[Romane] (Das Tal der) Echsengötter (Roman Nr. 9, MI)

Diskussionen über die Questen und Hintergründe der Phileasson-Saga.
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phil
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[Romane] (Das Tal der) Echsengötter (Roman Nr. 9, MI)

Beitrag von phil » 15.08.2020, 09:48

Hallo zusammen,

Band 9 ist diese Woche erschienen! Hat schon jemand mit der Lektüre begonnen? Ich bin gerade noch dabei, meinen Pile of Shame etwas zu reduzieren (und stecke deswegen noch in diversen anderen Büchern und Comics fest), freue mich aber schon auf die neuen Abenteuer von Phileasson und Beorn - und werde dann hier natürlich meinen Senf dazugeben ;-).

Lieben Gruß
Philipp

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Re: [Romane] (Das Tal der) Echsengötter (Roman Nr. 9, MI)

Beitrag von phil » 14.09.2020, 16:08

Es ist so still hier - schwindet die Roman-Leserschaft hier im Forum weiter, oder seid ihr noch im 9. Band abgetaucht? Ich habe mittlerweile endlich mit Echsengötter begonnen und werde hier wie üblich ein paar random thoughts dazu posten (ohne Rücksicht auf Spoiler).

Das Cover finde ich mal wieder großartig (Diiiinos! Bin gespannt, was es mit den Langhälsen auf sich hat). Dass die Autoren die Figur Tevil tatsächlich erst in die Romane hineingeschrieben haben, weil der Thorwaler auf dem Cover weder Phileasson noch Beorn sein konnte (Quelle: phileasson.de), spricht Bände darüber, wie ernst die Titelillustrationen genommen werden - das scheint mir (gerade im Fantasy-Genre) alles andere als selbstverständlich. Auf den Innenseiten wurde nun die verbliebene Hälfte der Aventurienkarte (die andere musste ja bereits im vorigen Band den Inseln im Nebel weichen) durch eine schicke Karte von H'Rezxem ersetzt.

Der Prolog taucht diesmal in Irullas Vergangenheit ein, was mich freut, da sie mir mittlerweile ans Herz gewachsen ist. Im Gegensatz zu letzten Bänden gibt es diesmal keine Tour de Force durch die komplette Vergangenheit der zentralen Figur, stattdessen konzentriert sich die Erzählung auf ein Schlüsselerlebnis in ihrer Kindheit. Die Ereignisse um die versklavten Keke-Wanaq, die auf dem Piratenschiff, auf das sie verschleppt werden, einen Yaq'Hai beschwören, endet in einem brutalen Gemetzel, das mir Vibes einer gewissen koreanischen Zombieserie aus dem letzten Jahr macht - sicherlich nicht die schlechteste aller Assoziationen ;-). Einige der Charaktere (allen voran die angenehm unklischeehafte Halborkin) haben mir gut gefallen - warum es bei Irulla allerdings nun auch eine Besessenheit durch eine dämonische (Skrechu?-) Wesenheit sein muss, die für ihre zentralen Charakterzüge verantwortlich ist, erschließt sich mir noch nicht, aber wir werden sehen, wohin das noch führt :-). Vorher muss auf jeden Fall mit Abdul als Reiseführer der Chap Mata Tapam erstiegen werden.

Woltgar Bodiak
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Re: [Romane] (Das Tal der) Echsengötter (Roman Nr. 9, MI)

Beitrag von Woltgar Bodiak » 14.09.2020, 17:27

Hallo,
und noch immer bin ich interessiert und meist gebannt und gut unterhalten der Buchreihe treu.
Auch dieser neunte Band lässt sich trotz seines sehr großen Seitenumfangs gut lesen. Meist sind die Szenen gut beschrieben, doch leider bleiben die Personen teilweise weiter Schablonenhaft oder sogar repetitiv. Ich brauche auf gefühlt 30 Seiten nicht dreimal den selben Satz über Abduls Akademieabschluss zu lesen, insbesondere, da der Magier offenbar längst nicht mehr so verwirrt und unberechenbar agiert wir eingangs der Saga. (Seine Zauber sind z.B. nun wohlüberlegt und äußerst effektiv eingesetzt). Auch Zidaines Rolle als Beorns todbringende Bettgefährtin oder Eilif als planlose Aufwieglerin waren mit den vergangenen Romanen eigentlich ausfüllend beschrieben.
Dafür bieten die parallelen Handlungsstränge aber erneut sehr interessante Hintergrundinformationen und viele neue Ideen zur Saga an sich.

phil
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Re: [Romane] (Das Tal der) Echsengötter (Roman Nr. 9, MI)

Beitrag von phil » 22.09.2020, 11:13

Woltgar Bodiak hat geschrieben:
14.09.2020, 17:27
Meist sind die Szenen gut beschrieben, doch leider bleiben die Personen teilweise weiter Schablonenhaft oder sogar repetitiv.
Ja, da stimme ich voll zu... Bin jetzt halb durch und habe das Gefühl, dass gerade im Beorn-Strang wenig Neues mit den Charakteren passiert. Es wirkt ein bisschen, als ob primär Zeit totgeschlagen wird, bis endlich Phileasson ankommt - aber wer weiß, vielleicht ändert sich das ja auf den nächsten 400 Seiten noch ;-). Der Lesefluss ist aber in der Tat gut und auch gefühlt etwas besser als beim letzten Band, auch wenn ich in Sachen Spannungsbogen immer noch Probleme mit den zwei offensichtlich völlig getrennt geschriebenen Handlungssträngen habe.

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Re: [Romane] (Das Tal der) Echsengötter (Roman Nr. 9, MI)

Beitrag von phil » 23.09.2020, 14:53

(Weitere random thoughts ohne Rücksicht auf Spoiler!)

Hihi, also ich muss ja sagen, dass ich Beorns Versuche, irgendwie zum Kessel der Cammalan zu kommen, sehr unterhaltsam finde - die Aufgabe, innerhalb eines kurzen Loops eines Lebenden Bildes nach und nach Informationen zu sammeln, um vor dem Reset immer näher ans Ziel zu kommen, stelle ich mir auch am Spieltisch nett vor. Und das "Flackern" ist eine nette Ergänzung zur Mechanik der Äußeren Inseln, das kann man sicherlich ebenfalls gut im Spiel verwenden.

Bin mal gespannt, was mit Tevil los ist - die Hinweise, dass etwas mit ihm nicht stimmt (kein Schwitzen, kann offenbar nicht mit seinen Waffen umgehen, Irulla findet ihn "verflucht") häufen sich. Meine momentane Hypothese ist, dass es sich bei ihm um einen Quitslinga handelt (wie Ramon? Oder statt Ramon?).

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Re: [Romane] (Das Tal der) Echsengötter (Roman Nr. 9, MI)

Beitrag von phil » 30.09.2020, 09:42

So, mittlerweile bin ich durch - unterm Strich ein unterhaltsamer Band (mit den altbekannten Problemen), der mir wieder besser gefallen hat als der Vorgänger.

Meine Vermutung zu Tevil war ja offenbar richtig (und lustigerweise hatte ich sie wenige Seiten vor dem Reveal gepostet, ob ihr's glaubt oder nicht ;-)). Dass Ramon dann in der Tat kein Quitslinga war, passt gut ins Bild - ich fand allerdings schade, dass er so wenig vorkam; sein einziger längerer Auftritt in diesem Band kam ja erst ganz am Ende und stellte dann wohl vermutlich auch seine letzte Szene in der Saga dar...

Die Geschehnisse um Beorns Gwandual-Loops gingen noch deutlich länger weiter, als ich erwartet hatte, blieben aber unterhaltsam. Die spannenderen Teile des Romans waren für mich aber die Intrigen im Tal der Echsengötter, die so einige Highlights hatten. Die Szene am Pprsss-Heiligtum hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich Shayas Hilfe bei der Thargunitoth-Invocatio etwas too much fand. Überhaupt war mir der Aspekt des "mit dem Bösen Verbündens" oft deutlich zu plump und plakativ - ich hatte ja damals bei uns am Spieltisch die Quitslinga gänzlich gestrichen, weil es ohnehin schon so viele Parteien in dieser Queste gibt (und darunter auch einige böse angehauchte), was ich im Nachhinein auch nicht bereue.

Dass Mirandolas Redemption nun (nach einem etwas albernen internen Zwiegespräch im H'Szint-Heiligtum...) hoffentlich endlich abgeschlossen ist, gefällt mir - und wenn nun mal ein Band folgt, in dem nicht mindestens einmal jemand zum Drachenführer gerufen wird (ob mit Twist oder ohne), beschwere ich mich auch nicht ;-).

Wie gewohnt endeten beide Handlungsstränge angemessen episch, insbesondere der Endkampf im H'Rezxem war dramaturgisch wunderbar auf die Spitze getrieben. Ich freue mich sehr, dass Phileassons Ottajasko nun auch endlich auf den Inseln im Nebel ankommt und es mal wieder gemeinsame Szenen der beiden (und, wichtiger noch, einen gemeinsamen Spannungsbogen!) gibt.

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