[Romane] Der Prophet zieht weiter - in den Elfenkrieg (Roman Nr. 8, MI)

Diskussionen über die Questen und Hintergründe der Phileasson-Saga.
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phil
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[Romane] Der Prophet zieht weiter - in den Elfenkrieg (Roman Nr. 8, MI)

Beitrag von phil » 14.03.2020, 14:39

Hallo zusammen,

Band 8 der Romanreihe ist nun verfügbar! Mein Exemplar ist bereits angekommen, ich bin aber vor lauter (Online-)Rollenspielrunden noch nicht dazu gekommen, mit der Lektüre zu beginnen - zumal ich vorher nochmal das Ende von Band 7 lesen wollte.

Hat schon jemand mit dem Band angefangen? Ich werde hier wie üblich meine Eindrücke posten, sobald ich losgelesen habe.

Lieben Gruß
Philipp

Schattenkatze
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Re: [Romane] Der Prophet zieht weiter - in den Elfenkrieg (Roman Nr. 8, MI)

Beitrag von Schattenkatze » 14.03.2020, 21:34

Ich habe es noch nicht gelesen, weil ich noch warten werde, bis ich das Buch mal gebraucht finde. Die Bände gefallen mir nicht so gut, dass ich Neupreise dafür zahlen möchte.
Allerdings bin ich daran interessiert, ob meine Theorie über Vascal richtig ist, und da er ja die Hauptfigur in dem Prolog sein wird, mag es ja im Prolog oder im weiteren Roman vielleicht ja zur Sprache kommen. Ich schätze dabei meine Theorie so ein, dass ich sie gar nicht so direkt hier benennen muss, wenn es sich so verhalten sollte.^^
Wenn es also jemanden gibt, der das Buch gelesen hat, bin ich sehr an einem Ja oder ein interessiert.

phil
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Re: [Romane] Der Prophet zieht weiter - in den Elfenkrieg (Roman Nr. 8, MI)

Beitrag von phil » 15.03.2020, 10:35

Ich habe bisher noch nicht mal den Prolog beendet, aber meine (zugegebermaßen etwas naive) Theorie über Vascal wurde bereits auf den ersten Seiten widerlegt ;-). Bin gespannt, was noch kommt!

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Re: [Romane] Der Prophet zieht weiter - in den Elfenkrieg (Roman Nr. 8, MI)

Beitrag von Schattenkatze » 15.03.2020, 11:35

Ich sehe schon, wir sollten mal einen Theorien-Austausch starten. ;)

phil
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Re: [Romane] Der Prophet zieht weiter - in den Elfenkrieg (Roman Nr. 8, MI)

Beitrag von phil » 15.03.2020, 12:41

Definitiv :-)! Ich markiere es mal als Spoiler, da ja vermutlich viele das Buch noch nicht angefangen haben - es geht aber wie gesagt um etwas, das auf den ersten 20 Seiten des Buches passiert:
Ich war ja naiv davon ausgegangen, dass Vascal zwar "heutzutage" ein Nandus-Geweihter ist, ihn aber seine Neugier früher mal in die Nähe eines Namenlosen-Kultes gebracht hat, wobei er seinen kleinen Finger opferte, bevor er sich wieder vom Purpurnen lösen könnte. Wie sich aber am Anfang des Prologs herausstellt, liebäugelte er in seinen jungen Jahren, bevor er der Nandus-Kirche beitrat, mit verschiedenen anderen Geheimlogen im Lieblichen Feld (die, soweit der Eindruck, nichts mit dem Namenlosen zu tun haben). Die erste Gruppierung fordert von neuen Mitgliedern bei der Initiation, dass sie sich mit rasiertem Schädel und (natürlich) nackt einigen Rätseln stellen (denn wo kämen wir hin, wenn ein Phileasson-Roman einige Seiten ohne die Worte "Brüste" und "Gemächt" auskäme). Vascal will seine Opferbereitschaft beweisen und schneidet sich nicht die Haare, sondern gleich den Finger ab...

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Re: [Romane] Der Prophet zieht weiter - in den Elfenkrieg (Roman Nr. 8, MI)

Beitrag von Schattenkatze » 15.03.2020, 13:18

Dann ziehe ich mal nach:

Das ist eine seltsame Opferbereitschaft für eine Loge. Wir werden sehen, ich habe ja immer noch den Namenlosen-Geweihten im Auge. Von Anfang an (der Finger halt, z.B.), aber auch nach dem letzten Roman wieder, weil nicht beschrieben wurde, was er in Tie'Shianna machte.

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Re: [Romane] Der Prophet zieht weiter - in den Elfenkrieg (Roman Nr. 8, MI)

Beitrag von phil » 01.05.2020, 12:57

So, ich bin seit einiger Zeit mit dem Band durch, aber bisher nicht dazu gekommen, ausführlicher dazu zu posten - hier nun also ein paar Gedanken zum Buch (ohne Rücksicht auf Spoiler, da der Band mittlerweile lang genug erschienen ist).

Alles in allem habe ich Elfenkrieg leider als Tiefpunkt der Reihe empfunden - mein Hauptproblem war das durch die beiden gänzlich getrennten Handlungsstränge völlig zerfahrene Pacing. Es ist sicherlich nicht leicht, in einem Roman mit zwei getrennt agierenden Protagonisten (Beorn auf den Inseln im Nebel, Phileasson in Aventurien) einen durchgehenden Spannungsbogen hinzubekommen, aber hier hat man den Eindruck, dass die Autoren zwei getrennte Romane geschrieben haben, die dann ausgedruckt und wie zwei Spielkartenstapel gänzlich zufällig zusammengemischt wurden. Teilweise springt die Handlung mehrmals pro Kapitel nach gefühlt jeweils 10-20 Seiten zwischen den beiden Handlungssträngen hin und her, ohne dass man gemeinsame Motive oder einen übergreifenden Spannungsbogen erkennen kann.

Wie üblich bin ich zu faul, um eine kohärente Rezension zu schreiben, und tippe stattdessen wieder mal einige (unsortierte) Gedanken zum Buch herunter - bitte seht mir nach, dass es diesmal noch punktueller ist als sonst und sicherlich keinen Gesamtüberblick übers Buch bietet!
  • Der Prolog mit Vascal und Leomara verlief zwar, wie oben schon diskutiert, anders als vermutet, hat mir aber gut gefallen - die Beziehung der beiden wird stimmig dargestellt und die Erklärung für Leomaras Visionen ist äußerst stimmungsvoll!
  • Der Titel Elfenkrieg ist entgegen meiner Erwartungen passend gewählt. Beorns Handlungsstrang auf den Inseln im Nebel besteht gefühlt überwiegend aus Schlachten, was etwas langatmig werden kann. Insbesondere der erste Teil im lebenden Bild Tie'Shiannas auf Shaltyr fährt viel Bombast auf, bietet dabei aber für Kenner*innen des Abenteuers wenig Überraschungen. Dafür gibt es beeindruckende Mengen an Info-Dump zu den Inseln im Nebel; ich kann mir vorstellen, dass das für Phileasson-Neulinge fast schon zu viel ist. Ein Tiefpunkt des Buchs ist für mich die Flucht aus dem lebenden Bild Tie'Shiannas und der völlig alberne Showdown zwischen Kazak und Beorn, den ich schnellstmöglich vergessen werde, um den obersten Heerführer des Namenlosen auch weiterhin ernst nehmen zu können.
  • Auf Phileassons Seite gefällt mir vieles, was gerade im ersten Teil an Hintergründen eingeflochten wird, gut - politische Hintergründe im Horasreich und aus dem fernen Thorwal sind hier zu nennen, und einige wirklich schöne Ideen für die ursprünglich von Garhelt geplanten Aufgaben (inklusive Trip nach Uthuria, um eine seltene Pflanze zu finden).
  • Mirandolas Abgleiten in die Namenlosen Zweifel, nachdem sie ja im 7. Band mit dem Obelisken in Tie'Shianna Kontakt hatte, ist sehr platt (und lässt mich, @Schattenkatze, leider daran zweifeln, dass hier bei Vascal noch Überraschungen auf uns warten). Sie wird von Kapitel zu Kapitel böswilliger und wuterfüllter, ihr Umfeld reagiert sehr inkonsistent darauf, und einige Szenen springen über den sprichwortlichen Hai (sagt man das auf Deutsch so?)... Ich denke da z.B. an Mirandolas völlig verworrenen Plan, einen Cavalleristo, dem ein Duell mit Vascal bevorsteht, zu verführen, um ihm Tipps zu Vascals Kampfstil zu geben, damit dieser verliert, die Gelegenheit dann aber auch gleich für einen Dreier zu nutzen, bei dem sie bemerkt, dass im Bücherregal ihres Liebhabers die Wege ohne Namen herumstehen... Kommt noch jemand mit? Ich nicht.
  • Auf den Inseln wird Beorns Ottajasko durch eine recht lang angekündigte "Meuterei" seitens Eilif zwischenzeitlich munter durcheinandergewürfelt. Beorns Entwicklung wirkt hier arg gehetzt: Innerhalb kürzester Zeit schwankt er vom großen Drachenführer zum Sesshaftwerden mit Zidaine um, dem letztendlich das Abtrünnigwerden seiner Ottajasko (nach einem kurzen bockigen Wutausbruch) total egal ist. Einige Seiten später und nach einem kurzen Dialog mit Zidaine überlegt er es sich dann aber anders und ist plötzlich wieder voll aufs Plündern aus - das Finale seines Handlungsstrangs ist dann der Fall der Perle Djanilla, die er (mit etwas hanebüchener Motivation und noch hanebüchenerem Plan, bei dem die Elfen auf den Inseln nicht gerade clever rüberkommen) einnimmt und vernichtet.
  • Jaja, Sex sells, auch in diesem Band. Nachdem wir bisher ja fast durchgehend mit male gaze genervt wurden, versuchen es einige Szenen nun mal anders herum (zum Beispiel, als Aischa, nachdem sie über dutzende von Seiten hinter Vascal her ist, endlich bei ihm landet - das Ergebnis liest sich dann aber eher cringeworthy...).
  • Ob das Ende des Romans wirklich eine Dschungelcamp-Anspielung sein soll oder ob es daran lag, dass ich zu diesem Zeitpunkt geistig schon nicht mehr völlig in Aventurien war, ist schwer zu beurteilen - mich hat es auf jeden Fall eher ratlos zurückgelassen. Grundsätzlich fand ich den Aufbau Brokscals und die "Nachbarschaftskontakte" mit Oijaniha, Achaz etc. sehr stimmungsvoll und überwiegend schön erzählt. Am Ende wird dem Dorf aber zum Verhängnis, dass einige aus Phileassons Ottajasko zu Beginn am Knüppeldamm kein Eisen geopfert haben, um die Hranngar zu besänftigen (auch eigentlich eine nette Szene!), und nach langen Streitigkeiten mit den Achaz willigt man ein, sich einem Achaz-Ritual zu unterziehen, um die Schuld zu tilgen. Hierzu müssen Asleif und Co. eine rohe (und hochgiftige) Mohnkröte verspeisen, und wer überlebt, dem haben die Hranngar verziehen - dies zieht sich dann über deutlich mehr Seiten hin, als es sollte (inkl. mehr und mehr Szenen dazu, wie eklig diese Kröte doch aussieht). Letztendlich besteht man die Prüfung nach langer Vorbereitung dank eines Antidots, bei dessen Zubereitung ein vorbeireisender Alchimist namens Ramon Fontanoya hilft. Man darf gespannt sein, ob er im nächsten Band die Rolle bekommt, die wir aus dem Abenteuer kennen.
Puh, das ist jetzt doch deutlich negativer geworden, als ich dachte - offenbar musste ich mir ein wenig Frust von der Seele schreiben, da ich mich eigentlich gefreut hatte, in der momentanen Situation einen heiß erwarteten Roman daheim liegen zu haben, und dementsprechend die Enttäuschung tiefer traf als erwartet.

Dennoch freue ich mich auf den nächsten Band und H'Rexzem, das ein absolutes Highlight "meiner" Phileasson-Kampagne war!

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Re: [Romane] Der Prophet zieht weiter - in den Elfenkrieg (Roman Nr. 8, MI)

Beitrag von Schattenkatze » 01.05.2020, 13:07

Ich habe Deine Einschätzung eher nur diagonal gelesen, ich habe das Buch ja noch zu lesen, aber eigentlich liest es sich unter dem Gesichtspunkt nicht so negativ wie vorher angekündigt.
Ich sehe mich bestätigt, noch etwas zu warten, und bedanke mich bis dahin für Deine Einschätzung.

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