nicht so gut gefallen, aber das ist natürlich Geschmackssache. Im Vergleich zum AB "Stein der Mada" deckt der Roman übrigens nur die erste Hälfte ab, ist jedoch um eine komplexere Handlung und Suche nach Informationen angereichert, die im Mittelreich durchaus weit herum führt. Dafür wurde die Informationssuche in Punin kürzer gehalten (für mich ein echter Pluspunkt), weil die nötigen Informationen an anderen Stellen zugeführt wurde. Daraus resultiert für mich die Überlegung, ob es nach hinten heraus auf 5 Bände hinaus laufen kann, da ich finde, dass der Aufenthalt in Simyala selbst einen eigenen Roman verdient hätte.
Den "Einbruch" in die Akademie fand ich allerdings persönlich schwach, da habe ich mir mehr Einbruchfeeling von erwartet.
Es ist zu merken, dass das Buch auch für nicht-DSA-Spieler geschrieben wurde: Zauber wirken immer sofort, bereits ein oder zwei Verletzungen im Kampf bedeuten Tod oder schwere Verletzung und Heilungen können sich lange hinziehen. Enttäuscht bin ich über die Umsetzung von Liturgien. Irgendwo im Fließtext wird mal kurz erwähnt, dass Geweihte eine mythische Kraft ihrer Götter erhalten, und das war es dazu. Die Geweihte wirkt recht viele Liturgien, die nie weiter beschrieben werden oder was sie dazu macht, die passieren einfach. Sie wirken, sie muss nie beten, um ihre Karmaenergie zurückzubekommen und Entrückung gibt es auch nicht. Das macht das irgendwie platter, als es das verdient hätte in meinen Augen.
Gut gefallen hat mir, dass es nun einen größeren, gezielten Grund gibt (gewissermaßen einen großen Masterplan, der schon angelaufen hat und in den allerhand Personen verwickelt sind), den Basiliskenkönig wieder beschwören zu wollen, den es es so in dieser Form, glaube ich, im AB nicht gibt.
Es war ein schöner Kniff (für mich) mit der Besessenheit Vikes, dafür ist der Ritter Allerich sehr flexibel unterwegs, weil er so allerhand macht, dass ich nicht unbedingt so ohne Weiteres von seinen ritterlichen Tugenden abgedeckt sehe.
Auf dem Cover ist entgegen einer früheren Vermutung von mir in diesem Faden nicht Yanis du Rastino abgebildet (die im Buch selbst wenig aktiv auftritt, aber im Hintergrund viele Wege ebnet).
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Band 3 habe ich diese Woche beendet, "Der dunkle Brunnen":
Das Folgende enthält einige Spoiler.
Ich finde einerseits den Roman sehr episodenhaft, die Protagonisten sich in drei, teilweise vier Gruppen aufteilen, und nach jedem Kapitelende das nächste Kapitel für diese Figuren mindestens Stunden, meist einen oder mehrere Tage später einsetzt und das, was in der Zwischenzeit geschehen ist, nur kurz mit ein paar Sätzen nachgeholt wird (ganz egal, in was für einer dynamischen Szene das andere Kapitel geendet hat). Da hätte ich für meinen Geschmack gerne mehr Übergang gehabt.
Gegenüber dem AB hat der Roman vielfach neue Handlungsstränge dazu bekommen, die sich alle mit dem Tun der Schergen des Namenlosen beschäftigen und die Suche nach Simyala und Hinweisen darauf, bzw. die Gegenspieler zu stoppen, und so in meinen Augen sinnvoll und passend mehr Fleisch auf die Handlungsrippen packen.
Manchmal hat das Korrektorat nicht aufgepasst, "Beorn Asleifson" etwa fand ich schon recht bemerkenswert.
Die Anfangsszene in Gareth fand ich ohne Gareth-Flair, da war ich enttäuscht. Das hat sich bei den späteren Gareth-Szenen geändert, da gab es Ortsbeschreibungen, es wandelten bekannte Garether Namensträger mal kurz durchs Seitenbild, Schattenpfade und Nirgendgassen waren dabei, dass Gargoyle nicht alle reglos auf ihren Häusern sitzen, einige namhafte Örtlichkeiten ... das Gareth-Flair fand ich sehr gelungen. Dass der Silberhort gesucht und aufgesucht wurde, dem stehe ich sehr zwiespältig gegenüber: Den ich habe bislang gezielt vermieden, als Spielerin mir darüber etwas anzulesen, weil ich das Szenario/ AB mit meiner Streunerin furchtbar gerne spielen möchte, und da wird er mir so beschrieben und etwas drüber erzählt (während ich die Schattenpfade dankenswerter Weise schon im Spiel kennenlernen durfte)
Geschickt eingewoben fand ich Nahema mal wieder als Graue Eminenz, die von Anfang an mitprutschte, aber nicht so überlegen war, dass nicht Pardona sie wiederum gelinkt hat (die sich dann aber - Plot lo vult - nicht für die bestmögliche Vorgehensweise entschied, um Schluss mit lustig zu machen). Ich bin zwar mit der Pardona in diesem Roman nicht rundum glücklich, so im Vergleich dazu, wie ich mir diese Figur vorstelle, aber sie gefällt mir deutlich besser als die aus den Phileasson-Romanen.
Auch in anderen Handlungssträngen gibt es die eine oder andere interessente Begegnung für den Aventurienkenner, auch wenn einige Begegnung ein bisschen sehr generisch werden (Irrlicht, Krakenmolch, Gruftasseln ...).
Die Bannstrahler wiederum finde ich schlimm, die stammen so von ganzen unten aus der Klischeekiste, wenn sie sich nicht mal von dem Geweihten, dem sie unterstellt sind, in Zaum halten lassen.
Warum Vike die ganze Zeit dieses Stilett mit sich herumträgt, während sie fest entschlossen ist, Goran zurückzuhalten und ihn zu überwinden, ist mir bei jedem Ziehen dieses Stiletts mit darauf folgenden Toten (wie schnell man in DSA-Roman durch Dolche getötet werden kann) ein Rätsel gewesen.
Der namensgebende Dunkle Brunnen war für mich etwas enttäuschend. Eine eher kurze Szene und das Auge des Namenlosen als Anatogonisten an der Stelle fand ich etwas verschleudert. Eigentlich hat sein Einhorn mehr gemacht als er. Das Cover erinnert mich etwas an das vom "Himmelsturm": Es ist etwas abgebildet, was ganz hübsch aussieht, aber mit dem titelgebenden Objekt eigentlich nichts mit zu tun hat.
Leider endet der Roman auf allen Handlungsebenen natürlich da, wo es spannend wird.^^
Da noch ein Band kommt, muss sich der Besuch in der Simyala selbst wohl leider doch mit der Reise durch die Grüne Ebene und die Suche nach Dargal teilen. Immerhin gibt es im "Dunklen Brunnen" einige schon atmosphärisch sehr schöne Beschreibungen Simyalas über das Seemond-Bild.
Insgesamt ist es ein Roman eher für die breite Leserschaft und nicht nur für DSA-Spieler, weswegen es sich leicht stirbt in Kämpfen und man schnell verletzt ist, Zauber immer recht flott gehen ohne sich viel mit Gestiken aufzuhalten (aber ein paar gibt es doch) und das Götterwirken kommt weiterhin für mich ein bisschen schwammig daher, und es wird sich standhaft geweigert, mal "Götterlauf" statt Jahr zu verwenden (trotz Anhang mit Erklärung Aventurischer Begriffe, das hätte man da auch noch unterbringen können).
Der Roman hat mir sehr gut gefallen, besser als Band 2, den ich bislang von den dreien als für meinen Geschmack am schwächsten finde.